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Beiträge aus dem Jahr 2014

Dezember 2014

November 2014

Oktober 2014

September 2014

August 2014

Juli 2014

Juni 2014

Mai 2014

April 2014

März 2014

Februar 2014

Januar 2014

 

 

Beitrag vom 12. Dezember 2014

Demonstrationsflächen verbessern die Anbausicherheit und dienen dem Schutz des Grundwassers

Fachzeitschriften, Vorträge. Beratungsfaxe oder das Internet sind wichtige Informationsquellen um Informationen, z.B. zu neuen politische Vorgaben (aktuell: Geening, Düngeverordnung, Grundwasserschutz) oder zu Angeboten (HALM), aber auch zu Klimaveränderungen (Zunahme von Extremwetterlagen), Kostendruck, neuer Technik, Sorten oder zu neuen Anbauverfahren zu erhalten. Nicht immer stehen jedoch Hinweise oder aktuelle Versuchsergebnisse zur Verfügung, die an die eigenen oder zumindest an regionale Standortverhältnisse angepasst sind. Demonstrationsflächen haben deshalb eine große Bedeutung, um das Risiko betrieblicher Anpassungen zu minimieren. Von der Arbeitsgemeinschaft Land- und Wasserwirtschaft (AGLW) werden deshalb jährlich Demonstrationsflächen geplanten, betreut und ausgewertet, die von zahlreichen landwirtschaftlichen Betriebsleitern, trotz oftmals schwieriger Witterungsverhältnisse und hoher Arbeitsbelastung durchgeführt werden. Auch 2014 brachten die Demonstrationsflächen wertvolle Erkenntnisse für die Betriebe der AGLW-Mitgliedsgemeinden u.a.

  • zum Zwischenfruchtanbau als Nährstoffspeicher,
  • zur zeitlichen Wirkung organischer Dünger,
  • zur Förderung der N-Effizienz u.a. durch eine gezielte Mikronährstoffdüngung oder
  • zum Schutz des Bodens vor Erosion durch Streifen- bzw. Direktsaat bei Mais.

Die Erfolge beim Schutz unseres lokalen Grundwassers sind also auch auf die Bereitschaft und Mitarbeit von zahlreichen, engagierten Landwirten zurückzuführen. Im Jahr 2014 waren dies in

Alheim: H. Blackert, J. Becker, Th. Weitzel,

Cornberg: F. Bettenhausen, J. Klöpfel J. Weiß/R. Diegel,

Eiterfeld: H.J. Hohmann

Friedewald: R. Seybert

Herleshausen: B. Gonnerman, A. Setzkorn

Niederaula: M. Grenzebach, R. Rössing

Neuenstein: M. Henning

Ringgau: U. Iffert, M. Krause, J. Siebert

Rotenburg: K. Keim, J. Meyfarth, T. Reifschneider

Schenklengsfeld: R. Hühne, K. Reinhardt.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623-933207

 

Beitrag vom 01. Dezember 2014

Fortbildung Pflanzenschutzsachkunde

Im Pflanzenschutz sachkundige Personen sind nach PflSchG verpflichtet, innerhalb eines Zeitraumes von 3 Jahren, spätestens bis Dez. 2015, an einer amtlich anerkannten Fortbildungsveranstaltung teilzunehmen.

Nächste Fortbildungsveranstaltungen (jeweils 10°°-15°° Uhr) in den LK HEF und FD:

09. Dez. Ludwigsau-Niedertalhausen;

16. Dez. Eiterfeld;

20. Jan. Wildeck-Richelsdorf.

Rechtzeitige Anmeldung erforderlich!! Sie können sich wie folgt anmelden:

Internet: www.llh.hessen.de/pflanzenproduktion/sachkundefortbildung;

e-Mail: Pflanzenschutzsachkunde@llh.hessen.de; Telefon: 0561-7299-333

Karl-Heinrich Claus; 0160 90725736

 

Beitrag vom 25. November 2014

Landwirtschaftliche Hinweise zur Einwinterung der Pflanzenschutzspritze

Vor Einwinterung gründliche Innen- und Außenreinigung auf dem Feld durchführen. Alle flüssigkeitsführenden Bauteile restlos entleeren! Einfacher und schneller geht`s, wenn Spritze mit Kühler- Frostschutz befüllt wird. Bei laufender Pumpe einige Liter einer Mischung aus Wasser + Frostschutzmittel (Konzentration lt. Gebrauchsanleitung) in den leeren Behälter geben und durch Betätigen der Schaltventile in alle Leitungen fördern. Mischung im Frühjahr beim Ablassen auffangen und wiederverwenden. Denken Sie auch an die vorschriftsmäßige und frostfreie Lagerung der Pflanzenschutzmittel!

Terminhinweise Sachkundefortbildung:

9. 12. Ludwigsau-Niederthalhausen; 16. 12. Eiterfeld; 20. Jan. Richelsdorf

Anmeldungen unter 0561/7299 333

Karl-Heinrich Claus; LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

Beitrag vom 21. November 2014

Mangandüngung- und Schwefelmangel

Auswertungen von Blattanalysen der letzten Jahre zeigen, dass bei Wintergerste zu Begin der Vegetation v.a. auf leichteren Standorten, aber auch nach Nässe- oder Trockenperioden häufig Manganmangel festzustellen ist. Eine Mangandüngung mit einem Liter Mangannitrat/ha (235g) führte 2011/12 und im Herbst 2013 unter ähnlich feuchten Bedingungen wie in diesem Jahr zu erheblichen Mehrerträgen. Strukturschäden, Luftmangel durch Nässe und z.T. viel zu dichte Bestände stressen die Wintergerste in diesem Herbst erheblich. Deshalb könnte, wenn die für die Jahreszeit milde Witterung noch etwas anhält, eine Mangandüngung mit 1,0-1,5 l Mangannitrat noch zu einer Verbesserung der Winterhärte führen (1-2 Fahrassen zur Kontrolle liegenlassen). Zu beachten ist auch, dass nach der Nässe alle Kulturen in diesem Herbst zumindest latent unter Schwefelmangel leiden. Eine deutliche S-Düngung ist im Frühjahr einzuplanen.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623-933207

 

Beitrag vom 03. November 2014

Feldmausbekämpfung

Trotz der nassen Witterung bleibt der Besatz mit Feldmäusen sehr hoch! Um der enormen Vermehrungsrate von 350 – 400 Nachkommen/Jahr zu begegnen, müssen sie frühzeitig bekämpft werden. Ernterückstände bieten dem Nager eine ähnlich gute Deckung wie etablierte Winterraps – oder Zwischenfruchtbestände; ständige Rückzugsflächen sind Wegränder, Böschungen etc. Eine nachhaltige mechanische Bekämpfung durch eine tiefere Bodenbearbeitung scheiterte in diesem Jahr vielerorts aufgrund der nassen Witterung. Direkte Bekämpfungsmöglichkeiten sind die Ausbringung von Feldmausködern mit der Legeflinte oder das Auslegen von Giftlinsen in Köderstationen. Zur Bekämpfung werden z.Zt. nur Präparate mit dem Wirkstoff Zinkphosphid angeboten. Der Köder muss tief und unzugänglich für Vögel in die Gänge der Nagetiere eingebracht werden – Löcher nicht zutreten! Es dürfen keine Köder an der Oberfläche zurückbleiben!

K.-H. Claus; LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

Beitrag vom 17. Oktober 2014

Mangandüngung zu Wintergerste

Blattanalysen, die in den zurückliegenden 7 Jahren zum Ende der Bestockung durchgeführt wurden zeigten in den Mitgliedsgemeinden der Arbeitsgemeinschaft Land- und Wasserwirtschaft (AGLW), v.a. bei Gerste einen häufigen Manganmangel an (44% der untersuchten Schläge). Besonders ausgeprägt war der Mangel auf den leichten Standorten (7 von 8 Schlägen). Bei den guten Böden war ein Mangel nur noch auf 18% der Schläge festzustellen. Weniger Mangel konnte auch bei pH-Werten unter 6,2 ermittelt werden, d.h. die Wahrscheinlichkeit von Manganmangel nahm mit höherem pH-Wert zu. Daneben ist mit Manganmangel auf gut gelockerten Böden zu rechnen. Dies zeigt sich, wenn das Getreide an den Spuren der Fahrgassen grüner ist, als auf der Restfläche. Dies war besonders sichtbar im trockenen Herbst 2011 (gute Bodendurchlüftung). In dem sehr nassen Herbst 2013 war Manganmangel weniger sichtbar, aber offenbar latent vorhanden, denn die Mehrerträge durch eine Herbstdüngung mit Mangan waren im Mittel von 4 Vergleichsstandorten 2014 ebenso ausgeprägt (+8,7 dt/ha) wie bei der Ernte 2012 (+9,1 dt/ha, 4 Vergleichsstandorte). 2012 hatte die Mangandüngung offenbar zusätzlich die Winterhärte deutlich verbessert, da keine Gerste auf den Praxisdemonstrationsflächen erfroren ist. Die höheren Erträge durch eine Mangandüngung (gleiche N-Gaben) könnten auch auf ein besseres Wurzelsystem der Gerste zurückzuführen sein, da die mit Mangan gedüngten Pflanzen häufig eine höhere Nitratkonzentration im Pflanzensaft aufwiesen, also besser mt N versorgt waren. Kann in diesem Herbst Mangan witterungsbedingt nicht mehr gedüngt werden, besteht auch die Möglichkeit der Frühjahrsapplikation. Eingesetzt wurde in den Praxisvergleichen 1,0 Liter Mangannitrat/ha (235 g Mangan/ha) ab dem 3.-4. Blatt.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel 06623-933207

 

Beitrag vom 06. Oktober 2014

Landwirtschaftliche Hinweise zur Bodenbearbeitung nach der Maisernte

Der Befall mit dem Maiszünsler lag in diesem Jahr auf einigen Flächen über 30%; die Bedeutung des Schädlings nimmt also weiter zu. Der Falter verursacht z.B. folgende Schadbilder: Bohrlöcher am Stängel aus denen Bohrmehl quillt; oberstes Stängelglied verfärbt sich und knickt häufig ab, später kann die Pflanze unterhalb des Kolbens abbrechen; Fraß am Kolbenansatz; Larve überwintert in der Maisstoppel – deshalb Maisstoppel in jedem Fall mulchen! – alle Maisanbauer sollten dies tun! Die Chance der Larven zu überwintern, wird deutlich reduziert. In Gemarkungen mit intensiver Maisfruchtfolge ist dieser Arbeitsgang unumgänglich. Pfluglos arbeitende Betriebe müssen auf intensivste Zerkleinerung der Stoppel Wert legen! Dort wo es geht, anschließend pflügen! Stoppelbearbeitung mit Scheibenegge reicht nicht aus!

K.-H. Claus; LLH HEF/FD; Tel.:0160 90725736

 

Beitrag vom 29. September 2014

Landwirtschaftliche Hinweise zum Herbizideinsatz im Getreide

Bei den anstehenden Herbizidmaßnahmen im Wintergetreide hat die Ungrasbekämpfung höchste Priorität. Der wiederholte Einsatz von Präparaten mit gleichen Wirkstoffen kann zur Bildung von Resistenzen bei der Bekämpfung der Ungräser führen. Daher unbedingt auf einen konsequenten Wirkstoffwechsel achten! Herbizide sind, entsprechend ihrer Wirkungsweise, in verschiedene Klassen (HRAC) eingeteilt (weitere Hinweise hierzu finden Sie im Ratgeber des LLH und des Pflanzenschutzdienstes Hessen). Ein günstiger Termin für den Herbizideinsatz liegt im Auflauf der Unkräuter und Ungräser; reine Bodenherbizide wie z.B. Herold SC, Malibu oder Cadou forte müssen im VA, bis spätestens zum Spitzen, vor dem Auflaufen der Ungräser eingesetzt werden. Für die Wirkung ist ausreichend Bodenfeuchtigkeit notwendig. Ein effektives Resistenzmanagement zeichnet sich durch einen einmaligen Einsatzgehört von Sulfonylharnstoffen in einer dreijährigen Fruchtfolge aus. In Mulchsaatbetrieben mit Trespenproblemen kann dies schwierig werden. Die Planung des Herbizideinsatzes über mehrere Jahre hinweg, ist hierbei hilfreich.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

Beitrag vom 22. September 2014

Hinweise zum Winterraps

Rapsbestände die das 4-6 Blattstadium erreicht haben, können in den nächsten Tagen zur Wuchsregulierung und zur Verbesserung der Winterhärte mit Fungiziden behandelt werden. Zur Verfügung stehen u.a. die Produkte: Ampera, Caramba, Carax, Folicur, Matador, Orius, Tilmor, Toprex. Die effektivste Wirkung wird im genannten Entwicklungsstadium des Rapses erzielt. Azole können mit blattaktiven Gräsermitteln kombiniert werden; Ausfallgetreide und Ungräser sind im 3-4 Blattstadium gut bekämpfbar (bei bestocktem Getreide sind erhöhte Aufwandmengen notwendig). Auch Tankmischungen mit Runway sind möglich. Das Auftreten des Rapserdflohs weiter mittels Gelbschalen kontrollieren; Schadschwelle: 10% zerstörte Blattfläche bis zum 4. Blatt, bzw. 50 Käfer in 3 Wochen in der Gelbschale. Insektzide nur gezielt einsetzen!

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; Tel.: 0160 90725736

 

Beitrag vom 05. September 2014

Winterweizen: Sorten- und Anbauempfehlungen Herbst 2014

Viele Weizenbestände waren in diesem Jahr trotz des in einigen Sorten stark aufgetretenen Gelbrostes hervorragend entwickelt, aber die Ernte hat in unserer Region viele Nerven gekostet. Bedingt durch Starkniederschläge und anhaltende Feuchtigkeit gab es nur wenige nutzbare Erntetage. Lagernde Bestände konnten teilweise nicht mehr beerntet werden oder hatten in der Qualität stark nachgelassen. In den Landessortenversuchen werden die aktuell leistungsstärksten Sorten verglichen. Die Prüfung erfolgt neutral und unabhängig von wirtschaftlichen Interessen in den verschiedenen Ackerbauregionen Hessens. Die mehrortigen und mehrjährigen Auswertungen sollten Grundlage der Sortenentscheidung in der Praxis sein, denn es ist wichtig, die Stärken und Schwächen der Sorten abzuwägen. Gesunde, winterharte und standfeste Sorten dienen der Risikoabsicherung!

Empfehlenswerte Sorten A-Qualität: Kerubino (winterhart, früh abreifend), Asano (früh, krankheitsanfällig), Julius (winterhart, FZ-stabil, etwas später abreifend), Patras (winterhart, gesund), Meister (FZ-stabil, schwächere Winterhärte), zum Probieren RGT Reform.

B-Qualität: Colonia (mittlere Abreife, geringer anfällig gegen Ährenfusarium) Kredo, Desamo, Rumor (frühreif, gelbrostanfällig) diese Sorten sind ausreichend winterhart und weitgehend blattgesund. Probeanbau: KWS Ferrum (früher abreifend, auf Blattkrankheiten achten).

C-Qualität: Hermann (fuß- und ährengesund, anfällig gegen Gelbrost, Septoria, DTR), Elixer (etwas später reifend, DTR-anfällig, ansonsten sehr blatt- und ährengesund). Grannenweizen: Premio, Arezzo, Isengrain, Euclide. Wichtig: Gute Saatbettvorbereitung und exakte Tiefenablage, keine zu frühen Saattermine wählen!

Gabriele Käufler, Fachreferentin Marktfruchtbau, LLH, Landwirtschaftszentrum Eichhof. Tel: 06621/9228-15 oder-41

 

Beitrag vom 01. September 2014

Landwirtschaftliche Hinweise zur Gräserbekämpfung im Winterraps

Wird auflaufender Raps durch Ausfallgetreide oder andere Gräser bedrängt (vorrangig bei Mulchsaaten), sind die Gräser zügig auszuschalten. Um eine ausreichende Benetzung der blattaktiven Mittel zu gewährleisten, müssen die Gräser mindestens 2-3 Blätter ausgebildet haben. Zur Verfügung stehen u.a.: Agil S, Fusilade Max, Gallant Super, Panarex, Targa Super, Focus-Aktiv Pack.

Termine Info`s zu Sorten, PS, Greening und Halm:

Niederaula 02.09.; Sontra – Hornel 04.09.; Eiterfeld 08.9.; Bebra 10.9. jeweils 20°°

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 725736

 

Beitrag vom 29. August 2014

Sorten- und Anbauempfehlungen Herbst 2014

Winterroggen:

Gute Standfestigkeit sowie die Anfälligkeit der Sorten für Rynchosporium, Braunrost und Mutterkorn sollten bei der Sortenwahl beachtet werden. Mehrjährig ertragstreu und leistungsstark sind Brasetto und Palazzo. Visello hat von den Hybriden die niedrigste Mutterkornanfälligkeit, zeigt aber Braunrost. Zweijährig geprüft: SU Forsetti und SU Performer (ertragsstark, relativ gesund, Mutterkorn mittel) können im Probeanbau beobachtet werden. Die Populationssorten Conduct und Dukato liegen ertraglich hinter den Hybriden. Das Risiko von Mutterkorninfektionen muss schon bei der Aussaat durch die Wahl einer angepassten Saatmenge und durch exakte Tiefenablage reduziert werden.

Wintertriticale:

Neuere Sorten: Adverdo (gute Rosttoleranz, Mehltau beachten), KWS Aveo (länger im Stroh, sehr gute Kornausbildung, auf Gelbrost achten), SU Agendus (Gelbrost!). Grenado und SW Talentro haben dank Winterhärte und Standfestigkeit weiterhin Anbauberechtigung in unserer Region. Bei Talentro muss Braunrost, bei Grenado Gelbrost kontrolliert werden. Agostino (kurzstrohig, standfest, blattgesund) ist nicht ganz winterhart.

Gabriele Käufler, Fachreferentin Marktfruchtbau, LLH, Landwirtschaftszentrum Eichhof, Tel: 06621/9228-15

 

Beitrag vom 18. August 2014

Wintergerste: Sorten- und Anbauempfehlungen 2014/15

„Die beste Ernte die ich je eingefahren habe“, so haben einige Landwirte ihre Gerstenerträge in diesem Jahr beschrieben. Im Durchschnitt der hessischen Versuchsstandorte lag der Ertrag bei 97,1 dt/ha (mz) bzw. 95,8 dt/ha (zz). Bei den mehrzeiligen Sorten sind in unserer Region empfehlenswert: Lomerit, Leibniz (winterhart), Nerz (GMV-Doppelresistenz, winterhart), Saturn (frühreifend, nicht GMV-resistent), KWS Tenor (etw. spätere Reife, langstrohig, Ährenknicken) und KWS Meridian. Souleyka ist nicht sicher winterhart. Neue interessante Sorten sind KWS Keeper (GMV-Doppelresistenz, langstrohig) und Anja, beide Sorten sind standfest und ausreichend winterhart. Die Stärken der zweizeiligen Sorten liegen in der hervorragenden Kornqualität (Vermarktung, Futterqualität) und der sehr guten Standfestigkeit. Ertraglich können die Spitzensorten mit den mehrzeiligen mithalten. Empfehlenswert sind die bewährte Sandra oder auch Matros (ertragsstark, winterhart, spätreif, nicht GMV-resistent) sowie die ertrags- und qualitätsstarke California (GMV-resistent, strohstabil, etwas spätere Abreife). Nach zwei Prüfjahren: Caribic (GMV-Doppelresistenz). In diesem Jahr vor der Bodenbearbeitung kalken. Auf Schneckenbefall achten!

Gabriele Käufler, Fachreferentin Marktfruchtbau, LLH, Landwirtschaftszentrum Eichhof, Tel: 06621/9228-15

 

Beitrag vom 18. August 2014

Hinweise zur Rapsaussaat

Die Aussaat von insektizidgebeiztem Raps ist nicht mehr möglich – betrifft auch Reste aus dem vergangenen Jahr. Zur anstehenden Aussaat wird als Standardbeize das Fungizid TMTD bzw. Thiram (Schutz gegen Auflaufkrankheiten) und die Zusatzbeize DMM (Absicherung gegen Falschen Mehltau, besonders bei feuchten Bedingungen) angeboten. Frühe Aussaaten vermeiden. Auf Beizung gegen falschen Mehltau nicht verzichten. Mit dem Auflauf des Rapses Gelbschalen aufstellen, um möglichen Zuflug des Erdflohs zu kontrollieren!

Karl -Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

Beitrag vom 11. August 2014

Hinweise zur Unkrautbekämpfung im Winterraps und zur Kontrolle von Schnecken

Auswahl der Rapsherbizide an der Leitverunkrautung ausrichten. Je nach Unkrautdruck und Artenspektrum reicht evtl. eine Behandlung aus, oder es ist eine Spritzfolge (SF) notwendig. Einsatz des Wirkstoffes Clomazone hängt von den Standortbedingungen ab – rechtzeitig mit den Auflagen auseinandersetzen! Bei starkem Auftreten von Kreuzblütlern oder Raukearten erzielen clomazone-haltige Mittel (u.a. Colzor Trio, Centium 36 CS, Quantum Power) im VA bis 3 Tage nach der Saat die besten Wirkungsgrade. Als SF sind Cirrus, Centium 36 CS o.a. im VA vorzulegen; im frühen NA folgen Butisan Top bzw. Butisan / Fuego / Rapsan. Die clomazone-freie SF aus Butisan Gold im VA (breites und dichtes Unkrautspektrum incl. Storchschnabel) und Effigo ab 4. Blatt gegen Kamille, ggf. kombiniert mit einem Wachstumsregler, zeigt in Versuchen gute Ergebnisse. Gegen Rauken und Stiefmütterchen ist ab dem 6-Blatt-Raps Fox möglich. Runway, 0,2 l/ha, unterstützt u.a. gegen Mohn, Kornblume u. Kamille als Partner in SF oder TMgen. Bereits zur anstehenden Rapsaussaat Schläge auf Schnecken kontrollieren! Die Niederschläge der vergangenen Wochen halten Population auf hohem Niveau. Unter Schneckenfolien, Jutesäcken, etc. abends Getreideschrot oder metaldehydhaltiges Schneckenkorn ablegen -.morgens zeitig kontrollieren. Pflugfurche zur Saat vergräbt Schnecken und beseitigt Erntereste als Schlupfmöglichkeiten. Bei feuchten Bodenverhältnissen zur Aussaat Schneckenkorn unmittelbar nach der Saat ausbringen. Einsatz von Mesurol Schneckenkorn nur noch bis zum 19. September möglich!

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

Beitrag vom 01. August 2014

HALM: Antragsfrist 01.10.2014

Anträge auf Teilnahme am Hessischen Programm für Agrarumwelt- und Landschaftspflegemaßnahmen (HALM) können bis zum 01.10.2014 gestellt werden. Die Formulare stehen inzwischen beim Fachdienst Ländlicher Raum, Hubertusweg 19 in Bad Hersfeld zur Verfügung. Termine für die Antragsabgabe können unter Tel.: 06621/87 -2223 vergeben werden. Besonders werden die Maßnahmen Grünlandextensivierung und Ökologischer Landbau empfohlen, die Förderangebote im Bereich Ackerland sollten mit Vorsicht betrachtet werden, da Flächen, die hierüber gefördert werden, nicht zur Erfüllung der künftigen Greening-Auflagen herangezogen werden können.

Für weitere Informationen steht der Fachdienst Ländlicher Raum unter Tel.: 06621/87-2254 und -2261 zur Verfügung.

 

Beitrag vom 01. August 2014

Gülledüngung zu Raps

Die Novellierung der Düngeverordnung geht in derzeit in die entscheidende Phase der Umsetzung. Dabei scheint sich zu bestätigen, dass der Begin der Sperrfrist für die Ausbringung organischer Dünger (Gülle/Gärrest) zukünftig nach der Ernte der Hauptkultur beginnen wird. Ausnahmen soll es nur noch für Raps und Zwischenfrüchte inl. Feldgras geben. Aber auch hier wird die Ausbringung der organischen Dünger nur bis 30.9. möglich sein. Es ist deshalb sinnvoll bereits in diesem Herbst die zu erwartenden Vorgaben der neuen Düngeverordnung zu erproben. Danach kann zu Zwischenfrüchten organisch bis zu 80 kg Gesamt-N/ha (40 kg NH4-N/ha) sinnvoll gedüngt werden. Zum Raps ist diese N-Menge pflanzenbaulich zu hoch, da mit hohen N-Mengen die Gefahr des Überwachsens zunimmt und sich die Ausbildung der Frosthärte deutlich verzögert. 40 kg Gesamt-N/ha (8-12 cbm/ha Gülle/Gärrest) haben sich in den zurückliegenden Jahren bewährt.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623-933207

 

Beitrag vom 28. Juli 2014

Landwirtschaftliche Hinweise zum Kalken

Notwendige Kalkmengen richten sich nach dem Bodenuntersuchungsergebnis; Angaben sind in CaO ausgewiesen. Für optimal versorgte Schläge ist alle 3 Jahre eine Erhaltungsdüngung in Höhe von ca. 10-15 dt/ha Branntkalk bzw. 20-30 dt/ha kohlensaurem Kalk einzuplanen; sie ist notwendig um Kalkverlusten durch Auswaschung, Pflanzenentzug etc. entgegenzuwirken. Je höher der Kalkbedarf, umso wichtiger die Kalkqualität. Kohlensaure Kalke sind für alle Bodenarten geeignet. Auf schweren und mittleren Böden ist Branntkalk vorteilhaft, da er die beste Strukturwirkung erzielt. Kalkung möglichst zu kalkbedürftigen Kulturen (u.a. Raps, Gerste) einplanen. Schnelle Wirkung des Branntkalkes durch zügiges einarbeiten absichern. Zu Branntkalk keine unmittelbare Gülledüngung, sondern 2-3 Wochen später!

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD, 0160 90725736

 

Beitrag vom 23. Juli 2014

HALM-Neues Agrarumweltprogramm

Hessisches Programm für Agrarumwelt- und Landschaftspflegemaßnahmen (HALM) – so heißt der Nachfolger des HIAP. Um einen klaren Schnitt zu machen, werden sämtliche laufenden HIAP-Verpflichtungen zum 31.12.2014 durch die Wirtschafts- und Infrastrukturbank gekündigt. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, einen Antrag auf Teilnahme an HALM zu stellen, die Antragsfrist läuft bis zum 01.10.2014. Neben den bekannten Maßnahmen Ökologischer Landbau und Grünlandextensivierung werden auch verschiedene Fördermöglichkeiten für den Bereich Ackerland angeboten. Für weitere Informationen zu den einzelnen Maßnahmen und zur Vergabe von Terminen für die Antragsabgabe steht der Fachdienst Ländlicher Raum zur Verfügung

Tel.: 06621/87 -2223, -2254 und -2261 .

 

Beitrag vom 17. Juli 2014

Winterraps: Sorten- und Aussaatempfehlungen 2014/15

Voraussetzung für robuste und leistungsfähige Rapsbestände ist eine gute Wurzelaus-bildung vor Winter. Sorgfalt ist daher bei der Stroh- und Stoppelbearbeitung zu Raps geboten. In unserer Region wird mit einer zeitgerechten Aussaat zwischen dem 20. und 30. August die Grundlage für solide Bestände gelegt. Das Saatbett muss bodenwassersparend für die exakte Tiefenablage auf 1-2cm vorbereitet werden. Die Ablageexaktheit wird durch die Fahrgeschwindigkeit bei der Saat beeinflusst. Saatstärken zwischen 35 – 45 Körnern/m2 bei Hybriden (45 – 55 Kö/m2 bei Liniensorten) haben sich bewährt. Sorten mit guter Gesund-heit und Winterhärte sichern den Erfolg des Anbaus ab.

Geeignete Liniensorten:

Adriana (hoher Ölgehalt),

NK Grandia bei frühem Saattermin (reift etwas später ab).

Bewährte Hybridsorten:

Sherpa (Visby-Genetik mit höheren Ölgehalten),

PR46W20 (hohe Ölgehalte),

Visby, NK Technik (beide mittlere Ölgehalte, auch für spätere Saattermine),

Genie (hohe Ölgehalte).

Avatar (hoher Ölgehalt, nicht auf schwachen Standorten).

Gabriele Käufler, Fachreferentin Marktfruchtbau, LLH, Landwirtschaftszentrum Eichhof Tel: 06621/9228-15

 

Beitrag vom 17. Juli 2014

Nach der Rapsernte zunächst keine Bodenbearbeitung durchführen

Die unvermeidbaren Verluste können bei Raps mehrere 1000 Körner/qm betragen. Diese können bis zu 10 Jahre keimfähig bleiben, wenn sie nach der Ernte in den Boden eingearbeitet nicht zum Keimen kommen. Erhöhte Bestandesdichten, ertragsschwächere Altsorten oder ungleiche Abreife verringern dann die zukünftigen Rapsernten. Deshalb sollte die erste, möglichst flache, Stoppelbearbeitung erst nach dem ersten Auflaufen der Ausfallsamen erfolgen. Noch besser wäre, auch unter phytosanitären Gesichtspunkten, das umgehende Mulchen der Rapsstoppeln. Dies fördert das Auflaufen von Ausfallraps noch um rund ein Drittel im Vergleich zur unbearbeiteten Fläche.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623-933207

 

Beitrag vom 10. Juli 2014

Planung und Durchführung der organischen Herbstdüngung

Der nasse Herbst 2013 hat gezeigt wie wichtig es ist, dass die organische Herbstdüngung rechtzeitig geplant und durchgeführt wird. Folgende Eckpunkte sollten, um einen pflanzenbaulich und wirtschaftlichen sinnvollen Einsatz der organischen Dünger zu gewährleisten, berücksichtigt werden:

Gülle, BG-Substrat und Festmist sollten auf Ackerland nur bis 1.Oktober eingesetzt werden. Ende Okt./Anf. Nov, sollten die noch auszubringenden org. Dünger zunächst (wenn notwendig) auf Grünlandflächen in, bevorzugt jedoch auf Grünland außerhalb von Wasserschutzgebieten ausgebracht werden.

Zur Rapsaussaat ist eine org. Düngung mit etwa 40 kg Gesamt-N/ha (8-10 cbm Gülle, 200 dt/ha Festmist) sinnvoll.

Zu den Getreideherbstsaaten muß im Allgemeinen keine org. Düngung eingeplant werden. In Ausnahmefällen (erhöhte Strohmengen) kann Wintergerste, derzeit noch, organisch mit etwa 40 kg Gesamt-N/ha (8-10 cbm Gülle) gedüngt werden.

Die dann noch zur Verfügung stehende Gülle kann mit bis zu 80 kg/ha Gesamt-N (40 kg NH4-N) zu Zwischenfrüchten gedüngt werden. Die hier eingesetzten organischen Düngenährstoffe können bei der Düngung der Sommerkulturen (z.B. Mais, S-Gerste, Hafer) voll angerechnet werden. Ist der Anbau von Legominosen (Erbsen, Ackerbohnen u.ä.) geplant, dann sollten auf dissen Flächen zwar Zwischenfrüchte angebaut, diese aber nicht organisch gedüngt werden.

Dr. W.G.Gebauer, AGLW, Tel.: 06623-933207

 

Beitrag vom 07. Juli 2014

Landwirtschaftliche Hinweise zum Jakobskreuzkraut

Auf extensiv genutztem Grünland, an Weg- und Straßenrändern sowie auf Brachflächen steht z. Zt. das Jakobskreuzkraut in der Blüte. Da es v.a. für Pferde giftig ist, sind Flächen, die für die Beweidung mit Pferden oder zu Pferdeheu genutzt werden, besonders zu kontrollieren. Eine Bekämpfung zur, besser noch vor der Blütenbildung, erfolgt durch Ausreißen der Pflanzen und einer gesonderten Entsorgung (nicht kompostieren!) – den Wurzelstock möglichst entfernen! Darauf achten, dass keine Samen gebildet werden! Eine chemische Bekämpfung macht nur im Frühjahr Sinn. Die Pflanze kann mit anderen derzeit gelb blühenden Pflanzen, wie Rainfarn, Johanniskraut, Wiesenpippau, Gänsedistel o.a. verwechselt werden. Weitere Hinweise unter:

http://www.llh-hessen.de/pflanzenproduktion/gruenland-futterbau-landschaftspflege.html

K-H. Claus; LLH HEF/FD; 0160 90725736.

 

Beitrag vom 04. Juli 2014

Abfrierende Zwischenfrüchte: Anbau, Saatzeit und Saatmenge

Eine gute Hächselqualität und eine gleichmäßige Stroh- und Spreuverteiung sind wichtige Grundlagen um gute, unkrautunterdrückende, bodenstrukturverbessernde, nährstoffbindende und errosionsbegrenzende Zwischenfrüchte bzw. Zwischenfruchtmischungen zu etablieren. Bei früher Ernte führt eine erste Stoppelbearbeitung zum Auflaufen des Ausfallgetreides und zum Schutz des Bodens vor Verdunstung. Bei später Ernte sind Zwischenfrüchte aber möglichst sofort, d.h. noch während der Keimruhe des Ausfallgetreides zu sähen. Zu den preiswertesten Zwischenfrüchten (nicht in Rapsfruchtfolgen) gehören

  • Gelbsenf (Saat Ende Aug/Anf. Sep mit 18-20 kg/ha, Wurzeltiefe bis 1,5 m) und
  • Ölrettich (Saat Ende Juli/August mit 20-25 kg/ha Wurzeltiefe bis 2 m).

Preiswert ist auch

Phacelia (Saat Aug mit 10 kg/ha Wurzeltiefe bis 1,2 m, hoher Feinwurzelanteil).

Etwas teurer sind Mischungen (Saat Juli/Aug). Sie haben aber den Vorteil, dass unterschiedlich tiefe Bodenschichten (bis 2m) intensiv durchwurzelt und eine bessere Krümelstabilität erreicht wird.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623/933207

 

Beitrag vom 13. Juni 2014

Landwirtschaftliche Hinweise zum Vorratsschutz

Vorratsschädlinge wie Kornkäfer, Motten oder Milben verursachen in lagerndem Getreide erhebliche Schäden und Qualitätsverluste. Vor der Einlagerung der neuen Ernte besonders Ritzen, Ecken u. Fugen der Läger mit Besen und Industriestaubsauger gründlich reinigen, um möglichst alle Schädlinge zu erfassen. Ein geringer Ausgangsbefall kann zu einer Totalverseuchung der neuen Ernte führen. Vorhandenes Altgetreide nicht mit der neuen Ernte vermischen, sondern verfüttern bzw. auslagern. Eine zusätzliche chemische Behandlung der leeren Speicherräume schafft weitere Sicherheit vor Schädlingen: Bei der Behandlung der Lagerräume sind alle Flächen, Ritzen und Winkel sowie die benutzten Maschinen, Geräte und Fördertechnik gründlich zu benetzen; für Leerraumbehandlungen K-Obiol EC 25 verwenden. Befallenes Getreide beim Umlagern mit K-Obiol EC 25 oder mit Actellic 50 behandeln.

Karl-Heinrich Claus; LLH HEF/FD; 0160/90725736

 

Beitrag vom 13. Juni 2014

Nachbehandlungen gegen Unkräuter und Ungräser im Silomais

Bei Nachttemperaturen über 10(15) Grad Celsius können mit Arrat 200g/ha + Dash 1,0 l Zaun- und Ackerwinde sowie Disteln bekämpft werden. Knötericharten, Gänsefuß, Melde, Amarant und Kamille werden miterfasst. Sind zudem noch Behandlungen gegen Gräser (Quecke, Flughafer, Hühnerhirse, Borstenhirse) notwendig, können bis zum 8-Blattstadium des Maises Gräsermittel, z.B. Motivell Forte, Kelvin, Milagro zugemischt werden – unbedingt auf die Sortenverträglichkeit achten! Disteln, Kamille sowie Durchwuchskartoffeln können bis zum 8-Blattstadium mit 0,35 l/ha Effigo ausgeschaltet werden; der Zusatz von Additiven (z.B. 1,0 l/ha Dash) verbessert die Wirkung. Gegen Nachtschatten erreicht u.a. der Elumis –Peak – Pack (1,25 l/ha Elumis + 20 g/ha Peak) gute Wirkungsgrade. Bei Storchschnabel eine Tankmischung aus Callisto und CertrolB/ B235 einsetzen. Bei hohen Temperaturen, Anwendungen in die Abendstunden verlegen!

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

Beitrag vom 23. Mai 2014

Landwirtschaftliche Hinweise zur aktuellen Situation im Getreide

Nach wie vor ist eine intensive Kontrolle von Weizen- Roggen- und Triticalebeständen auf Rosterkrankungen erforderlich! Bei noch ausstehenden Abschlußbehandlungen in Roggen und Triticale unbedingt auf rostsichere Wirkstoffkombinationen achten u.a.: Skyway Xpro, Acanto + Alto, Seguris + Amistar Opti, Adexar + Diamant; möglich ist auch der Einsatz reiner Azolpräparate wie Alto, Folicur oder Orius. Auch im Weizen bei Folge- bzw. bei Erstbehandlungen auf rostsichere Wirkstoffe achten! Fusarium: grundsätzlich ist immer von einem erhöhten Risiko auszugehen, wenn Weizen o. Triticale pfluglos nach Mais, nach Erbsen oder Weizen bestellt wurden u./o. anfällige Sorten z.B.Tobak, Ritmo, Smaragd, Inspiration ausgesät wurden. Um das Risiko einer Infektion zu reduzieren Behandlung in der Blüte einplanen.

LLH HEF/FD; Karl-Heinrich Claus, 0160 90725736

 

Beitrag vom 20. Mai 2014

Landwirtschaftliche Hinweise zur Beseitigung von Spätverunkrautung im Getreide

Winterweizen hat meist das Stadium 37-39 erreicht. Je nach Zulassung können noch letzte Unkräuter und Disteln bekämpft werden. Eine nachhaltige Bekämpfung wird nur dann erzielt, wenn Maßnahme bei einer Distelgröße von 15-20 cm erfolgt: – MCPA-Mittel (U46 M) – bis EC 39 in allen Getreidearten; – Ariane C (auch gegen Mohn, Kornblume, Kamille, Klette u.a. bis EC 39 ebenfalls in allen Getreidearten (Aufwandmenge flexibel – abhängig von Unkrautgröße). Breit wirksam bis BBCH 39 sind Kombinationen aus U46 M + Pointer SX (Distel, Kamille, Mohn u.a.) oder Pointer SX + Tomigan (Kamille, Klette, Hundspetersilie). Tankmischungen mit Fungiziden möglich. Dreifachmischungen mit Wachstumsreglern aus Gründen der Verträglichkeit vermeiden.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

Beitrag vom 09. Mai 2014

Herbizideinsatz im Mais

Der erste Mais ist aufgelaufen; Niederschläge sorgen dafür, dass sich auch Unkräuter u. Ungräser zügig entwickeln. Die besten Bekämpfungserfolge sind bei kleinen Unkräutern zu erzielen – im 1-4 Blattstadium des Maises! Nach längeren Niederschlägen erst behandeln, wenn 1-2 warme sonnige Tage für eine stärkere Wachsschicht der Maisblätter gesorgt haben – ansonsten ist mit Blattaufhellungen und Schädigungen wegen zu starker Wirkstoffaufnahme zu rechnen. Keine tau- bzw. regennassen Maispflanzen behandeln. Auch kältegeschädigte Pflanzen müssen sich erst erholen. Grundsätzlich auf eine gute Blatt- und Bodenwirkung der Mittel achten. Je größer das Unkraut und je später die Behandlung erfolgt, umso bedeutender ist der blattaktive Wirkstoffanteil der Herbizidmaßnahme. Sind keine Ungräser vorhanden, Gräserkomponente weggelassen – dies reduziert den Stress für die kleinen Maispflanzen.

Karl-Heinrich Claus; 0160 90725736

 

Beitrag vom 25. April 2014

Landwirtschaftliche Hinweise zur Situation im Winterweizen und Triticale

Weiter auf Gelbrost achten! Bei Befall umgehend behandeln! Im WW sind Sorten wie z.B. Akteur, Matrix, JB Asano, Kerubino, im Triticale u.a. Sorten wie Grenado, Mikado, KWS Aveo, Talentro anfällig. Der Befallsdruck mit anderen Krankheiten ist bislang gering. In diesen Fällen Fungizide bis EC 37-39 hinauszögern; breit wirksame Kombinationen (z.B. Adexar, Aviator Xpro + Fandango, Seguris + Amistar Opti, Input Xpro + Credo, Champion + Diamant) gewährleisten dann einen langfristigen Schutz von ca. 21-25 Tagen bis zur abschließenden Ährenbehandlung. Wurden bereits Behandlungen im Stadium 32/34 gegen Gelbrost gefahren besteht momentan kein Handlungsbedarf. Anschlußbehandlungen sind dann ebenfalls in 37/39 einzuplanen.

Karl-Heinrich Claus; 0160-90725736

 

Beitrag vom 17. April 2014

Landwirtschaftliche Hinweise zur Blütenbehandlung im Winterraps

In diesen Tagen erreichen viele Rapsbestände die Vollblüte; sofern eine Blütenspritzung vorgesehen ist, sollte sie jetzt (50-60 % der Blüten am Haupttrieb sind geöffnet, erste Blütenblätter fallen herab) erfolgen – nur dann ist die volle Wirksamkeit der eingesetzten Fungizide sichergestellt; Behandlungen zum Blühbeginn sind Kompromisslösungen! Die Maßnahme erfolgt vorbeugend und dient vorrangig der Bekämpfung der Weißstängeligkeit (Rapskrebs). Bei der Auswahl der Fungizide zwischen fett- und wasserlöslichen Wirkstoffen unterscheiden – fettlösliche sind zu bevorzugen. Vor einer Behandlung nochmals auf Schädlinge kontrollieren. Befall mit Kohlschotenrüssler liegt z.Zt. meist unter der Schadschwelle – Kontrolle nicht nur im Randbereich, sondern auch im Bestand durchführen! Rapsglanzkäfer ist zu diesem Termin i.d.R. nicht mehr bekämpfungswürdig; Schadschwelle der Kohlschotenmücke im Bestand nur sehr schwierig zu ermitteln. Deshalb kein prophylaktischer Insektizideinsatz in die Blüte! Sofern doch Insektizide eingesetzt werden müssen, darauf achten, dass die Tankmischungen B4 – also bienenungefährlich- bleiben! Behandlungen abends durchführen; dies hat auch den Vorteil, dass die Pflanzen elastischer sind. Wassermenge 300-400 l/ha. Plane/Tuch unter Schlepper und PS-Spritze anbringen. Geplante Maßnahme rechtzeitig mit ortsansässigen Imkern absprechen! Auch Imker, die Bienen in der Nähe von Rapsschlägen stehen haben, sollten rechtzeitig den Kontakt mit den Landwirten suchen!

LLH HEF/FD Karl-Heinrich Claus, 0160 90725736

 

Beitrag vom 11. April 2014

N-Bedarf von Wintergerste und Winterweizen

In der zurückliegenden Woche wurden die Nitratkonzentration am Stängelgrund zahlreicher Weizen- und Gerstenbestände untersucht, um die Stickstoffversorgung der Pflanzen im Hinblick auf die Höhe der 2. N-Gabe zu ermitteln. Dabei zeigten sich die Bestände gut mit Stickstoff versorgt. Lediglich zwei mit SSA (langsam wirkend) angedüngte Bestände wiesen eine etwas geringere Nitratkonzentration im Pflanzensaft auf. Aber auch hier bestünde ein N-Düngebedarf von nur 50 N kg/ha. Alle anderen Bestände, die mit 40-60 kg N angedüngt wurden, waren so gut mit N versorgt (EC 31), dass derzeit ein N-Düngebedarf von lediglich 40-30 kg N/ha besteht. Trotz ausreichender N-Versorgung haben jedoch einige Gerstenbestände die Triebzahl übermäßig reduziert. Dies dürfte auf sandigeren Standorten vielfach auf Wassermangel, auf tonigeren Standorten auch auf eine Dichtlagerung der Böden (fehlender Frost) zurückzuführen sein.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623-933207

 

Beitrag vom 04. April 2014

Getreide- und Silomaisdüngung

Nach einem frühen Wachstumsbeginn entwickeln sich die Gersten- und z.T. auch die Weizenbestände derzeit, je nach Standort und Termin der 1. N-Gabe recht unterschiedlich, da auch der Nährstofftransport aufgrund der fehlenden Niederschläge eingeschränkt ist. Wurde die 1. N-Gabe Ende Februar mit etwa 40 kg N/ha ausgebracht, könnte jetzt eine 2. N-Gabe folgen, die jedoch, da keine größeren Niederschläge vorausgesagt werden, 35-40 kg N/ha nicht überschreiten sollten. Wurde bereits Gülle gedüngt sollte die mineralische N-Gabe auf 27-35 kg N/ha begrenzt werden. Bei anhaltender Trockenheit kann auch eine Blattdüngung mit 10 kg Harnstoff, 250 g Mangan, 40 g Bor und ggf. 5 kg Bittersalz pro ha zur Förderung des Blatt- v.a. aber auch des Wurzelwachstums sinnvoll sein, da auf vielen Standorten unterhalb der Spatentiefe noch ausreichend Bodenfeuchtigkeit, jedoch durch Auswaschung (Frühwinter) bzw. Fixierung (Trockenheit) wenig Nährstoffe vorhanden sind.

Die organische Düngung zu Mais sollte, je nach Ertragsziel und Nährstoffgehalt des Düngers bei 20-25 cbm Rindergülle, oder 15-20 cbm Biogassubstrat bzw. 20-25 t Festmist pro ha (1 cbm ~ 1 t) liegen. Dabei kann die zu einer Zwischenfrucht gegebene organische Düngung mit eingerechnet werden. Insgesamt benötigt der Mais je dt TM-Ertrag etwa 0,75 kg N (Durchschnittsertrag 2010-13 rund 160 dt TM/ha). Bei der mineralischen Ergänzung sollten etwa 1,5 dt ASS/ha (S!), bei deutlich unter 20 mg Phosphat/100 g Boden zusätzlich etwa 2 dt 18/46 eingeplant werden. Werden beide Dünger eingesetzt ist die org. Düngung entsprechend zu reduzieren.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623-933207

 

Beitrag vom 31. März 2014

Landwirtschaftliche Hinweise zum Einsatz von Wachstumsreglern (WR)

Je nach Standort und Aussaatzeitpunkt befinden sich einige Wintergersten Ende Bestockung/Anfang Schossen. Um eine ausreichende Standfestigkeit sicherzustellen, ist ein früher WR-einsatz im EC 31-32 wichtig. In der Wintergerste bieten sich Moddus/Calma/Countdown oder Medax Top an. Aufwandmengen an Standort und Sorte anpassen; Mischungen aus den genannten Produkten und Cerone nur bei gesicherter Wasserversorgung einsetzen. Ein Einsatz von Fungiziden ist derzeit nicht notwendig. Roggen und Triticale befinden sich meist im EC 27-29. Aufwandmengen der WR sortenabhängig variieren (0,6 – 1,2 l/ha CCC); bei weniger standfesten Sorten Folgebehandlung im EC 32-37 einplanen. Im Winterweizen sind frühe Saaten i.d.R. gut entwickelt; Bestände in EC 27-29 mit 0,6-1,0 l/ha CCC behandeln. Spätere Saaten sind im EC 23-35; in diesen Beständen kann durch CCC – Gabe Bestockung angeregt werden.

Karl-Heinrich Claus; 0160 90725736

 

Beitrag vom 24. März 2014

Landwirtschaftliche Hinweise zur Unkrautbekämpfung in Körnerleguminosen

Oberster Grundsatz ist es, die Bestände frei von Unkraut und Ungras zu halten; für die VA – Anwendung stehen in Erbsen und Ackerbohnen u.a. die Präparate Stomp Aqua, Boxer und Bandur zur Verfügung. Aufgrund von Wirkungslücken der Einzelprodukte sind Tankmischungen sinnvoll. Behandlungen im VA bis 5 Tage nach der Saat durchführen. Sichere Wirksamkeit und Verträglichkeit nur bei rückverfestigtem Boden und ausreichender Bodenbedeckung der Saat gewährleistet. Im NA steht in Ackerbohnen nur Basagran, vorteilhaft ist ein Splitting von 2x 0,8-1,0 l/ha, ab dem Auflaufen der Unkräuter zur Verfügung. In Erbsen hat sich im NA, bei 5 -10 cm Erbsenhöhe, dieTM Basagran + Stomp bewährt. In Lupinen nur VA möglich: Stomp, Boxer, Gardogold oder eine Mischung aus Boxer + Stomp; in Gelben Lupinen ist nur Lentagran WP ab dem 3. Blatt möglich.

LLH HEF/FD Karl-Heinrich Claus; 0160 90725736

 

Beitrag vom 17. März 2014

Landwirtschaftliche Hinweise zum Herbizideinsatz im Wintergetreide

Bekämpfung von Ungäsern so früh wie möglich durchführen. In Wintergerste kommt für die Bekämpfung von Windhalm- und Ackerfuchsschwanz vorrangig Axial 50 EC in Betracht – auch gegen Weidelgras u. Flughafer wirksam, aber keine Trespenwirkung! Bei verhaltenem Gräserdruck kann auch Ralon Super (Wirkungsschwerpunkt Ackerfuchsschwanz) eingesetzt werden. Einsatz bei frostfreien und wüchsigen Bedingungen. Weizen und Triticale: beim Einsatz von Bodenherbiziden (u.a. Attribut, Caliban Duo/Top, IPU/CTU Produkte) ist auf ausreichende Bodenfeuchtigkeit und den Entwicklungsstand der Ungräser zu achten: bei mehr als 3 Blättern ist kein befriedigender Wirkungsgrad mehr zu erwarten; dann vorrangig blattaktive Mittel, z.B. Atlantis, Broadway, Axial, Traxos oder Ralon Super einsetzen.

PS-Info: Frühjahrsempfehlungen am 19.3., 20°° Schenklengsfeld „Zur Linde“

Karl-Heinrich Claus; 0160 90725736

 

Beitrag vom 14. März 2014

Grünlandnachsaattermin und -technik

Beste Erfolgsaussichten für die Nachsaat sind gegeben, wenn es warm genug ist (>8°C für die Keimung von Dt. Weidelgras), die Altnarbe wenig Konkurrenz ausübt und das Wasser reicht. Am ehesten sind diese Bedingungen nach dem ersten oder nach dem zweiten Schnitt erfüllt: dann ist es warm, die Altnarbe befindet sich in ihrer „Mittsommerdepression“ und für die meisten Standorte ist ein Regenmaximum in den Monaten Juni/Juli zu erwarten. Auch die Technik muss passen: Grassamenstreuer eignen sich für die vorbeugende Übersaat, Direktsaatgeräte und Saatstriegel für die Narbenreparatur. Schlitzgeräte bringen gute Ergebnisse in offenen Narben. Narbenfilz muss beseitigt werden. Notfalls durch mehrfaches Striegeln, ggf. mit Abräumen des Striegelgutes. Weitere Informationen unter www.llh.hessen.de.

Dr. Richard Neff, LLH Eichhof, Tel.: 06621/9228-14

 

Beitrag vom 10. März 2014

N-Düngung zu Raps und Getreide

Raps hat die erste N-Düngergabe erhalten. Die 2. Teilgabe sollte vor Begin des Längenwachstums, im Allgemeinen also bis zum Ende des Monats folgen. Die Höhe dieser Gabe ergibt sich, wenn von der zu düngenden Gesamt N-Menge (realistisches Ertragsziel in dt/ha mal 3,6) die 1. N-Gabe abgezogen wird. 34 % der untersuchten Rapsbestäde waren vor Winter unterdurchschnittlich entwickelt. Hier sollte das Ertragsziel vor der 2 N-Gabe kritisch beurteilt werden. Neben Stickstoff benötigt der Raps etwa 1 kg Schwefel pro dt.

Bei Winterweizen (319 Pflanzen/qm) und –gerste (mz 294 Pfl/qm) wurden in zurückliegenden Herbst im Mittel deutlich zu hohe Bestandesdichten ermittelt (Weizensaat bis Anf. Nov.). Die gezählten 2-zeiligen Gerstensorten (276 Pfl/qm) wiesen hingegen eine optimale Bestandesdichte auf. Da das Schossen bei frühen Sorten erst um den 10. April (13 Stundentag) und bei den späteren Sorten erst um den 20. April (14 Stunden Tag) beginnt, bleiben jetzt noch 4-5 Wochen für die weitere Bestockung der Pflanzen. Eine frühe und hohe 1. N-Gabe führt deshalb zu unerwünscht dichten, im Ertrag häufig enttäuschenden Beständen. Die Höhe der 1.N-Gabe hängt bei Getreide auch von den verfügbaren N+S Düngern ab. Günstig wäre derzeit eine N-Düngung mit 1,5 dt/ha ASS. SSA (1 dt/ha) sollte jetzt besser als 1b Gabe eingeplant und die 1. N-Gabe mit 1,5 dt/ha KAS durchgeführt werden. Wurden bereits höhere N-Gaben gedüngt, muß bei dichten Beständen die 2.N-Gabe möglichst verzögert werden.

Wird mineralisch angedüngt, sollte insbesondere bei dichten Beständen mit einer Gülledüngung zum Getreide noch etwas gewartet werden.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623-933207

 

Beitrag vom 03. März 2014

An die Erfüllung der bestehenden Cross Compliance Vorschriften denken!

Folgende Dokumentationen müssen bei einer Cross Compliance Kontrolle u. a. vorliegen: Nährstoffvergleiche mit Salden der letzten sechs Düngejahre für Phosphat und der letzten 3 Düngejahre für Stickstoff. Phosphat-Bodenprobeergebnisse (nicht älter als 2008) für alle Schläge ab 1 ha. Aktuelle N-min Werte. Nährstoffgehalte der eingesetzten Wirtschaftsdünger. Humusbilanzen bei nur ein oder zwei Kulturen in der Fruchtfolge. Aufzeichnungen der Pflanzenschutzmittelanwendungen. Nachweis über die Sachkunde und Prüfplakette der Pflanzenschutzgerätekontrolle. Evtl. Nachweis der Fremdleistung von Pflanzenschutzmittelanwendungen. Bei Klärschlammaufbringung entsprechende Aufzeichnungen.

FD LäRa, Sachgebiet Landwirtschaft und Forsten, Tel.: 06621-87-2233

 

Beitrag vom 03. März 2014

Landwirtschaftliche Hinweise zum Kontrolle Rapsschädlinge und Terminhinweise

Sofern noch nicht geschehen sollten in den nächsten Tagen unbedingt Gelbschalen aufgestellt werden, um den Zuflug von Rapsschädlingen verfolgen zu können! Geschützte Waldrandlagen sowie Südhanglagen werden i.d.R. früher angeflogen als offene Lagen. Schadschwellen: Stängelrüssler: 5-10 Käfer, Kohltriebrüssler: 10 Käfer (jeweils/Gelbschale innerhalb von 3 Tagen). Sofern Sie bei Kontrollen in den Gelbschalen nur Rüsselkäfer finden, kann deren Bekämpfung mit Pyrethroiden der Klasse 2 erfolgen. Sofern Sie jedoch auch Rapsglanzkäfer in nennenswerter Zahl finden, ist ein Pyrethroid Klasse 1 einzusetzen.

Infoveranstaltungen Frühjahrsempfehlungen: 12.3. Bebra –„Zur grünen Aue“; 19.3. Schenklengsfeld „Zur Linde“ jeweils 20°° Uhr.

Karl-Heinrich Claus; LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

Beitrag vom 14. Februar 2014

Gülledüngung auf Grünland

Die Nährstoffausnutzung im ausgehenden Winter auf Grünland ausgebrachter Gülle ist meist besser als bei der Düngung der Nachtriebe im Sommer. Doch zeitige Düngung birgt auch Risiken! Besonders Auelagen sind dann noch nicht ohne Bodenverdichtung befahrbar. Der so verursachte Sauerstoffmangel im Oberboden begünstigt Verdichtungszeiger wie den Kriechhahnenfuß oder auch die Großen Ampferarten. Ganz besonders profitiert aber die flach wurzelnde Gemeine Rispe. Ihr Futterwert ist gering, bei Trockenheit fällt sie nahezu vollständig aus und sie ist Hauptbestandteil des sog. Rasenfilzes, der Nachsaaten oft scheitern lässt. Frühjahrsgülle daher auf nicht tragfähigen Böden vermeiden. Gülle darf nur ausgebracht werden, wenn der Boden aufnahmefähig, d.h. nicht wassergesättigt und nicht tief gefroren ist. Einzelgaben sollten nicht größer sein als 20 m³ je Hektar.

Dr. Richard Neff, LLH Eichhof, 06621/9228-14

 

Beitrag vom 07. Februar 2014

Grünlandnachsaat und Sorten

Der Siloschnitt verdrängt wertvolle Gräser, besonders das Dt. Weidelgras. Auf wechselfeuchten Standorten kann Bodenverdichtung den Prozess noch beschleunigen und Arten wie Gemeine Rispe und/oder Kriechhahnenfuß einseitig stark begünstigen. Ertrags- und Qualitätsminderung durch lückige oder auch verfilzte Narben sind oft die Folge. Wirksame Gegenmaßnahme kann vorbeugende Über- oder gezielte Nachsaat sein. Bester Termin dafür ist die Zeit nach dem Siloschnitt. Wo Narben über den Winter geschädigt wurden, gilt es früh zu handeln, wenn die Flächen befahrbar sind. Grundsätzlich gilt: Übersaaten mit 5 kg/ha, Nachsaaten mit 20 kg/ha mit reinem Dt. Weidelgras (Nachsaatmischung GV). Schlitzgeräte bei offenen Narben, Striegel bei Narbenfilz. Einsatz geeigneter, empfohlener Sorten (Rotes Qualitätssiegel). Siehe auch www.llh.hessen.de.

Dr. Richard Neff, LLH Eichhof, 06621/9228-14

 

Beitrag vom 31. Januar 2014

Anbau von Sommerungen

Sommergetreide und Körnerleguminosen sind im Vergleich zu Winterungen mit geringerem Einsatz an Produktionsmitteln zu erzeugen: Der N-Düngebedarf ist niedriger bzw. entfällt bei Körnererbsen, Ackerbohnen und Lupinen ganz. Blattkrankheiten sowie Ungrasdruck spielen in diesen Kulturen normalerweise keine große Rolle. Auch in den Folgefrüchten sinkt der Krankheitsdruck und der Ertrag steigt. Insgesamt haben Leguminosen und Hafer positive Vorfruchtwirkungen, die sich auf rund 200€ je Hektar summieren. Außerdem können durch den Anbau von Sommerkulturen betriebliche Arbeitsspitzen gekappt und die Maschinen besser ausgelastet werden. Werden diese Punkte in die Kalkulation einbezogen, dann gewinnen Sommerungen an relativer Vorzüglichkeit. Wichtig für einen erfolgreichen Anbau dieser Arten ist, dass die Aussaat frühzeitig erfolgt um eine gute Frühjahrsentwicklung sicher zu stellen. Saatgut der gewünschten Sorten sollte umgehend geordert werden. Erträge 2013 (HEF): Hafer 70 dt/ha, Erbse 63dt, Ackerbohne 51 dt. Sorten- und Anbauempfehlungen erhalten Sie bei den LLH-Beratern oder vom LZ Eichhof.

Gabriele Käufler 06621/922815

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