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Situation Juni-August

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Beiträge aus dem Jahr 2011

November 2011

Anbaustrukturen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg (21.11.2011)

Oktober 2011

Landwirtschaftliche Hinweise zur Gräserbekämpfung im Raps (31.10.2011)

Bodenbearbeitung nach der Maisernte (24.10.2011)

September 2011

Wuchsregulierung im Winterraps (25.09.2011)

Landwirtschaftliche Hinweise zum Herbizideinsatz im Getreide (19.09.2011)

Sortenwahl Triticale und Winterroggen (12.09.2011)

Aussaatstärken (05.09.2011)

Landwirtschaftliche Hinweise zur Gräserbekämpfung im Winterraps (05.09.2011)

August 2011

Sortenwahl Wintergerste und Winterweizen (25.08.2011)

Organische Düngung im Herbst 2011 (22.08.2011)

Landwirtschaftliche Hinweise zur Unkrautbekämpfung in Winterraps (15.08.2011)

Zwischenfrucht zur Mulchsaat (08.08.2011)

Landwirtschaftliche Hinweise zum Umgang mit Ausfallraps (08.08.2011)

Hinweise zur Sortenwahl bei Winterraps (01.08.2011)

Juli 2011

Hinweis zur Sikkation von Winterraps (25.07.2011)

Nährstoffe der Gülle konservieren (15.07.2011)

Zwischenfrucht zur Futternutzung (15.07.2011)

Nährstoffverluste bei der Gülleausbringung I. (08.07.2011)

Nährstoffverluste bei der Gülleausbringung II. (08.07.2011)

Juni 2011

Vorratsschutz – Neue Ernte sicher einlagern (20.06.2011)

Landwirtschaftliche Hinweise zur Pflege von Feldrändern (10.06.2011)

Spätester Blühflächenaussaattermin verlegt (01.06.2011)

Mai 2011

Ährendüngung zu Weizen? (27.05.2011)

Blühflächenansaat bis 31.05.2011 (13.05.2011)

Landwirtschaftliche Hinweise zur Blütenbehandlung im Winterraps (02.05.2011)

April 2011

Spurennährstoffdüngung im Frühjahr (15.04.2011)

Herbizideinsatz in Wintergetreide, Wuchsregulierung und Insektizideinsatz im Raps (04.04.2011)

Organische Düngung zu Silomais (04.04.2011)

Hinweise zur Maisbestellung (04.04.2011)

März 2011

Wildschweinschaden auf Grünland reparieren 2011 (25.03.2011)

Nmin-Gehalte im Frühjahr 2011 (21.03.2011)

Landwirtschaftliche Hinweise zu möglichen Umbrüchen von Raps und Wintergetreide (21.03.2001)

Organische Düngung im Frühjahr 2011 (14.03.2001)

Landwirtschaftliche Hinweise zum frühen Herbizideinsatz im Getreide (14.03.2011)

Mulch-/ Direktsaatverfahren (MDM) (01.03.2011)

Landwirtschaftliche Hinweise zu Neuzulassungen bei Herbiziden für das Frühjahr 2011 (01.03.2011)

Beitrag vom 21. November 2011

Anbaustrukturen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Im Jahr 2011 wurden rund 1.800 ha Mais im Landkreis Hersfeld-Rotenburg angebaut, was einem Anteil von 8 % der Ackerfläche entspricht. Der Getreideanbau nahm mit 14.700 ha (65 %) den Spitzenplatz ein, gefolgt vom Raps mit 3.130 ha (14 %). Eiweißpflanzen (Erbsen, Bohnen und Lupinen) spielten mit 280 ha (1,2 %) nur eine unwesentliche Rolle. Im Vergleich zu den Anbaustrukturen im Jahr 2005 ist festzustellen, dass der Anteil des Getreideanbaus nahezu unverändert geblieben ist, während beim Raps eine Steigerung um 500 ha und beim Mais um 600 ha zu verzeichnen ist. Dagegen ist der Anbau von Eiweißpflanzen um 300 ha zurückgegangen. Die deutlichste Veränderung ist bei den Stilllegungsflächen zu beobachten: Waren im Jahr 2005 noch 2.200 ha Ackerflächen aus der Produktion genommen, sind es im Jahr 2011 noch 1.060 ha.

Herr Krenzer, Tel.: 06621/ 87-6223

 

Beitrag vom 31. Oktober 2011

Landwirtschaftliche Hinweise zur Gräserbekämpfung im Raps

Als Alternative zu blattaktiven Mitteln, bietet sich zum Vegetationsende bis Ende Dezember Kerb Flo bzw. Groove zur Bekämpfung von Ungräsern im Raps an. Das Präparat ist vor allem bei spät, und in Wellen auflaufenden Ungräsern, zu empfehlen; treten Trespen und Ackerfuchsschwanz auf, hat Kerb Flo durch seine lang anhaltende Bodenwirkung Vorteile; dies sichert die Bekämpfung auch von über den Winter hinweg keimenden Gräsern. Aufwandmenge: 1,25 – 1,8 l/ha. Für eine gute und anhaltende Wirkung müssen die Temperaturen, auch am Tag, dauerhaft unter 10°C sinken. Kerb Flo gehört nicht zur Wirkstoffgruppe der blattaktiven Mittel; daher ist das Produkt im Rahmen der Resistenzvorbeugung auf Fuchsschwanzstandorten interessant.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD;  0160 90725736

 

Beitrag vom 24. Oktober 2011

Bodenbearbeitung nach der Maisernte

Der Maiszünsler hat sich mittlerweile in hiesiger Region flächendeckend etabliert. Schadbilder: am Stängel runde Bohrlöcher aus denen Bohrmehl quillt; oberstes Stängelglied knickt häufig ab, im weiteren Verlauf kann die Pflanze auch unterhalb des Kolbens abknicken; Larve durchzieht Kolben, Spindel, Lieschen und weiche Körner mit Fraßgängen. Folge: Verpilzung ggf. Mykotoxinbildung! Die Larve überwintert in der Maisstoppel; daher ergeben sich folgende Maßnahmen zur Bekämpfung: abmulchen der Maisstoppel um Larven zu vernichten (insbesondere dort, wo regional eine intensive Maisfruchtfolge angelegt wird) und eine wendende Bodenbearbeitung. Bei pfluglos arbeitenden Betrieben ist unbedingt auf eine möglichst feine Zerkleinerung der Maisstoppeln mit dem Mulcher zu achten.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD Tel.: 0160 90725736

 

Beitrag vom 25. September 2011

Wuchsregulierung im Winterraps

Rapsbestände die das 4-6 Blattstadium erreicht haben, sollten in den nächsten Tagen zur Wuchsregulierung und zur Verbesserung der Winterhärte mit Fungiziden behandelt werden. Zur Verfügung stehen u.a. die Produkte Caramba, Carax, Folicur, Matador, Orius, Tilmor, Toprex. Die effektivste Wirkung wird im 4-6 Blattstadium des Rapses erzielt. Mögliche Aufwandmengen während dieses Stadiums: 0,5 – 0,8 l/ha. Alle Azole können mit blattaktiven Gräsermitteln kombiniert werden; Ungräser und Ausfallgetreide sind im 3-4 Blattstadium gut bekämpfbar (bei bestocktem Getreide sind erhöhte Aufwandmengen notwendig). Der Befall mit Rapserdflöhen wird mittels Gelbschalen ermittelt; die insektizide Wirkung der Rapsbeizen reicht bis ca. 20-25 Tage nach der Saat. Auf Einzelflächen tritt die Blattstielminierfliege auf.

K.H. Claus, LLH HEF/FD; Tel.: 0160 90725736

 

Beitrag vom 19. September 2011

Landwirtschaftliche Hinweise zum Herbizideinsatz im Getreide

Frühe Saaten, eine reduzierte Bodenbearbeitung, enge Wintergetreidefruchtfolgen und überbetrieblicher Lohndrusch sind u.a. für die Zunahme von Ungräsern verantwortlich. Bei der anstehenden Unkrautkontrolle im Wintergetreide hat die Ungrasbekämpfung daher höchste Priorität. Der wiederholte Einsatz von Präparaten mit gleichen Wirkstoffen bzw. Wirkstoffklassen erschwert die Bekämpfung der Ungräser. Um das Problem zu lösen, bzw. erst gar nicht entstehen zu lassen, ist auf einen konsequenten Wirkstoffwechsel zu achten. Herbizide sind, entsprechend ihrer Wirkungsweise, in verschiedene Klassen eingeteilt. Ausführliche Hinweise zu den genannten Punkten finden Sie im neuen Herbstratgeber des LLH (S.48 ff). Ein günstiger Einsatztermin für die Unkrautbekämpfung liegt im Auflauf der Unkräuter und Ungräser; reine Bodenherbizide wie z.B. Herold SC oder Malibu müssen allerdings schon im VA, bis spätestens zum Spitzen, vor dem Auflaufen der Ungräser eingesetzt werden (ausreichende Bodenfeuchtigkeit für die Wirkung erforderlich).

Für anstehende Herbizidmaßnahmen stehen in diesem Herbst die Produkte Trinity und Activus SC neu zur Verfügung. Trinity setzt sich aus 3 Wirkstoffen zusammen; das Mittel wirkt in allen Wintergetreidearten mit 2 l/ha gegen Windhalm und eine breite Mischverunkrautung. Hinter der Formulierung  Activus SC steckt das alte Stomp SC. Das Mittel eignet sich als Mischpartner u.a. für IPU, Lexus und Ciral.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

Beitrag vom 12. September 2011

Sortenwahl Triticale und Winterroggen

Triticale: Die Sorte SW Talentro ist nach wie vor eine für die Region Osthessen eine bewährte Sorte. Neben der guten Eignung für Grenzstandorte ist die standfeste Sorte auch recht auswuchsfest. Die kurzwüchsige und gesunde Sorte Agostino sollte nur auf besseren Standorten zum Anbau kommen. Agostino ist ein Bestandesdichtetyp; dieses Merkmal sollte im Gegensatz zu Talentro bei der Aussaatstärke und der Düngung Berücksichtigung finden. Die beiden Sorten Cosinus und Tarzan runden das Sortiment besonders auf Grenzertragsböden ab, sollten aber gut eingekürzt werden. Diese beiden langwüchsigen Sorten eignen sich auch zur GPS Produktion. Grundsätzlich ist zum Anbau von Triticale nach Wintergetreide oder Sommergerste eine Spezialbeizung gegen Schwarzbeinigkeit in Erwägung zu ziehen.

Bei Roggen stehen mittlerweile neue Hybridsorten zur Verfügung, die in der Mutterkornanfälligkeit unter dem Niveau der Populationssorten liegen. Die noch vor einigen Jahren praktizierte Vorgehensweise von Sortenmischungen ist daher bei diesen Sorten nicht mehr notwendig. Standardsorte der letzten Jahre stellt Visello und Palazzo dar. Visello erreicht sichere und hohe Erträge bei bester Fallzahlstabilität. Allerdings ist die Sorte lageranfälliger als Palazzo. Der neuere Brasetto ist über mehrere Standorte hinweg die ertragsstärkste Roggensorte. Populations- roggensorten sollten in der hiesigen Region keine Rolle spielen. Die Saatgutmehrkosten der Hybriden werden durch höhere Erträge aufgefangen.

Dr. M. Schneider, LLH Eichhof, Tel.: 0151/14267882

 

Beitrag vom 05. September 2011

Aussaatstärken

Mit der Aussaatstärke wird der Grundstein für gut etablierte Bestände gelegt. Saattermin, Sorte Aussaatbedingungen und der Standort sind die wichtigsten Einflussgrößen auf die jeweilige Saatstärke einer Kultur. Grundsätzlich sollten bei frühen Saatterminen, günstigen Aussaatbedingungen (mäßig feuchter und warmer Boden) und einzelährenertragsbetonten Sorten die Saatstärke reduziert werden. Bei späteren Saatterminen, einem grob klutigen Saatbeet, bei kalten und schwer erwärmbaren Böden sowie Sorten, die für hohe Erträge eine abgesicherte Bestandesdichte benötigen, sollten höhere Saatstärken gewählt werden.

Wir empfehlen folgende Saatstärken:

Winterweizen:    280 – 320 – 380 Körner/m²

Wintergeste:      220 – 250 – 320 Körner/m²

Winterroggen:    170 – 200 – 240 Körner/m²

Triticale:           200 – 250 – 300 Körner/m²

Dr. M. Schneider, LLH Eichhof, Tel.: 0151/14267882

 

Beitrag vom 05. September 2011

Landwirtschaftliche Hinweise zur Gräserbekämpfung im Winterraps

In Blattfrüchten bestehen gute Möglichkeiten Ungräser zu bekämpfen; deshalb ist auch beim Anbau von Winterraps die Ausbreitung von Trespenarten, Ackerfuchsschwanz u.a. konsequent zu unterbinden. Besonders bei Mulchsaaten ist darauf zu achten, dass Ausfallgetreide und Ungräser den jungen Raps in seiner Entwicklung nicht behindern; der optimale Termin für die blattaktiven Produkte wie z.B. Agil S, Fusilade Max, Panarex, Targa Super oder dem Focus- Aktiv Pack ist erreicht, wenn die Masse der Ungräser das 3-4 Blattstadium erreicht hat. Bestocken die Gräser, ist die Aufwandmenge anzuheben (z.B. Agil-S:  0,7 l/ha statt 0,5 l/ha, bei Trespe 1,0 l/ha statt 0,7 l/ha). Kombinationen mit Effigo, Insektiziden und Wachstumsreglern sind möglich.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

Beitrag vom 25. August 2011

Sortenwahl Wintergerste

Langjährig sichere Erträge auch auf allen Standorten zeigt die Sorte Lomerit. Ergänzt wird diese Sorte durch die ertragssichere Leibniz und spätreife Souleyka. Souleyka zeichnet sich durch eine überdurchschnittliche Standfestigkeit und geringere Krankheitsanfälligkeit aus.
Zum Probeanbau empfiehlt sich die neue frühreife Sorte Amrai.
Als Spezialsorte ist Kathleen zu sehen. Diese ist auf Standorten mit dem neuen Gelbmosaikvirus Typ 2 eine ertragsstarke Ergänzung auf Befallsstandorten.
Im Bereich der 2-zeiligen sind Sorten wie Canberra und Sandra interessant. Bei einer sortenspezifischen Produktionstechnik zur Absicherung der Bestandesdichte konnte Sandra Erträge auf dem Niveau von Lomerit am Eichhof erreichen.

Sortenwahl Winterweizen

Standort, Boden und die Fruchtfolgestellung als Blattfrucht- oder Stoppelweizen bestimmen die Sortenwahl bei Winterweizen. In der klassischen Anbaufolge Weizen nach Raps empfehlen sich Sorten wie Asano (A), Potenzial (A), Julius (A), Inspiration (B) Smaragd (B), Winnetou (C) und Hermann (C). Zum Probeanbau kann Primus (B) und Kredo (B) getestet werden.
Bei den Sorten Asano und Winnetou ist die höhere Krankheitsanfälligkeit zu beachten. Julius ist eine gesündere Sorten und damit für extensive Fungizidstrategien geeignet. Julius und Potenzial hat von allen empfohlenen Sorten die höchste Fallzahlstabilität. Stoppelweizeneignung weisen die Asano, Smaragd, Potenzial, Inspiration und Winnetou auf. Besondere Eignung für Grenzertragsböden hat Asano, Cubus, Isengrain oder Mulan.

Dr. M. Schneider, LLH Eichhof, Tel.: 0151/14267882

 

Beitrag vom 22. August 2011

Organische Düngung im Herbst 2011

Durch die lang anhaltende Frühjahrstrockenheit konnte auf den meisten Ackerschlägen der hiesigen Region das Ertragsziel nicht realisiert werden. Viele Betriebe haben aber auf die Trockenperiode reagiert und die geplante N-Düngemenge reduziert. Dennoch ist in diesem Jahr von einer eher schlechten Nährstoffverwertung der Dünger auszugehen. Ob in diesem Herbst bei den ausgesäten Kulturen noch ein N-Düngebedarf besteht hängt also davon ab, welche N-Mengen die jeweiligen Vorfrüchte hinterlassen haben. Diese Menge errechnet sich, indem von der gedüngten N-Menge den Entzug (bei Weizen und Gerste z.B. Ertrag x 1,7 bzw. Ertrag x 3,6 bei Raps) abgezogen wird. Zudem zeigen die in der hiesigen Region langjährig durchgeführten Bodenuntersuchungen, dass bis Mitte Oktober zwischen 20 und 40 kg Stickstoff/ha (in einem feucht warmen Herbst auch deutlich mehr) im Boden freigesetzt werden. Damit wird der N-Vorrat im Boden für die Vorwinterentwicklung der ausgesäten Kulturen meist ausreichend hoch und eine mineralische oder organische N-Gabe, selbst bei geringen Strohresten, nur selten sinnvoll sein.

Andererseits müssen die Güllebehälter vor Winter noch so weit entleert werden, dass der Lagerraum bis zum Frühjahr ausreicht. Unter diesen Bedingungen sollte in diesem Herbst v.a. das Grünland (10-15 cbm/ha) organisch gedüngt werden. Auf Ackerflächen ist eine organische Düngung zu Zwischenfrüchten (ohne HIAP-Vertrag) sinnvoll sowie mit verminderten Gaben zu Raps bzw. zur Aussaat von Gerste (maximal 8-10 cbm/ha Schweine- bzw. Rindergülle oder 200 dt/ha Festmist). Ackerflächen in Wasserschutzgebieten sollten in diesem Herbst möglichst nicht oder, wenn notwendig, nur sehr verhalten organisch gedüngt werden.

Dr. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623/933207.

 

Beitrag vom 15. August 2011

Landwirtschaftliche Hinweise zur Unkrautbekämpfung im Winterraps

Bei starkem Auftreten von Kreuzblütlern (Hirtentäschelkraut, Ackerhellerkraut) oder Raukearten sind vorrangig clomazonehaltige Rapsherbizide (u.a. die Kombi-Präparate Colzor Trio, Butisan Komplett Pack oder Nimbus CS) im Vorauflaufverfahren bis 3 Tage nach der Saat einzusetzen. Alternativ können als Spritzfolge Präparate wie Cirrus, Centium 36 CS o. Gamit 36 CS vorgelegt werden und im frühen NA Butisan Top bzw. Butisan / Fuego / Rapsan folgen. Clomazonehaltige Produkte grundsätzlich mit abdriftmindernder Technik grobtropfig auszubringen. Bei starken Niederschlägen können Blattverformungen oder Aufhellungen auftreten; diese, durch den Wirkstoff Clomazone verursachten, Aufhellungen wachsen sich wieder aus. Bei normaler Standardverunkrautung hat sich der Herbizideinsatz in den Auflauf der Unkräuter im frühen Nachauflaufverfahren bewährt. Butisan Top wird 3-7 Tage nach der Saat eingesetzt. Auch für die anderen metazachlor-haltigen Butisan-Präparate liegt der optimale Anwendungstermin 3-7 Tage nach der Saat – spätere Termine führen i.d.R. zu Minderwirkungen. Dies gilt auch für das neu zur Verfügung stehende Butisan Gold: durch zusätzlichen Wirkstoff werden Storchschnabelarten bekämpft. Ab dem 2. Blatt des Rapses kann Effigo zur Nachbehandlung gegen Kornblume oder Kamille verwandt werden. Ab dem 6. Blatt vom Raps bietet Fox OS die Möglichkeit Kornblume oder Kamille auszuschalten.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD Tel. 0160 90725736

 

Beitrag vom 08. August 2011

Zwischenfrucht zur Mulchsaat

Mit dem Anbau raschwüchsiger Arten zur Gründüngung wird die biologische Aktivität des Bodens erhöht. Zudem dient die schützende Pflanzendecke der Bodenbeschattung, Unkrautunterdrückung und vermindert Bodenerosion und -verdichtung. Bei guten Wachstumsbedingungen werden vor Vegetationsende 30-35 dt/ha oberirdische Pflanzentrockenmasse gebildet, die abgemulcht wird oder im Winter abfriert (Phacelia,Senf). Nach flachem Grubbern verbleibt organische Substanz auf der Oberfläche bzw. in der oberen Bodenschicht. Damit ist die Grundlage für Mulchsaatverfahren zur folgenden Hauptfrucht geschaffen. Zur Aussaat von Phacelia (10-12 kg/ha Saatstärke) Anfang bis Mitte August, ist ein feinkrümeliges, gut abgesetztes Saatbett nach Pflug und flache Saat (1-2 cm) erforderlich. Bei Ölrettich (20-25 kg/ha) Saattermin Anf. bis Ende August, und Weißer Senf (18-20 kg/ha) Saatzeit Mitte August bis Anf. September, kann eine Grubbersaat mit Anwalzen erfolgen.

G. Prediger, LLH Eichhof, 06621-922857

 

Beitrag vom 08. August 2011

Landwirtschaftliche Hinweise zum Umgang mit Ausfallraps

Der Ausfallraps muss vollständig zum Auflaufen gebracht werden. Der Einsatz eines Grubbers bewirkt das Vergraben der Samen; diese können bis zu 15 Jahren im Boden lebensfähig bleiben und immer wieder auflaufen. Fläche daher nach der Ernte unbearbeitet liegen zu lassen. Gerade in diesem Jahr (viel Durchwuchs in der Stoppel), sollte man sich auch über das Mulchen der Rapsstoppeln Gedanken machen; eine Cambridgewalze hat einen ähnlichen Effekt – der Ausfallraps bekommt ebenfalls Kontakt mit dem Boden. Durch diese Arbeitsgänge verrottet das Rapsstroh zügig (zugleich Bekämpfung von Krankheiten, z.B. Phoma, Rapskrebs) Die, nach dem Auflauf, anschließende Abtötung des Rapses mit glyphosathaltigen Mitteln entzieht Schnecken die Nahrungsgrundlage.

K.-H. Claus,  LLH HEF/FD, 0160-90725736

 

Beitrag vom 01. August 2011

Hinweise zur Sortenwahl bei Winterraps

Bei der Auswahl geeigneter Sorten sind neben der Ertragsleistung mehrere Kriterien wie Saattermin, Krankheitsanfälligkeit, Standort und Bodenbearbeitungsverfahren entscheidend. Für frühe Saattermine (12.8.-20.8.) kommen Liniensorten wie Galileo, Ladoga oder die neure Sorte ES Alegria in Frage. Die Liniensorten Vision und Adriana sind frohwüchsiger und damit nur zum klassischen Aussaattermin zu empfehlen. Alle genannten Liniensorten zeichnen sich durch eine gute Grundgesundheit aus. Hybridsorten haben ihren Schwerpunkt bei normalen und späten Saatterminen, bei Mulchsaat und schwierigen Standortverhältnissen. Die Sorte Visby ist nach wie vor die Standardsorte unter den Hybriden. Visby ist über Jahre hinweg eine Sorte mit konstant hohen Erträgen. Ergänzt wird das Empfehlungssortiment um die Hybridsorten PR46W20 und NK Technic.

Dr. Marco Schneider, LLH, Landwirtschaftszentrum Eichhof, Tel: 06621/ 922841

 

Beitrag vom 25. Juli 2011

Hinweis zur Sikkation von Winterraps

Dünne Rapsbestände, die unter der Trockenheit besonders gelitten haben, beginnen neu auszutreiben und z.T. wieder zu blühen. z.T. sind komplette Bestände betroffen. Sikkation i.d.R unumgänglich. Reglone mit 2,0 l/ha hoher Wassermenge > 400 l/ha und Netzmittel einsetzen. Bei blattreichen, stark wachsenden Pflanzen sind jedoch Minderwirkungen möglich. Durch den Wetterwechsel auch im Getreide z.T. starker Zwiewuchs; in lückigen Beständen zudem Spätverunkrautung. Für Sikkation sind einige Glyphosat-Präparaten zugelassen. Einsatz erfolgt 7 Tage (Roundup UltraMax/Turbo, Glyfos Supreme und Dominator NeoTec) bis 14 Tage vor Ernte (max. 200l Wasser/ha) in BBCH 89 des Getreides (Fingeragelabdruck bleibt auf Korn erhalten).

Karl-Heinrich Claus LLH HEF/FD (0160 90725736)

 

Beitrag vom 15. Juli 2011

Nährstoffe der Gülle konservieren

Bei den hohen Handelsdüngerpreisen ist es bei der bald anstehenden Gülleausbringung von besonderem Interesse, die Nährstoffverluste zu minimieren und die Nährstoffe für die Folgefrucht zu konservieren. Eine Möglichkeit hierzu ist die Verwendung von Gülle als Ausgleichsdüngung zur Verbesserung der Strohrotte. Hierzu dürfen nach der Dünge-VO insgesamt jedoch nicht mehr als 80 kg Gesamt-N oder 40 kg Ammonium-N je ha ausgebracht werden, was etwa max. 20 m3 Rindergülle entspricht. Wegen der großen Oberfläche des gehäckselten Strohes ist auf eine unmittelbare Einarbeitung zu achten. Auch wegen des in diesem Jahr verbreiteten Futtermangels wird sicherlich der Zwischenfruchtbau ausgeweitet, durch den ebenfalls Nährstoffe konserviert werden können.

Dr. Blaschke, Tel. 06621/876247

 

Beitrag vom 15. Juli 2011

Zwischenfrucht zur Futternutzung

Zur Futternutzung werden Reinsaaten oder Artengemische aus Gräsern, Kleearten, Kruziferen und Grobleguminosen verwendet. Bis Ende Juli sollten Einj. Weidelgras (WEI) und Welsch.Weidelgras (WV), Saatstärke je 40kg/ha, oder eine Mischung aus beiden (15kg/ha WEI+ 20kg/ha WV) angesät sein. Für Erträge von 35-40 dt/ha Trockenmasse sind 80-100 kg Stickstoff(N)/ha erforderlich, die zum Teil über Gülle gegeben werden können. Dies gilt auch für Gemische z.B. aus WEI (20kg/ha) + Winterraps (4kg/ha), oder Sonnenblumen (20kg/ha) + Sommerraps (4kg/ha). Mit 40 kg N/ha kommen Kleegrasgemische z.B.10kg/ha WEI + 15kg/ha Alexandriner Klee oder 20kg/ha WEI+ 60kg/ha Sommerwicke aus. Futterraps (8-10kg/ha) kann bis Mitte August ausgesät werden. Eine sorgfältige Saatbettbereitung für die feinsamigen Arten und ausreichend Niederschlag begünstigen rasche Massenbildung.

G. Prediger, LLH Eichhof, Tel. 06621-922857

 

Beitrag vom 08. Juli 2011

Nährstoffverluste bei der Gülleausbringung I.

Gülle, die jetzt nach der Getreideernte zur Strohrotte oder zu Zwischenfrüchten ausgebracht wird, sollte idealerweise innerhalb einer Stunde eingearbeitet werden, da sonst bis zu 90 % des ausgebrachten Ammonium-N-Anteiles gasförmig verloren gehen kann. Bei den derzeitigen Preisen von mehr als 1,0 € pro kg N kann dies, je nach Ammoniumanteil der Gülle,  etwa 2-5 € pro cbm Gülle  entsprechen.  Besonders wichtig ist die unverzügliche Einarbeitung v.a. bei trockenen Böden, in die die Gülle schlecht eindringen kann, bei einer Düngung am Vormittag oder bei sonnigem Wetter. Schließlich ist auch auf eine gute Homogenisierung der Gülle und auf eine angepasste Fahrgeschwindigkeit bei der Ausbringung zu achten, um Abweichungen von der geplanten Ausbringmenge zu verhindern, denn auch diese führt zu erhöhten N-Verlusten.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW. Tel.: 06623-933207

 

Beitrag vom 08. Juli 2011

Nährstoffverluste bei der Gülleausbringung II.

Bei den hohen Handelsdüngerpreisen ist es bei der bald anstehenden Gülleausbringung von besonderem Interesse, die Nährstoffverluste zu minimieren. Ausschlaggebend hierfür ist zum einen die Witterung während der Verteilung, aber insbesondere auch die Ausbringtechnik. Bei hohen Temperaturen und strukturreicher Oberfläche sind die Ammoniakverluste am höchsten. Als noch bezahlbarer Stand der Technik ist die Schleppschlauchausbringung am Besten überbetrieblich einzusetzen, während die verfügbaren Injektionsmethoden immer noch nicht schlagkräftig genug sind. Eine unmittelbare Einarbeitung hilft ebenso Nährstoffverluste zu minimieren wie der in diesem Jahr wegen der Futterknappheit sicherlich auszuweitende Zwischenfruchtbau, durch den Nährstoffe konserviert werden können.

Dr.Blaschke, Tel. 06621/876247

 

Beitrag vom 20. Juni 2011

Vorratsschutz – Neue Ernte sicher einlagern

Nutzen Sie die Zeit bis zum Erntebeginn, um Läger (Schüttböden, Siloanlagen etc.) sowie vorhandene Fördertechnik und Reinigungsanlagen gründlich zu reinigen. Getreide der letztjährigen Ernte so lagern, dass auf keinen Fall Kontakt mit dem neuen Erntegut zustande kommen kann. Auch unzugängliche Stellen mit Besen und Industriestaubsauger gründlich reinigen, da Staub den Schädlingen Schutz vor chemischen Bekämpfungsmaßnahmen bietet. Nach der mechanischen Reinigung hat sich eine zusätzliche chemische Behandlung von Lagerräumen und Technik bewährt. Für Leerraumbehandlungen ist K-Obiol EC 25 zugelassen. Ist Getreide bereits mit Vorratsschädlingen befallen, kann weiterhin Actellic 50 eingesetzt werden – im Korn geschützte Eier, Larven und Puppen des Kornkäfers werden nicht erfasst! Das Präparat wird mit einer Rückenspritze oder mit Hilfe eines Dosiergerätes beim Umlaufen direkt auf den Fördergutstrom des Getreides dosiert.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD, Tel.:0160 90725736

 

Beitrag vom 10. Juni 2011

Landwirtschaftliche Hinweise zur Pflege von Feldrändern

Um das Einwandern von Ungräsern (z.B. Trespen, Ackerfuchsschwanz) und Unkraut (z.B. Ackerwinden) in die Kulturfläche zu vermeiden, ist sobald wie möglich eine mechanische Pflegemaßnahme (mähen oder mulchen) an Wegen, Weg- und Feldrändern durchzuführen. Dabei ist zu beachten, dass es in manchen Gemeinden festgelegte Zeiträume für diese Maßnahmen gibt. Eine chemische Behandlung (z.B. mit Totalherbiziden) von Wegen und Wegrändern ist nicht möglich. Durch den Einsatz von Totalherbiziden auf Basis von Glyphosat wird zudem die Verbreitung von Trespen gefördert. Die Trespe hat eine hohe Konkurrenzleistung und gilt daher als Pionierpflanze.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD, Tel.:0160 90725736

 

Beitrag vom 01. Juni 2011

Spätester Blühflächenaussaattermin verlegt

Wegen der anhaltenden Trockenheit hat das HMUELV den spätesten Aussaattermin für Blühflächen (HIAP B3) auf den 15.06. verschoben. Dies soll nach Möglichkeit eine vernünftige Bodenbearbeitung und Ansaat zulassen. Nach den Angaben des Ministeriums hat die Zahlstelle (WIBank) mitgeteilt, dass diese Terminänderung bei der Vor-Ort-Kontrolle berücksichtigt wird. Für den Bereich Grünland wurde 2011 von der EU keine generelle Freigabe erteilt, die bei Trockenheit angewendet werden kann. Wenn es um die Freigabe einzelner Schläge ginge, könnten ggfls. mit Genehmigung der WIBank aus fachlichen Gründen (Frühere Abreife) die NSL-Verpflichtungen ausgesetzt werden. Landwirte mit Futterknappheit sollten daher überlegen, Ganzpflanzensilage mit früh gesäter, silierbarer Zwischenfrucht zu kombinieren.

Dr. Blaschke, Tel. 06621/876247; www.landschaftspflege-hef.de

Beitrag vom 27. Mai 2011

Ährendüngung zu Weizen?

Wie die anderen Kulturen, leidet der Winterweizen stark unter der bestehenden Trockenheit. Reduzierte Bestandesdichten sind die Folge. Grundlage jeder weiteren Düngung ist jetzt eine realistische Ertragsschätzung (z.B. ermittelte Bestandesdichte mal möglicher Rispenertrag (1,25-2,0 g) geteilt durch 10). Die insgesamt zu düngende N-Menge errechnet sich indem das Ertragsziel mit 1,7 N/dt multipliziert wird. Die errechnete N-Menge wird der bisherigen Düngung gegenübergestellt. Diese dürfte allerdings noch nicht voll zur Wirkung gekommen sein und neben einer nicht zu unterschätzenden N-Menge, die beim Wiederbefeuchten des Bodens in hohem Maße freigesetzt wird, dem Weizen noch zur Verfügung stehen. Ein überhöhtes N-Angebot zum jetzigen Stadium ist zu vermeiden, da dieses nur einen erheblichen Zwiewuchs verursachen würde.

Dr. W.G.Gebauer, AGLW, Tel.:06623-933207

 

Beitrag vom 13. Mai 2011

Blühflächenansaat bis 31.05.2011

Nachdem sämtliche bewilligten Blühflächenverträge versandt wurden, müssen die Flächen bis zum 31.05.2011 mit einer anerkannten Ansaatmischung angesät werden. Hierzu sind mindestens 10 Arten mit einem Gewichtsanteil von 80 % der Artenliste 6 b) der Richtlinie und der Rest der Arten entweder ebenfalls aus dieser Liste oder aber aus den Mischungen der Anlage 6 d) entnommen werden. Auch die in Anlage 6 d) oder vom Ministerium gesondert zugelassene Mischungen sind möglich. Die mir bekannten im Landkreis angebotenen Mischungen erfüllen diese Kriterien, auch wenn bei Kreuzblütler-betonten Mischungen die Ausdauer angezweifelt und eine Nachsaat erforderlich werden kann. Die Mindestaussaatstärke beträgt 10 kg/ha. Quittungen über Kauf und Mischungen sind aufzubewahren.

Dr. Blaschke, Tel. 06621/876247; www.landschaftspflege-hef.de

 

Beitrag vom 02. Mai 2011

Landwirtschaftliche Hinweise zur Blütenbehandlung im Winterraps

In den kommenden Tagen erreichen viele Rapsbestände die Vollblüte – 50-60 % der Blüten am Haupttrieb sind geöffnet, erste Blütenblätter fallen herab – der optimale Termin für die Vollblütenbehandlung ist nun erreicht. Die Behandlung dient in erster Linie der Bekämpfung der Weißstängeligkeit (Rapskrebs). Die Wirtschaftlichkeit der Maßnahme wird maßgeblich durch den Erzeugerpreis beeinflusst, hängt jedoch auch zu einem großen Teil von der Witterung ab. Vor allem in engen Rapsfruchtfolgen und bei niederschlagsreicher Witterung muss mit der Pilzerkrankung gerechnet werden. Die Maßnahme erfolgt vorbeugend; sie sollte auf jeden Fall in den gut entwickelten Beständen durchgeführt werden. Um einen sicheren Bekämpfungserfolg zu erzielen, ist mit möglichst hohen Wasseraufwandmengen /ha zu arbeiten (mind. 300 l/ha). Betriebe, deren Pflanzenschutztechnik eine Arbeitsbreite von max.10-15 m aufweist, wenden sich entweder an einen Lohnunternehmer oder führen die Spritzung wie folgt selbst durch: zum Abend hin fahren, langsam fahren (ca. 4-5 km/h), unter dem Schlepper und der Anbauspritze durchgängig eine Plane anbringen. Neben Produkten wie Cantus Gold, oder Ortiva kommen z.B. auch einfache Azole (Folicur, Flamenco FS, Harvesan, Matador, Mirage, Orius oder Proline) in Betracht. Bei Zumischung von Insektiziden unbedingt die Bienenschutzauflagen beachten! Aus Sicht des LLH ist der Einsatz von Insektiziden in der Blüte nur noch in wenigen begründeten Fällen sinnvoll, da der Rapsglanzkäfer jetzt nicht mehr schädigt und die Schadschwellen für Kohlschotenrüssler und -mücke i.d.R. nicht erreicht werden.

LLH HEF/FD Karl-Heinrich Claus, 0160 90725736

 

Beitrag vom 15. April 2011

Spurennährstoffdüngung im Frühjahr

Für optimale Erträge muss eine ausgewogene Nährstoffversorgung der Makro- als auch Mikronährstoffe gewährleistet sein.

Der Winterraps befindet sich derzeit im Streckungswachstum. Hier ist auf eine ausreichende Versorgung mit Bor (gleichmäßige Blüte und Abreife,), Mangan (Energiegehalt und Ertrag) und Schwefel (N-Umsetzung, Ölgehalt und Ertrag) zu achten. Achten Sie auf ausreichende Gehalte je Gabe über das Blatt: min. 300 g/ha Bor -2 l/ha Lebosol ® Bor , 450 g/ha Mangan – 2 l Lebosol ® Mangannitrat und 4 kg/ha Schwefel – 5 l Lebosol ® Schwefel 800 (bei Sicherstellung der Grundversorgung über den Boden).

Das Wintergetreide befindet sich derzeit im Stadium Mitte bis Ende Bestockung. In diesem Stadium werden bereits wesentliche Ertragsanlagen festgelegt. Achten Sie daher auf eine ausreichende Versorgung mit Mangan (Energiegehalt, Ertrag), Zink (Kornqualität, Proteingehalt) und Kupfer (Kornqualität, Ertrag, Standfestigkeit). (Fertig-) Formulierte Produkte, die diese Nährstoffe bereits in ausgewogenen Verhältnissen enthalten, bieten Vorteile bei der Anwendung, Verträglichkeit und Mischbarkeit. Je Blattgabe sollten mindestens fallen: 300 g/ha Mangan, 100 g/ha Kupfer, 100 g/ha Zink – 1 l/ha Lebosol ® Triple. Die Borversorgung ist auf sandigen Böden, bei Nässe und Trockenheit und bei Böden mit hohen pH-Werten eingeschränkt. Der Borentzug von Getreide beträgt ca. 50-100 g/ha. Je Blattgabe können daher 0,5 – 1 l/ha Lebosol ® Bor appliziert werden, wobei die Anwendung nur bei nachgewiesenem Mangel erfolgen sollte.

Bor-Mangel: zeigt sich durch Platzen von Gewebe, Absterben der Vegetationspunkte, Herz- und Trockenfäule, schlechte Blüte und reduzierter Fruchtansatz

Mangan-Mangel: zeigt sich durch Gelbfärbung der Blätter, schwarze Punkte auf dem Blatt, hellgrüne Marmorierung zwischen den Hauptadern, Qualitätseinbußen

Michael Derwel, Lebosol Dünger GmbH, 0171 8656369

 

Beitrag vom 11. April 2011

Herbizideinsatz in Wintergetreide

Noch anstehende Herbizidmaßnahmen in Wintergerste zum Abschluß bringen. Windhalm: Axial Komplett 1,0 l/ha; Fuchsschwanz: Axial 50 + Primus oder Ralon Super + Monfast (schlechtere Windhalmwirkung) + Primus oder + Starane XL. Weizen ebenfalls behandeln: Fuchsschwanz: Atlantis OD + Husar OD (= Atlantis Komplett); Atlantis  WG + FHS  plus Partner (Hoestar Super; Starane XL; Artus + Primus oder Broadway + Netz-mittel auch in Triticale und Roggen. Windhalm (Weizen, Roggen Triticale): Broadway + FHS + Dirigent SX; Husar OD PowerSet;  Monitor + Monfast in Weizen und Triticale + Starane XL; Axial Komplett; Concert SX evtl. + IPU. Zugabe von CCC fördert bis EC 25 = Mitte der Bestockung, die Bildung der Nebentriebe.

Wuchsregulierung u. Insektizideinsatz im Raps:

Ab einer Wuchshöhe von 20-30 cm kann ein Wachstumsregler eingesetzt werden. Neben der wuchsregulierenden Wirkung des Haupttriebes wird bei zeitigem Einsatz auch die Seitentriebbildung gefördert; vorteilhaft für lückige Bestände! Maßnahme fördert zudem eine gleichmäßige Bestandsentwicklung und eine einheitliche Abreife. Rapsglanzkäfer sind wieder in die Bestände eingeflogen sind. Kontrollieren sie nicht nur die Gelbschalen sondern auch mehrere Knospen. Bei mehr als 5-10 Käfern pro Pflanze, ist ein Insektizid (Trebon, Talstar, Biscaya, Mavrik oder Avaunt) zuzumischen – dabei die jeweiligen Bienenschutzauflagen beachten! Neben Fungizid und Insektizid ist eine weitere Teilmenge eines Bordüngers von Vorteil.

K.-H. Claus, LLH HEF/FD Tel.: 0160 90725736

 

Beitrag vom 04. April 2011

Organische Düngung zu Silomais

Silomais verwertet die mit der organischen Düngung ausgebrachten Nährstoffe besonders effizient. Dies gilt auch für den Bodenstickstoff. Günstig ist in diesem Zusammenhang, dass die Zeit des höchsten Nährstoffbedarfes bei Mais mit der Zeit der höchsten Stickstofffreisetzung im Boden zusammenfällt. So werden die wirtschaftlich höchsten Maiserträge bei einer N-Düngung von 70 % des N-Entzuges erzielt. Bei Erträgen von 100-125 dt/TM ist somit eine Düngung von etwa 20-25 cbm/ha Gülle bzw. 35-40 t/ha Festmist (1 cbm entspricht etwa 1 Tonne) und 30-40 kg/ha Mineraldünger-N anzustreben. Auf günstigen Standorten mit Erträgen von 150-175 dt TM/ha kann die Gülledüngung leicht auf 30 cbm/ha angehoben werden. Bei Mulchsaat ist die Düngung zur Zwischenfrucht voll anzurechnen.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623-933207

 

Beitrag vom 04. April 2011

Hinweise zur Maisbestellung

Neben den bekannt hohen Ansprüchen des Maises an die Boden- und Lufttemperatur sind in der Praxis immer wieder Fehler bei der Bodenbearbeitung fest zu stellen, die letztlich das Ertragsniveau begrenzen. Da Mais nicht wie Getreide einen ungleichmäßigen Feldaufgang über die Bestockung kompensieren kann, sind Ansprüche an die Produktionstechnik bei der Bearbeitung hoch. Wird bei schlechter Bodenstruktur nur flach gearbeitet, leidet die Jugendentwicklung besonders auf schweren und kalten Böden. Eine krumentiefe Lockerung mit dem Grubber oder auch dem Pflug im Frühjahr darf nur auf mittleren und leichten Böden durchgeführt werden. Tonböden sind dagegen ausschließlich im Herbst tiefer zu bearbeiten. Außerdem ist auf ausreichend Feinerde zu achten, denn nur so ist ein gleichmäßiger Feldaufgang möglichst in 10 Tagen zu realisieren.

Dr. M. Schneider, LLH Eichhof, Tel.: 0151/14267882

 

Beitrag vom 25. März 2011

Wildschweinschäden auf Grünland reparieren

Die Reparatur von Schwarzwildschäden, soweit noch nicht geschehen, muss jetzt unmittelbar erfolgen. Dabei scheidet die Walze als alleinige Reparaturtechnik aus. Sie drückt die aufgeworfenen Grassoden nur an, viele sterben ab und finden sich als Verschmutzung in der Silage wieder.

Auch Schleppen bringen den von Sauen ausgeworfenen Boden nur unzureichend in die dabei entstandenen Löcher zurück. Zwar werden Narbenstücke etwas zerkleinert, aber nur selten gelingt es, die Fläche zufriedenstellend einzuebnen und das Verschmutzungsrisiko bleibt erhalten. Auch die Kombination mit Walzen verbessert das Arbeitsergebnis nur wenig.

Die aufgeworfenen Narbenstücke sind intensiv zu zerkleinern und zu verteilen. Das gelingt bei frischen Schäden gut mit Spezialtechnik wie dem „Wiesenhobel“ oder dem „Büffel“. Sehr gute Ergebnisse liefert ein robustes, flach eingestelltes (Schlegel-) Mulchgerät. Es zerkleinert die aufgeworfenen Grassoden, füllt die Bodenlöcher wieder auf und räumt die unversehrte Grasnarbe von Bedeckung frei, ohne sie zu schädigen.

Egal wie Schwarzwildschäden eingeebnet werden, ist in jedem Falle die gleichzeitige Ausbringung von Saatgut notwendig. Grundsätzlich sollte hochwertiges, standortgeprüftes Sortensaatgut verwendet werden. Mischungs- und Sortenempfehlungen finden sie unter www.llh-hessen.de.

Dr. Richard Neff, LLH Eichhof, 06621/9228-14

 

Beitrag vom 21. März 2011

Nmin-Gehalte im Frühjahr 2011

Die am 8.3.2011 stichprobenartig ermittelten Nmin-Gehalte sind überwiegend niedrig. Lediglich auf lehmigen Standorten bzw. bei einer noch spät durchgeführten Herbstdüngung können sie etwas höher liegen. So sind in den Böden (0-90 cm) unter Weizen etwa 35 kg N/ha, unter Gerste etwa 34 kg N/ha und unter Raps etwa 42 kg N/ha zu erwarten. Dies bedeutet, dass die Kulturen auf ihren Bedarf hin gedüngt werden müssen. Dabei ist besonders auf die Bestandesdichte zu achten. Bei deutlich unter 300 Pflanzen/qm sollte Gerste bis Anfang April etwa 60-70 kg N/ha erhalten haben. Bei dichteren Beständen und bei Weizen reichen in dieser Zeit 40 kg N/ha. Mit der Düngung sollten 10-20 kg/ha Schwefel ausgebracht werden. Raps sollte die gesamte N-Düngung (Ertragsziel x 3,6=N-Düngung/ha) bis Anfang April erhalten.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.:06623-933207

 

Beitrag vom 21. März 2011

Landwirtschaftliche Hinweise zu möglichen Umbrüchen von Raps und Wintergetreide

Vor einem Umbruch von schwachen Raps- oder Getreidebeständen folgende Punkte bewerten: Pflanzenvitalität, Bestandesdichte u. Pflanzenverteilung. Getreide ist in der Lage über eine stärkere Bestockung, höhere Kornzahl pro Ähre und höheres TKG Ausfälle in einem gewissen Rahmen zu kompensieren. Auch geschädigte Rapspflanzen können bei zügiger Entwicklung noch einen schwächeren Haupttrieb ausbilden. Die Seitentriebe werden kräftiger und die Gesamtpflanze legt mehr Blattmasse an. Kritisch ist das einsäen von Sommerformen u. der Aufbau von Mischkulturen  zu bewerten (u.a. Einschränkung der Verwertung, ungleichmäßige Abreife). Vor einem Umbruch auch dessen wirtschaftliche Seite betrachten.

LLH HEF/FD, Karl-Heinrich Claus; 0160-90725736

 

Beitrag vom 14. März 2011

Organische Düngung im Frühjahr 2011

Die Gülle- bzw. Biogassubstratdüngung (BG) ist bei Grünland und Mais sowie bei Getreide und hier v.a. bei der Düngung des Weizens einzuplanen. Nach einer Düngung mit einem S-haltigen Mineraldünger (1 dt/ha ASS bzw. 0,5 dt/ha SSA) kann sowohl die restliche Start- und ggf auch die Schossergabe mit Gülle/BG durchgeführt werden. Bei Gerste (unter 300 Pflanzen/qm) wäre eine mineralische Startgabe mit 2 dt/ha KAS (24/6) optimal, bevor Gülle/BG eingesetzt wird. Zu Raps sollte Gülle möglichst nicht eingesetzt werden, da hier die Nährstoffwirkung oft unbefriedigend ist. Die N-Ausnutzung der Rindergülle kann mit 80%, die von Schweinegülle/BG mit 90 % der Gesamt N-Menge angenommen werden.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.:06623/933207

 

Beitrag vom 14. März 2011

Landwirtschaftliche Hinweise zum frühen Herbizideinsatz im Getreide

Der Schwerpunkt des frühen Herbizideinsatzes muss auf der Bekämpfung der Ungräser liegen. Für die Herbizidauswahl und -aufwandmenge ist entscheidend, ob Ackerfuchsschwanz oder Windhalm bekämpft werden muss. Durch die Zunahme von Fruchtfolgen mit hohem Wintergetreideanteil, in Verbindung mit reduzierter Bodenbearbeitung, hat die Resistenzgefahr bei der Ungrasbekämpfung weiter zugenommen. Neben allen vorbeugenden ackerbaulichen Maßnahmen muss ein Wirkstoffmanagement durchgeführt werden, um die Wirksamkeit der Wirkstoffe langfristig zu erhalten (siehe LLH-Ratgeber S.34 ff. u. 56/57); außerdem: immer volle Aufwandmengen spritzen, und die richtige Applikationstechnik mit geeigneter Wassermenge wählen.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD, Tel.: 0160 90725736

 

Beitrag vom 01. März 2011

Mulch-/ Direktsaatverfahren (MDM)

Die Rahmenverträge über die Teilnahme am Mulch- bzw. Direktsaatverfahren (Antragstellung zum 17.05.2010) werden in Kürze im Entwurf vorliegen. Nach Vertragsabschluss sind die einzelnen Schläge, die im Kalenderjahr 2011 in MDM bestellt werden sollen, im Gemeinsamen Antrag Flächen 2011 zu kennzeichnen. Dabei ist zu beachten, dass MDM im Frühjahr 2011 nur gefördert werden kann, wenn der jeweilige Schlag über den Winter 2010/2011 begrünt gewesen ist (durch Anbau einer Zwischenfrucht oder Beibehaltung einer Untersaat). Außerdem müssen im Flächenantrag 2011 bereits die Schläge bezeichnet werden, die im Frühjahr 2012 in MDM bestellt und im Jahr 2012 beantragt werden sollen.

Weitere Informationen unter Tel.: 06621/ 87-6223

 

Beitrag vom 01. März 2011

Landwirtschaftliche Hinweise zu Neuzulassungen bei Herbiziden für das Frühjahr 2011

Zur anstehenden Saison gibt es nur wenige Neuerungen; mit TRAXOS wurde ein Herbizid der Wirkstoffklasse A zugelassen. Es handelt sich um eine Kombination der Wirkstoffe aus den Produkten Topik und Axial 50. Das Mittel  ist rein blattaktiv gegen Ackerfuchsschwanz, Windhalm u. Weidelgräser für Weizen, Roggen und Triticale bis EC 31 einsetzbar (1,2 l /ha). Dirigent SX vereint die Wirkstoffe aus Gropper SX und Pointer SX und gehört somit der Wirkstoffklasse B an. Das Produkt besitzt überwiegend Blattwirkung; gegen breite Mischverunkrautung (nicht bei Klette u. großem Ehrenpreis – idealer Zumischpartner (35 g/ha). Alliance besitzt Blatt- und Bodenwirkung u.a. gegen Stiefmütterchen, Ehrenpreis, Kamille u.a. mit Teilwirkung gegen Windhalm und Klette. Mischpartner notwendig (80-100 g/ha).

Karl-Heinrich Claus LLH HEF/FD; Tel.:0160 90725736

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