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Situation Juni-August

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Beiträge aus dem Jahr 2013

Dezember 2013

HIAP-Rahmenverträge 2013 (13.12.2013)

Unterlagen im Bereich Düngeverordnung überprüfen und aktualisieren (09.12.2013)

Hinweise zur Dokumentation von Wildverbiss (02.12.2013)

Neue Pflanzenschutz-Geräteverordnung (02.12.2013)

November 2013

Einwinterung Pflanzenschutzspritze (25.11.2013)

Landwirtschaftliche Hinweise zur Ungrasbekämpfung im Raps (25.11.2013)

Oktober 2013

Landwirtschaftliche Hinweise zur aktuellen Situation (28.10.2013)

Kernsperrfrist beachten! (14.10.2013)

Raps mit Bor, Gerste mit Mangan düngen (14.10.2013)

Nmin-Bodenprobenentnahme Herbst 2013 (07.10.2013)

Landwirtschaftliche Hinweise zum Erdfloh im Winterraps (07.10.2013)

September 2013

Landwirtschaftliche Hinweise zum Herbizideinsatz im Getreide (30.09.2013)

Situation im Winterraps (30.09.2013)

Landwirtschaftliche Hinweise zum Einfluss der Saatzeit auf die Ungrasbekämpfung (23.09.2013)

Terminankündigung: Erntedank-Markt 2013 am Samstag den 5. Oktober (19.09.2013)

Gülle in Wasserschutzgebieten am 1. Oktober nicht mehr auf Ackerflächen ausbringen! (19.09.2013)

Landwirtschaftliche Hinweise zu Ackerschnecken (16.09.2013)

Personalschulung in Lebensmittelbetrieben (16.09.2013)

Gülledüngung zu Wintergetreide (09.09.2013)

Gülleeinarbeitung (09.09.2013)

Landwirtschaftliche Hinweise zur Gräserbekämpfung im Winterraps (02.09.2013)

Sorten- und Anbauempfehlungen Roggen und Triticale, Herbst 2013 (02.09.2013)

August 2013

Winterweizen: Sorten- und Anbauempfehlungen Herbst 2013 (23.08.2013)

Wintergerste: Sorten- und Anbauempfehlungen 2013/14 (15.08.2013)

HIAP-Grünlandextensivierung: Schlagkartei führen (15.08.2013)

Organische Düngung zur Rapsaussaat (12.08.2013)

Landwirtschaftliche Hinweise zur Unkrautbekämpfung im Winterraps (12.08.2013)

Juli 2013

Ausfallraps nicht im Boden vergraben (26.07.2013)

Winterraps: Sorten- und Aussaatempfehlungen 2013/14 (26.07.2013)

Zwischenfrüchte als Gülle-/ bzw Nährstofflager (11.07.2013)

Landwirtschaftliche Hinweise zur Kraut- und Knollenfäule in Kartoffeln (08.07.2013)

Landwirtschaftliche Hinweise zum Vorratsschutz (01.07.2013)

Juni 2013

Landwirtschaftliche Hinweise zur Pflege von Feldrändern (17.06.2013)

Hinweise zur Situation im Winterweizen (10.06.2013)

Kleine Menge, große Wirkung (07.06.2013)

Mai 2013

Grasuntersaaten in Mais (31.05.2013)

N-Düngung zum Ährenschieben (27.05.2013)

Unkrautbekämpfung im Silomais (21.05.2013)

Bordüngung zu Mais (16.05.2013)

Grünlandtag 2013 (10.05.02013)

Landwirtschaftliche Hinweise zum Einsatz von Wachstumsreglern im Getreide (03.05.2013)

Den Siloschnittzeitpunkt nicht über Gebühr verzögern (03.05.2013)

April 2013

Feldtag zur Streifenbearbeitung (Strip-Till) bei Mais (26.04.2013)

Stickstoffversorgung von Weizen und Gerste und Mikronährstoffdüngung (26.04.2013)

Landwirtschaftliche Hinweise zum Einsatz von Wachstumsreglern (26.04.2013)

Landwirtschaftliche Hinweise zu Wildschäden im Raps (22.04.2013)

Maisanbau und CC-Wasser 2 (19.04.2013)

Landwirtschaftliche Hinweise zur Unkrautbekämpfung in Körnerleguminosen (15.04.2013)

Organische Düngung zu Silomais (08.04.2013)

Sortentypen und Bestandsaufbau der in den Wasserschutzgebieten der AGLW-Mitgliedsgemeinden angebauten Wintergerstensorten (08.04.2013)

Sortentypen und Bestandsaufbau der in den Wasserschutzgebieten der AGLW-Mitgliedsgemeinden angebauten Winterweizenensorten (08.04.2013)

Landwirtschaftliche Hinweise zur allgemeinen Situation (08.04.2013)

März 2013

N-Düngung zu Raps und Getreide (22.03.2013)

Schwefel- und Mikronährstoffdüngung (22.03.2013)

Niedrige Nmin-Gehalte bei Getreide (14.03.2013)

Ungrasbekämpfung in Wintergetreide – Nachbehandlungen (11.03.2013)

Üppiger Raps braucht weniger Stickstoff (08.03.2013)

Landwirtschaftliche Hinweise zum Winterraps (03.03.2013)

Februar 2013

Phospathgehalte im Boden beachten! (01.02.2013)

Anbau von Sommerungen (01.02.2013)

Januar 2013

Rechtliches zum Grünlandumbruch (28.01.2013)

Ende der Kernsperrfrist (17.01.2013)

Beitrag vom 13. Dezember 2013

HIAP-Rahmenverträge 2013

Die Vertragsangebote aus der diesjährigen Antragskampagne im Rahmen des Hessischen Integrierten Agrarumweltprogramms (HIAP) wurden in der 49. Kalenderwoche an die Vertragsnehmer versandt. Es ist unbedingt erforderlich, dass die Verträge spätestens am 20.12.2013 dem Fachdienst Ländlicher Raum, Hubertusweg 19 in Bad Hersfeld vom Vertragsnehmer unterschrieben vorliegen, damit ein rechtskräftiger Vertragsabschluß erfolgen kann. In diesem Zusammenhang wird noch einmal darauf hingewiesen, dass Teilnehmer am Förderverfahren Standortangepasste Grünlandextensivierung verpflichtet sind, für alle Vertragsflächen Schlagkarteien zu führen. Diese Karteien müssen für jeden Schlag Angaben zu Art und Zeitpunkt der Nutzung enthalten.

Entsprechende Formblätter sind im Fachdienst Ländlicher Raum, Hubertusweg 19 in Bad Hersfeld erhältlich (Tel.: 06621/87-2221).

 

Beitrag vom 09. Dezember 2013

Unterlagen im Bereich Düngeverordnung überprüfen und aktualisieren

In § 3 der Düngeverordnung (DVO) ist geregelt, dass die Bodennährstoffgehalte vor der Ausbringung wesentlicher Nährstoffmengen ermittelt werden müssen, um somit eine bedarfsgerechte Düngung vornehmen zu können. Beim Stickstoff (N-min) kann dies anhand entsprechender Beratungsempfehlungen erfolgen. Für Phosphat (P2O5) ist die Bedarfsermittlung alle sechs Jahre mittels Bodenuntersuchung auf allen Schlägen (bis auf wenige Ausnahmen) ab ein Hektar durchzuführen. Weiterhin sind die Landwirte nach § 5 der DVO verpflichtet für die Nährstoffe Stickstoff und Phosphor jährlich einen betrieblichen Nährstoffvergleich zu erstellen. Dieser muss am 31. März fertig gestellt und zu den Unterlagen genommen sein.

Fachdienst Ländlicher Raum, Sachgebiet Landwirtschaft und Forsten, Hubertusweg 19, Bad Hersfeld, 06621-87-2233

 

Beitrag vom 02. Dezember 2013

Hinweise zur Dokumentation von Wildverbiss

In Jahren mit langen Wintern, viel Frost und Schnee treten erfahrungsgemäß verstärkt Wildschäden, besonders an Winterraps auf. Man beurteilt die Schäden am Raps nach Blattverlust und Verbiss am Vegetationskegel. Raps besitzt ein sehr hohes Regenerationsvermögen; reinen Blattfraß, mit einem Verlust von ca. 60-70 % der Blattmasse, kann die Pflanze i.d.R. problemlos kompensieren. Tritt Verbiss am Vegetationskegel auf, ist dies kritisch zu sehen; bei größeren Schäden reagiert die Pflanze im Frühjahr zwar mit verstärkter Seitentriebbildung – trotzdem sind Ertragseinbußen zu verzeichnen. Die Blütenanlagen der Nebentriebe sind deutlich schwächer als die des Haupttriebes; zu berücksichtigen ist zudem eine ungleichmäßige Abreife. Um Schäden objektiv beurteilen zu können, sind gefährdete Standorte über die Wintermonate regelmäßig zu beobachten. Hilfreich ist die Anlage von Zeigerflächen, die durch das Aufstellen von Käfigen (z.B. 1m x 1m x 0,5 m Dachlatten mit Hasendraht) oder Metallgestellen von 1000 l Containern nicht geschädigt werden können – wichtig: Käfige fest verankern! Regelmäßig Bilder von der Fläche und den Zeigerflächen machen – dabei auf eindeutig zuordnerbaren Bildhintergrund (Gelände, Gebäude, Straße, Strommast etc.) achten.

Karl-Heinrich Claus; LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

Beitrag vom 02. Dezember 2013

Neue Pflanzenschutz-Geräteverordnung

Mit Inkrafttreten der Verordnung wird der bisherige Zweijahresrhythmus auf einen Dreijahresrhythmus ausgeweitet. Eine Übergangsvorschrift sieht vor, dass Geräte, die vor dem Inkrafttreten der VO am 06.07.2013 geprüft worden sind, spätestens ein Jahr nach dem auf der Prüfplakette angegebenen Halbjahr nach der neuen Verordnung kontrolliert werden müssen.

Karl-Heinrich Claus; LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

Beitrag vom 25. November 2013

Einwinterung Pflanzenschutzspritze

Vor Einwinterung gründliche Innen- und Außenreinigung durchzuführen. Wurden zuletzt Sulfonylharnstoffe (Lexus, Ciral,Pointer u.a.) einge-setzt, spezielle Reinigungsmittel wie Agroclean, Agroquick, All clear Extra o.a. verwenden. Innen- und Außenreinigung auf dem Feld durchführen. Für ausreichenden Frostschutz alle flüssigkeitsführenden Bauteile restlos entleeren! Einfacher und schneller geht`s, wenn die Spritze mit Kühler-Frostschutz befüllt wird. Bei laufender Pumpe einige Liter einer Mischung aus Frostschutzmittel + Wasser (Konzentration laut Gebrauchsanleitung) in den leeren Behälter geben und durch Betätigen aller Schaltventile in alle Leitungen fördern. Mischung im Frühjahr beim Ablassen auffangen und dann wiederverwenden. Denken Sie auch an die vorschriftsmäßige und frostfreie Lagerung der Pflanzenschutzmittel.

Karl-Heinrich Claus; LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

Beitrag vom 25. November 2013

Landwirtschaftliche Hinweise zur Ungrasbekämpfung im Raps

Die Temperaturen dieser Tage ermöglichen den Einsatz von Kerb Flo. Ungräser (Trespen, Ackerfuchsschwanz, Windhalm oder Ausfallgetreide) können im Raps bei Temperaturen dauerhaft unter 10°C mit diesem Mittel bekämpft werden. Das bodenaktive Präparat zeichnet sich durch anhaltende Dauerwirkung aus, erfasst somit auch spät auflaufende Ungräser. Auch bei geschlossener Pflanzendecke ist eine sichere Wirkung gewährleistet. Die Anwendung kann bei Regen und auf gefrorenem Boden erfolgen. Kerb Flo (Wirkstoffklasse K) ist neben blattaktiven Mitteln (Wirkstoffklasse A) ein wichtiger Baustein zur Gräserbekämpfung – gerade mit Blick über die gesamte Fruchtfolge hinweg. Neben Kerb Flo ist das identische Präparat Groove im Handel.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

Beitrag vom 28. Oktober 2013

Landwirtschaftliche Hinweise zur aktuellen Situation

Mulchsaaten noch einmal intensiv auf Schneckenbefall kontrollieren. Köder auslegen; bei Anzeichen von Befall umgehend Schneckenkorn streuen. Bereits aufgelaufener Ackerfuchsschwanz in Wintergerste wird mit der Bodenkomponente Flufenacet (Cadou Forte Pack, Malibu, Herold) nicht mehr ausreichend erfasst – Tankmischungen mit IPU oder Axial sind angebracht. Ab 2. Blatt des Ackerfuchschwanzes sind in Wintergerste auch Mischungen mit Axial +Picona oder + Malibu möglich. In Weizen, Triticale und Roggen bieten sich in den Auflauf bis 1. Blatt des Ackerfuchschwanzes Mischungen von z.B. Picona, Aktivus SC, Boxer mit Lexus bzw. Ciral an. Bei momentan schlechten Aussaatbedingungen mit nur geringer Bodenbedeckung, im Herbst keine Herbizide mehr einsetzen.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

Beitrag vom 14. Oktober 2013

Kernsperrfrist beachten!

Für alle Düngemittel mit wesentlichen N-Gehalten, außer Stallmist besteht in folgendem Zeitraum ein absolutes Ausbringungsverbot:
Ackerland: 1. November bis 31. Januar und Grünland: 15. November bis 31 Januar
Darüber hinaus gilt ein Aufbringungsverbot, wenn der Boden wassergesättigt, überschwemmt oder tief gefroren ist sowie durchgängig mit Schnee höher als 5 cm bedeckt ist.
Die beste Verwertung der Gülle erfolgt vor Beginn der Sperrfrist über das Grünland, da hier am wenigsten Stickstoffauswaschungsgefährdung besteht und der Aufwuchs noch in der Lage ist, Stickstoff zu binden.

FD LäRa, Hubertusweg 19, 36251 Bad Hersfeld, Tel.: 06621-87-2233

 

Beitrag vom 14. Oktober 2013

Raps mit Bor, Gerste mit Mangan düngen

Für die Wurzel- und Blattentwicklung des Rapses ist bereits im Herbst eine ausreichende Borverfügbarkeit wichtig. Bor ist außerdem an der Zucker- bzw. Stärkebildung beteiligt und verbessert so die Winterhärte des Rapses. Nach den Niederschlägen der zurückliegenden Tage ist über den Boden nur noch mit einer unzureichenden Borversorgung des Rapses zu rechnen. Der Raps sollte deshalb ab dem 4-Blattstadium mit 150g B/ha über das Blatt gedüngt werden. Aus den gleichen Gründen sollte ab dem 4. Blatt eine Blattdüngung mit 250 g Mangan/ha zu Gerste eingeplant werden, wenn diese auf leichten Standorten bzw. auf Schlägen mit einem pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5 angebaut wird.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623/933207

 

Beitrag vom 07. Oktober 2013

Nmin-Bodenprobenentnahme Herbst 2013

Die im Herbst gemessenen Nmin-Gehalte sind v.a. deshalb besonders wertvoll, weil sie darauf hinweisen, ob die geernteten Kulturen optimal gedüngt wurden, oder ob zukünftig Einsparungen bei der Herbstdüngung vorgenommen werden könnten. Damit die Herbstsaaten rechtzeitig die Winterhärte ausbilden und Stickstoff nicht ins Grundwasser ausgetragen wird sollte der Nmin-Gehalt im Herbst möglichst niedrig sein. V.a. unter diesem Gesichtspunkt unterstützen die Gemeinden Alheim, Cornberg, Eiterfeld, Friedewald, Hauneck, Heringen, Herleshausen, Hohenroda, Kirchheim, Neuenstein, Niederaula, Philippsthal, Ringgau, Ronshausen, Rotenburg a.d.F. und Schenklengsfeld ihre Landwirte über das Beratungsangebot der AGLW seit Jahren erfolgreich. Im Auftrag der AGLW werden deshalb auch in diesem Herbst (ab dem 15.10.) in Wasserschutz- bzw. –einzugsgebieten wieder Nmin-Bodenproben mit einem Jeep entnommen, der mit Terrareifen ausgestattet ist. Die Ergebnisse (z.T. incl. Grundnährstoffuntersuchung) werden ab November mit den Bewirtschaftern der Flächen besprochen.

Dr. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623/933207

 

Beitrag vom 07. Oktober 2013

Landwirtschaftliche Hinweise zum Erdfloh im Winterraps

Ab dem Zweiblattstadium kann Raps durch den Erdfloh befallen werden. Schadbild: siebartige, kreisrunde, stecknadelkopfgroße Löcher in den Blättern; Bohrlöcher steigern Gefahr von Infektionen (Phoma, Verticillium) und Auswinterung. Besonders Flächen beobachten, in deren unmittelbarer Nähe Ausfallraps steht. Sofern noch nicht geschehen, Gelbschalen aufstellen; Schadensschwelle: 50 Käfer/Gelbschale in drei Wochen bzw. bei Frühbefall 10 % zerstörte Blattfläche. Bekämpfung: Schutz durch Beize hält ca. 4-6 Wochen; danach, bei Überschreitung der Schadschwelle, Pyrethroide – u.a. Karate Zeon, Decis fl., Fastac SC.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

Beitrag vom 30. September 2013

Landwirtschaftliche Hinweise zum Herbizideinsatz im Getreide

Bei den anstehenden Herbizidmaßnahmen im Wintergetreide hat die Ungrasbekämpfung höchste Priorität. Der wiederholte Einsatz von Präparaten mit gleichen Wirkstoffen kann zur Bildung von Resistenzen bei der Bekämpfung der Ungräser führen. Daher auf einen konse-quenten Wirkstoffwechsel zu achten. Herbizide sind, entsprechend ihrer Wirkungsweise, in verschiedene Klassen (HRAC) eingeteilt. (weitere Hinweise hierzu finden Sie im neuen Ratgeber des LLH und des Pflanzenschutzdienstes Hessen. Ein günstiger Einsatztermin für die Unkrautbekämpfung liegt im Auflauf der Unkräuter und Ungräser; z.B. zur Wintergerste reine Bodenherbizide wie z.B. Herold SC, Malibu oder Cadou forte im VA, bis spätestens zum Spitzen, vor dem Auflaufen der Ungräser einsetzen. Für die Wirkung ist ausreichend Bodenfeuchtigkeit notwendig.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

Beitrag vom 30. September 2013

Situation im Winterraps

Viele Flächen zeigen ein extrem differenziertes Bild; man findet dort Rapspflanzen vom Keimblatt, über das 4. Blatt bis hin zum 6. Blattstadium. Ausfallgetreide hat sich vor allem in den Mulchsaaten gut entwickelt; das 2. Blatt ist i.d.R. entwickelt, so dass eine Bekämpfung erfolgen kann. Schnecken nach wie vor kontrollieren – ggf. Schneckenkorn nachstreuen! Gelb-graue Flecken auf, und ein grauer Pilzrasen auf der Unterseite der Keimblätter zeigen falschen Mehltau an; Bekämpfung mit Fungiziden nicht möglich. Gezielte N-Düngung fördert Blatt- und Wurzelbildung. In gleichmäßig entwickelten Beständen ab dem 4. Blatt Wachstumsregelereinsatz durchführen.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

Beitrag vom 23. September 2013

Landwirtschaftliche Hinweise zum Einfluss der Saatzeit auf die Ungrasbekämpfung

Neben der Möglichkeit Sorten mit starkem Blattapparat und kräftigem Wurzelwerk zur Ungrasunterdrückung zu nutzen, hat auch der Saatzeitpunkt einen großen Einfluss auf die Bekämpfung von Ungräsern. Wird der Aussaatzeitpunkt verzögert, laufen die Unkrautsamen bereits vor dem Saattermin des Getreides auf. Erfolgt die Bodenbearbeitung zeitig vor der Aussaat der Folgekultur, besitzen die Ungrassamen i.d.R. sehr gute Keimbedingungen; sie können dann entweder mit der Saatbettbereitung mechanisch beseitigt werden, oder durch den Einsatz eines Herbizides bekämpft werden. Auszählungen ergaben, dass z.B. eine um 2 Wochen verzögerte Weizenaussaat die Anzahl auflaufender Ackerfuchsschwanzpflanzen um 40 – 60% verringert hat.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

Beitrag vom 19. September 2013

Terminankündigung: Erntedank- Markt 2013 am Samstag den 5. Oktober

In diesem Jahr findet der traditionelle Erntedank- Markt in der Klausstrasse statt. Von der Ahlen Wurst bis zur Zwiebel bieten ab 10 Uhr verschiedene landwirtschaftliche Betriebe ihre hochwertigen regionalen Produkte an. Der diesjährige Erntedank- Markt wird in Kooperation mit dem Stadtmarketing Verein in Bad Hersfeld durchgeführt. Weitere Infos zu der Veranstaltung finden sie unter

www.gutes-aus-waldhessen.de Gutes aus Waldhessen e. V., 06621/87– 2209

 

Beitrag vom 19. September 2013

Gülle in Wasserschutzgebieten ab 1. Oktober nicht mehr auf Ackerflächen ausbringen!

Ab Anfang Oktober benötigen die meisten Akulturen nur noch wenig Stickstoff. Ein hohes N-Angebot zum Vegetationsende behindert die Ausbildung der Winterhärte und erhöht die Gefahr der Auswinterung. Muss noch Gülle ausgebracht werden, dann ist Grünland zu bevorzugen.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623933207

 

Beitrag vom 16. September 2013

Landwirtschaftliche Hinweise zu Ackerschnecken

Spätestens nach den Niederschlägen der vergangenen Woche und den kühleren Temperaturen ist die Aktivität der Schnecken wieder angestiegen. Im auflaufenden Raps sind Kontrollen jetzt unabdingbar, da er in dieser Phase stark gefährdet ist. Vor allem von Schnecken bevorzugte Stellen des Ackers beobachten: u.a. Bereiche mit Ernteresten, tonige Bereiche, schattige Stellen, Feldränder und angrenzendes Grünland. Auch Flächen mit Ausfallraps und Ausfallgetreide im Auge behalten; Ausfallraps ist eine Nahrungsgrundlage der Schnecken! Zu empfehlen sind vor allem nützlings- (Regenwurm, Laufkäfer) -schonende Präparate mit den Wirkstoffen Metaldehyd oder Eisen-3-phosphat; die empfohlenen Korndichten (Körner/m²) sind für den Bekämpfungserfolg entscheidend. Darauf achten, ob bereits gestreutes Material noch seine feste Konsistenz besitzt!

K.-H. Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

Beitrag vom 16. September 2013

Personalschulung in Lebensmittelbetrieben

Das Personal eines Lebensmittelbetriebes muss regelmäßig – mindestens einmal im Jahr und/oder bei Neueinstellung – gemäß der VO (EG) Nr. 852/2004 geschult werden. Die Schulungsinhalte konzentrieren sich auf die Themen Betriebs-, Produktions-, Lebensmittel- und Personalhygiene. Sinnvoll ist es, die Schulungen im eigenen Betrieb durch den Lebensmittelunternehmer oder von anderen verantwortlichen Personen durchführen zu lassen. Damit kann fehlerhaftes hygienisches Verhalten des Personals in die Schulungen mit einfließen. Schulungstermin und -inhalte einschließlich Teilnehmer und Schulungsleiter sind zu dokumentieren. Praktische Anleitungen zur Durchführung von Hygieneschulungen gibt ferner die DIN 10514.

Auskunft erteilt der Fachdienst Veterinärwesen und Verbraucherschutz, Tel. 06621/872302

 

Beitrag vom 09. September 2013

Gülledüngung zu Wintergetreide

In ausgetrockneten Böden kommt es nach dem Wiederbefeuchten zu einer übermäßigen Stickstofffreisetzung. Deshalb kann auf eine organische Düngung zum Wintergetreide in den meisten Fällen verzichtet werden. Aber auch in „Normaljahren“ reicht der Bodenstickstoff im Herbst für die Stickstoffernährung des Getreides aus. So zeigten Praxisversuchen der AGLW selbst bei Wintergerste keine wirtschaftlichen Mehrerträg der Gülleherbstdüngung. Auch eine Strohausgleichsdüngung ist, wie die in den letzten Jahren durchgeführten Nmin-Untersuchungen gezeigt haben, höchstens bei besonders hohen Strohmengen oder bei viehlos wirtschaftenden Betrieben und hier zu Wintergeste nach Getreidevorfrucht notwendig. Vor allem um die Ausbildung der Winterhärte nicht zu gefährden sollte Gülle, die zu Wintergerste gedüngt wird 40 kg Gesamt-N /ha nicht übersteigen,. Sinnvoll ist die organische Düngung im Herbst v.a. zum Raps, zu Zwischenfrüchten und im November zu Grünland.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623/933207

 

Beitrag vom 09. September 2013

Gülleeinarbeitung

Aus gegebenen Anlass wird noch mal darauf hingewiesen, dass nach § 4 der Düngeverordnung Gülle, Jauche, sonstige flüssige organische oder organisch-mineralische Düngemittel mit wesentlichen Gehalten an verfügbarem N (mehr als 10 % CaCl2 – löslich bei einem Ges. N-Gehalt von mehr als 1,5 %) oder Geflügelkot auf unbestelltem Ackerland unverzüglich eingearbeitet werden müssen. Dabei sind Zeitpunkt, Ausbringungsverfahren und aktuelle Witterung zu berücksichtigen. Die Einarbeitung muss unverzüglich erfolgen um Nährstoffverluste zu minimieren, das bedeutet, dass die Einarbeitung möglichst parallel erfolgen soll, wenn die betrieblichen Vorraussetzungen dafür gegeben sind.

FD LäRa, SG Landwirtschaft und Forsten, Hubertusweg 19, Bad Hersfeld, Tel.: 06621-87-2233

 

Beitrag vom 02. September 2013

Landwirtschaftliche Hinweise zur Gräserbekämpfung im Winterraps

Wird auflaufender Raps durch Ausfallgetreide oder andere Gräser bedrängt (vorrangig bei Mulchsaaten), sind die Gräser zügig auszuschalten. Um eine ausreichende Benetzung der blattaktiven Mittel zu gewährleisten, müssen die Gräser mindestens 2-3 Blätter ausgebildet haben. Zur Verfügung stehen u.a.: Agil S, Fusilade Max, Gallant Super, Panarex, Targa Super, Focus-Aktiv Pack.

Termine Info`s Sorten und Pflanzenschutz:

Eiterfeld 10.9.

Niederaula 11.9.

Bebra 12.9.

jeweils 20 Uhr.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 725736

 

Beitrag vom 02. September 2013

Sorten- und Anbauempfehlungen Herbst 2013

Winterroggen: Gute Standfestigkeit sowie die Anfälligkeit der Sorten für Rynchosporium und Braunrost sollten bei der Sortenwahl beachtet werden. Mehrjährig ertragstreu und leistungsstark sind Brasetto und Palazzo, Guttino zeigt gute Fallzahlen. Bei Visello ist die höhere Anfälligkeit für Braunrost zu beachten. Der zweijährig geprüfte SU Satellit sollte zunächst im Probeanbau beobachtet werden. Die Populationssorten Conduct und Dukato liegen ertraglich hinter den Hybriden. Das Risiko von Mutterkorninfektionen kann schon bei der Aussaat durch die Wahl einer angepassten Saatmenge und durch exakte Tiefenablage wesentlich reduziert werden.

Wintertriticale: Grenado und SW Talentro haben dank ihrer Winterhärte und Standfestigkeit weiterhin ihre Anbauberechtigung. Bei Talentro muss Braunrost und bei Grenado Gelbrost kontrolliert werden. Der ebenfalls kurzstrohige, sehr standfeste und blattgesunde Agostino ist nicht ganz winterhart. Zweijährig geprüfte Sorten: Adverdo (gute Rosttoleranz), KWS Aveo (länger im Stroh, sehr gute Kornausbildung, auf Gelbrost achten) und Mikado (sehr gute Standfestigkeit, auf Blattseptoria und Gelbrost achten) für den Probeanbau.

G. Käufler, LLH, Eichhof Tel: 06621/9228-15 oder-41

 

Beitrag vom 23. August 2013

Winterweizen: Sorten- und Anbauempfehlungen Herbst 2013

Entgegen aller Befürchtungen hatte sich der Entwicklungsrückstand des Weizens aus dem späten Frühjahr zur Ernte auf rund eine Woche reduziert. Bis auf die Spätdruschstandorte war die Weizenernte am 17. August weitgehend abgeschlossen. Weil auf vielen Flächen niederschlagsbedingt im Mai nicht zum optimalen Zeitpunkt behandelt werden konnte, war In diesem Jahr die Sortengesundheit besonders wichtig. Gesunde Sorten geben Flexibilität. Nach Jahren ohne nennenswerten Befall trat in diesem Jahr auch Mehltau auf.

In den einzelnen Qalitätsgruppen können folgende Sorten empfohlen werden:

A-Qualität:

Asano (2012 stärker ausgewintert),

Julius (winterhart, FZ stabil, etwas später abreifend), sowie

Kerubino und Cubus (beide frühreifend) .

B-Qualität:

Colonia (mittlere Abreife, geringer anfällig gegen Ährenfusarium) und

Kredo, beide Sorten sind sehr blattgesund und ausreichend winterhart.

C-Qualität:

Hermann (fuß- und ährengesund, anfällig gegen Gelbrost, Septoria, DTR),

Probeanbau:

Elixer (etwas später reifend, DTR-anfällig, ansonsten sehr blatt- und ährengesund).

Grannenweizen:

Premio,

Arezzo,

Isengrain.

Wichtig zur Risikominderung: Gute Saatbettvorbereitung und exakte Tiefenablage, keine zu frühen Saattermine wählen

G. Käufler, LLH, Eichhof Tel: 06621/9228-15 oder-41

 

Beitrag vom 15. August 2013

Wintergerste: Sorten- und Anbauempfehlungen 2013/14

Die Wintergerstenernte 2013 hat erneut die Leistungsfähigkeit moderner Sorten unter Beweis gestellt. Standfestigkeit war die in diesem Jahr am meisten geforderte Sorteneigenschaft, denn Lager trat niederschlagsbedingt z.T. schon während der Blüte auf. Solche Bestände enttäuschten ertraglich. Die Hektolitergewichte waren in den Versuchen mit über 70 kg auch bei den Mehrzeiligen sehr hoch. Bei den mehrzeiligen Sorten sind weiterhin Lomerit, Leibniz (winterhart), Nerz (GMV-Doppelresistenz), Saturn (frühreifend, nicht GMV-resistent), KWS Tenor (etw. spätere Reife, langstrohig, Ährenknicken) und KWS Meridian empfehlenswert. Souleka ist nicht ganz winterhart. Im zweizeiligen Sortiment finden sich Sorten mit hervorragender Kornausbildung, wie z.B. Canberra, Sandra oder Matros (ertragsstark, spätreif, nicht GMV-resistent), die damit für die Vermarktung besonders interessant sind. Neu ist die ertrags- und qualitätsstarke California (GMV-resistent, strohstabil, etw. spätere Abreife). Auf Gelbmosaik-Standorten unbedingt resistente Sorten wählen. Wintergerste honoriert eine trockene Aussaat und gute Bodenstruktur, daher pH-Werte kontrollieren und ggfs. vor der Bodenbearbeitung kalken. Auf Schneckenbefall achten!

G. Käufler, Fachreferentin Marktfruchtbau, LLH Eichhof Tel: 06621/9228-15

 

Beitrag vom 15. August 2013

HIAP-Grünlandextensivierung: Schlagkartei führen

Teilnehmer am Förderverfahren Standortangepasste Grünlandextensivierung im Rahmen des Hessischen Integrierten Agrarumweltprogramms (HIAP) sind verpflichtet, für alle Vertragsflächen Schlagkarteien zu führen. Diese Karteien müssen für jeden Schlag Angaben zu Art und Zeitpunkt der Nutzung enthalten. Im Falle der Beweidung ist die Dauer der Nutzung sowie Anzahl und Art der Tiere zu erfassen. Formblätter sind beim LK Hersfeld-Rotenburg im FDLäRa Hubertusweg 19 in Bad Hersfeld erhältlich.

TH. Krenzer, FDLäRa, Tel.: 06621/87-2221.

 

Beitrag vom 12. August 2013

Organische Düngung zur Rapsaussaat

Raps kann die die Nährstoffe der organischen Dünger und den im Herbst mineralisierten Bodenstickstoff sehr gut verwerten. Als optimal hat sich in den zurückliegenden Jahren eine organische Dügung mit 40-60 kg Gesamt-N (10-15 cbm/ha Gülle, bzw. 150–200 dt FM/ha) erwiesen. Bei einem höheren N-Angebot neigt Raps zum Luxuskonsum. Dieser hat den Nachteil, dass sich der Raps überwächst, wenn nicht rechtzeitig wuchsregulierend eingegriffen wird. Ein weiterer Nachteil ist, dass die Winterhärte verzögert ausgebildet wird.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623933207

 

Beitrag vom 12. August 2013

Landwirtschaftliche Hinweise zur Unkrautbekämpfung im Winterraps

Auswahl der Rapsherbizide an der Leitverunkrautung ausrichten. Je nach Unkrautdruck und Artenspektrum reicht evtl. eine Behandlung aus, oder aber es ist eine Spritzfolge (SF) notwendig. Der Einsatz des Wirkstoffes Clomazone hängt von den Standortbedingungen ab – rechtzeitig mit den Auflagen auseinandersetzen! Bei starkem Auftreten von Kreuzblütlern oder Raukearten erzielen clomazone-haltige Mittel (u.a. Colzor Trio, Butisan Komplett Pack, Quantum Power) im VA bis 3 Tage nach der Saat die besten Wirkungsgrade. Als SF sind Cirrus, Centium 36 CS o.a. im VA vorzulegen; im frühen NA  folgen Butisan Top bzw.  Butisan / Fuego / Rapsan. Die clomazone-freie SF aus Butisan Gold im VA (breites und dichtes Unkrautspektrum incl. Storchschnabel) und Effigo ab 4. Blatt gegen Kamille, ggf. kombiniert mit einem Wachstumsregler, zeigt in Versuchen gute Ergebnisse. Gegen Rauken und Stiefmütterchen ist ab dem 6-Blatt-Raps Fox möglich. Neu: Runway 0,2 l/ha (u.a. Mohn, Kornblume, Kamille) in SF/TM.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; Tel.:0160 90725736

 

Beitrag vom 26. Juli 2013

Ausfallraps nicht im Boden vergraben

Die unvermeidlichen Ernteverluste liegen beim Raps bei 2000 Körnern/qm oft aber auch bei 4000 und mehr. Werden die Samen tiefer in den Boden eingearbeitet bleiben sie bis zu 10 Jahre keimfähig und führen in zukünftigen Rapsbeständen zu unerwünscht hohen Bestandesdichten und erhöhtem Krankheitsdruck. Bei ausreichender Bodenfeuchte oder Taubildung keimt Ausfallraps am Besten ohne das zunächst eine Bodenbearbeitung erfogt. Ende August kann dann eine erste, möglichst flache Bearbeitung erfolgen. Bleibt es trocken, oder ist das gehäckselte Rapsstroh schlecht verteilt, kann schon nach dem Drusch sehr flach bearbeitet werden, so dass das gehäckselte Stroh gleichmäßiger verteilt wird und die Rapskörner Bodenkontakt bekommen.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623-933207

 

Beitrag vom 26. Juli 2013

Winterraps: Sorten- und Aussaatempfehlungen 2013/14

Nach großen Befürchtungen im verspäteten Frühjahr 2013 hat sich erneut bestätigt, dass gut entwickelte, gesunde Rapspflanzen mit ausreichender Wurzelausbildung schnell in der Lage sind einen Entwicklungsrückstand zu kompensieren. In unserer Region wird mit einer zeitgerechten Aussaat zwischen dem 20. und 30. August die Grundlage für einen soliden Bestand gelegt. Das Saatbett muss trocken und für die exakte Tiefenablage auf 1-2cm vorbereitet werden. Die Ablageexaktheit wird durch die Fahrgeschwindigkeit bei der Saat beeinflusst. Saatstärken zwischen 35 – 45 Körnern/m2 bei Hybriden bzw. 45 – 55 Kö/m2 bei Liniensorten haben sich bewährt. Sorten mit guter Gesundheit und Winterhärte sowie hohen Ölgehalten sichern den Erfolg des Anbaues ab. Geeignete Liniensorten: Adriana (hoher Ölgehalt, ), Vision (winterhart, standfest), bei frühem Saattermin Ladoga, Galileo. Bewährte Hybridsorten: PR46W20 (hohe Ölgehalte) Visby, NK Technik (beide mittlere Ölgehalte), NK Technik auch für spätere Saattermine, Sherpa (Visby-Genetik mit höheren Ölgehalten). Probeanbau: Avatar (nicht auf schwächeren Standorten).

G. Käufler, LLH, Eichhof Tel: 06621/9228-15 oder-41

 

Beitrag vom 11. Juli 2013

Zwischenfrüchte als Gülle-/Nährstofflager

Stickstoff-Bodenuntersuchungen vor Winter zeigen regelmäßig, dass eine organisch Düngung zu Getreide (inclusive Gerste) im Herbst pflanzenbaulich nur in wenigen Ausnahmefällen sinnvoll ist. Auch die Strohrotte benötigt keinen zusätzlichen Stickstoff. Eine organische Düngung zu Getreide und selbst zu Raps kann wie in den beiden zurückliegenden Wintern sogar schädlich sein, weil mit der organischen Düngung die Ausbildung der Frosthärte verhindert wurde. Sinnvoll ist die organische Düngung im Herbst mit maximal 40 kg Ammonium-N bzw. mit 80 kg Gesamt-N/ha (DVO) also nur zu Zwischenfrüchten und etwas reduzierter zum Grünland.
Als Zwischenfrucht in Rapsfruchtfolgen bietet sich Phacelia an (Saat: bis Ende Aug, 8-12 kg/ha.). Sie durchwurzelt den Boden intensiv und bis 1,2 m. Noch optimaler sind Saatmischunge  mit Bitterlupine, Sonnenblumen, Alexandrinerklee, Seradella, Phacelia, Schwarzhafer, Öllein, Buchweizen (z.B. Terra Life Rigol) . Sie durchwurzeln den Boden unterschiedlich tief und lockern Bodenverdichtungen Diese Mischung sollte bis 20./25. Aug. mit 45-50 kg/ha gesät sein.
Für Fruchtfolgen ohne Raps bietet sich, außer Senf (als Mähdruschsaat direkt nach der Ernte ohne Stoppelbearbeitung möglich, ansonsten Saat bis Anfang September, mit 18-20 kg/ha), der Ölrettich an (Saat: bis Anfang Sep, 20-25 kg/ha, Wurzeltiefe bis 2m) oder eine Saatmischung wie z.B. Terra Life Biomax (25-30 kg/ha bis Anf. Sep). Selbst im letzten, kurzen Herbst haben diese Zwischenfrüchte allen gedüngten und im Boden vorhandenen Stickstoff aufgenommen, sie haben den Boden gut duchlockert, Humus gebildet, ihn vor Erosion geschützt und sind sicher abgefrohren. Der diesjährige Mais bedankt sich dafür.

Als winterharte Zwischenfruchte für eine Herbst- bzw. zeitige Frühjahrsnutzung kann zudem einjähriges bzw. Welsches Weidelgras (Saat:40-45 kg/ha) oder Landsberger Gemenge ausgesäät werden (Saat: bis Ende September 50 kg/ha). Eine Frühjahrsnutzung der Zwischenfrüchte sollte jedoch nur auf Standorten mit guter Wasserversorgung vorgesehen werden.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623-933207

 

Beitrag vom 01. Juli 2013

Landwirtschaftliche Hinweise zur Kraut- und Knollenfäule in Kartoffeln

Die erste Krautfäulebehandlung sollte überall erfolgt sein. Erste Bestände sind bereits befallen. Auch bei trockner und warmer Witterung besteht weiterhin erhöhtes Krautfäulerisiko, zumal die Böden ausreichend Wasser nachliefern. Zur zweiten bzw. dritten Behandlung jetzt ein systemisches Mittel wie z.B. Infinito etc. einsetzen. Bei bereits vorhandenem Befall ist eine Kombination aus teilsystemischen Mitteln und sporenabtötenden Präparaten anzuraten: z.B. Curzate MWG, Acrobat Plus, Areva MZ, Tanos, Valbon, Shaktis, Revus top o.a. und ein sporenabtötendes Präparat wie Ranman Top, Shirlan, Banjo o.a.; Wirkstoffwechsel vornehmen, um Resistenzbildung zu vermeiden! Spritzabstand: z.Zt. 7 Tage; auch auf den Kartoffelkäfer bzw. seine Larven achten!

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; Tel.:0160 90725736

 

Beitrag vom 01. Juli 2013

Landwirtschaftliche Hinweise zum Vorratsschutz

Vorratsschädlinge wie Kornkäfer, Motten oder Milben können in lagerndem Getreide erhebliche Schäden und Qualitätsverluste verursachen. Um dies zu verhindern, vor der Einlagerung der neuen Ernte besonders Ritzen, Ecken u. Fugen der Läger mit Kehrbesen und Industriestaubsauger gründlich reinigen, um möglichst alle Schädlinge zu erfassen. Bereits ein geringer Ausgangsbefall kann zu einer Totalverseuchung der neuen Ernte führen. Vorhandenes Altgetreide nicht mit der neuen Ernte vermischen, sondern verfüttern bzw. auslagern. Eine zusätzliche chemische Behandlung der leeren Speicherräume schafft letzte Sicherheit vor Schädlingen: Bei der Behandlung der Lagerräume sind alle Flächen, Ritzen und Winkel sowie die benutzten Maschinen, Geräte und Fördertechnik gründlich zu benetzen; für Leerraumbehandlungen K-Obiol EC 25 verwenden. In dichten oder abdichtbaren Räumen und Silos besteht die Möglichkeit, durch Vernebeln von entsprechenden Präparaten eine direkte Bekämpfung von versteckt sitzenden Schädlingen zu erreichen. Für diesen speziellen Zweck stehen Verneblungsdosen/-automaten zur Verfügung: z.B. Dedevap green oder Detmolin P, Insektenil Raumnebel fuerte. Befallenes Getreide beim Umlagern mit K-Obiol EC 25 oder mit Actellic 50 behandeln.

Karl-Heinrich Claus; LLH HEF/FD; 0160/90725736

 

Beitrag vom 17. Juni 2013

Landwirtschaftliche Hinweise zur Pflege von Feldrändern

Um das Einwandern von Ungräsern (z.B. Trespen, Ackerfuchsschwanz) und Unkraut (z.B. Ackerwinden) in die Kulturfläche zu vermeiden, ist sobald wie möglich eine mechanische Pflegemassnahme (mähen oder mulchen) an Wegen, Weg- und Feldrändern durchzuführen. Dabei ist zu beachten, dass es in manchen Gemeinden festgelegte Zeiträume für  diese Massnahmen gibt. Eine chemische Behandlung (z.B. mit Totalherbiziden) von Wegen und Wegrändern ist nicht möglich. Durch den Einsatz von Totalherbiziden auf Basis von Glyphosat wird zudem die Verbreitung von Trespen gefördert. Die Trespe hat eine hohe Konkurrenzleistung und gilt daher als Pionierpflanze.

LLH HEF/FD; Karl-Heinrich Claus, Tel.:0160 90725736

 

Beitrag vom 07. Juni 2013

Hinweise zum Situation im Winterweizen

In den letzten Tagen haben sich die Weizenbestände zügig fortentwickelt. Vielerorts ist das letzte Blatt geschoben, in frühen Beständen schieben bereits die Ähren. Die ergiebigen Niederschläge der letzten Wochen mit entsprechender Blattnässedauer haben zu Infektionen mit Septoria (anfällige Sorten JB Asano, Biscay u.a.) u. Gelbrost geführt; außerdem sind mittlerweile Braunrostinfektionen zu sehen. Wurde bisher noch kein Fungizid eingesetzt, ist dies dringend nachzuholen! Bei der Mittelauswahl darauf achten, dass alle Krankheiten nachhaltig, d.h. kurativ wie auch protektiv, mit entsprechender Dauerwirkung erfasst werden. In Beständen mit Fusariumgefahr (z.B. Stoppelweizen, Vorfrucht Mais) ein Fungizid in der Blüte des Weizens einplanen!

K.H. Claus, LLH HEF/FD; 0160/907 25736

 

Beitrag vom 07. Juni 2013

Kleine Menge, große Wirkung

Kann das Ertragsniveau von Weizen nach dem kühlen und feuchten Mai etwas nach oben korrigiert werden und ist die Spätdüngung bereits abgeschlossen, dann kann bei stabiler Wachsschicht, idealerweise 8-10 Tage nach der Blüte, über eine Flüssigdüngung mit Harnstoff der Proteingehalt des Weizens noch verbessert werden. Verarbeiten kann die Pflanze über Ähre und Blatt bis zu 10 kg N/ha. Damit müssen ca. 20 kg Harnstoff/ha in der Spritze gelöst werden. Ausbringung am Abend, oder bei Temperaturen unter 20°C. 10 kg N/ha über das Blatt entsprechen etwa 20–30 kg N/ha über dem Boden.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623-933207

 

Beitrag vom 31. Mai 2013

Grasuntersaaten in Mais

Mais ist ein starker Humuszehrer. Dies führt v.a. dann zu einer schlechterer werdenden Bodenstruktur, wenn Güllebetriebe Mais jährlich auf den gleichen Standorten anbauen weil z.B auf anderen Flächen hoher Wildschaden auftritt. Je sandiger die Standorte sind, desto schneller verschlechtert sich die Bodenstruktur. Abnehmender Humusgehalt verringert die Wasserhaltefähigkeit der Böden (negativ in Trockenjahren) und erhöht das Risiko von Erosion. Werden ab dem 7-8 Blattstadium des Maises ca. 15 kg/ha Deutsches und Welsches Weidelgras (je 50%) mit einem Grünlandstriegel + Nachsaattechnik, einem Schneckenkornstreuer, oder einem pneumatischen Düngerstreuer breitflächig in den Mais gesät, dann entwickelt sich die Untersaat zunächst langsam, nach der Maisernte jedoch zügig. Über Winter bis zur nächsten Maisaussaat wird Humus aufgebaut und der Boden ist vor Erosion geschützt. Zudem bindet die Gasuntersaat Nährsoffe. Eine Herbstweide (in günstigen Jahren) und eine Frühjahrsnutzung sind möglich. Beim Herbizideinsatz sind blattaktive Mittel zu bevorzugen.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623-933207

 

Beitrag vom 27. Mai 2013

N-Düngung zum Ährenschieben

Niederschläge und Temperaturen haben beim Getreide zu einer hohen Nährstoffverfügbarkeit der ausgebrachten mineralischen und organischen Dünger und zusammen mit einer hohen Stickstofffreisetzung im Boden zu einer derzeit hohen Nitratkonzentration in der Halmbasis geführt. Dies zeigen entsprechende Messungen der AGLW. Gut mit N versorgt sind alle Weizen und Gerstenbestände, die in der Summe der 1.und 2. N-Gabe mit 80-90 kg N gedüngt wurden. Bei einem Zielertrag von 70-75 dt/ha müssten diese Bestände ab dem voll entwickelten Fahnenblatt noch mit etwa 40 kg N/ha gedüngt werden (Ertragsziel mal 1,7 minus bisherige N-Düngung). Bei höheren Ertragszielen wurden bereits 100 -110 kg N/ha (1.+2. Gabe) gedüngt. Diese Bestände weisen derzeit einen geringen N-Bedarf auf. Ab dem Grannenschieben dürften aber auch diese Bestände noch einen N-Bedarf von etwa 40 kg N/ha aufweisen. Es sollten dann auf dem jeweiligen Standort aber auch 80-90 dt/ha realisierbar sein.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623-933207

 

Beitrag vom 21. Mai 2013

Unkrautbekämpfung im Silomais

Mais reagiert sehr empfindlich auf Unkrautkonkurrenz, d.h. Konkurrenz zeitig ausschalten! Der günstigste Zeitpunkt für eine einmalige Herbizidanwendung ist das 2-4 Blattstadium des Maises; die Unkräuter sind dann i.d.R.in der Masse aufgelaufen und befinden sich im Keimblattstadium. Das Herbizid sollte eine lang anhaltende Blatt- und Bodenwirkung besitzen und gut verträglich sein! Landesweit ist eine stetige Zunahme von verschiedenen Hirsearten zu beobachten; in hiesiger Region hat sich vor allem die Hühnerhirse, meist in engen Maisfruchtfolgen, in nur wenigen Jahren örtlich rasant ausgebreitet. Rechtzeitig, auch bei nur schwachem Hirsebesatz, eine konsequente Hirsebekämpfung vornehmen!

Karl-Heinrich Claus LLH HEF/FD; 0160 907 25 736

 

Beitrag vom 16. Mai 2013

Bordüngung zu Mais

Erste Blattanalysen bei Raps und Weizen deuten auch in diesem Jahr auf eine niedrige Bor-Versorgung der Kulturen hin. Auch bei Mais sind nur niedrige Borgehalte in der Pflanze zu erwarten. Zu empfehlen ist, dass die Bordüngung gemeinsam mit der Herbizidmaßnahme, jedoch nicht vor dem 4-Blattstadium (Blattmasse!), durchgeführt wird. Die Düngemenge beträgt dann 450 g B/ha. Bei mehr Blattmasse im 7 bis 8-Blattstadim brauchen nur 300 g B/ha eingesetzt werden. Die Düngung mit Bor soll zu einem kräftigeren Stängel, einer besseren Einkörnung des Kolbens und zu höheren Erträgen führen. Nach einer Bordüngung war in den letzten 4 Jahren der TS-Gehalt des Silomaises. rund 3 % höher als ohne Bor. Eine mit Bor gedüngte Fläche könnte damit etwas früher geerntet werden.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, T.: 06623-933207

 

Beitrag vom 10. Mai 2013

Grünlandtag 2013

Der Hessische und Deutsche Grünlandtag 2013 findet in Kooperation von Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) und Deutschem Grünlandverband (DGV) am 24. und 25. Mai 2013  auf dem Eichhof in Bad Hersfeld statt. Unter dem Generalthema „Verbesserung unserer Wiesen und Weiden“ geht es in einem agrarpolitischen Teil zunächst um Grünlandspezifika bei der Umsetzung der anstehenden GAP-Reform. Ein weiter Themenblock widmet sich der Frage nach dem Beitrag des Grundfutters vom Grünland zur Eiweißversorgung der Wiederkäuer. Vorträge zur Etablierung und Erhaltung leistungsfähiger Grasnarben rundet den ersten Tag ab. Die Exkursion am zweiten Tag zum Thema „Narbenqualität unter verschiedenen Umwelten“ führt über das Versuchsfeld des Eichhofs in die Rhön.

Nähere Informationen finden sie unter www.llh.hessen.de

 

Beitrag vom 03. Mai 2013

Landwirtschaftliche Hinweise zum Einsatz von Wachstumsreglern im Getreide

Der überwiegende Teil des Wintergetreides hat die Schoßphase erreicht. Wachstumsreglereinsatz zeitig (EC 31-32) anstreben, um die Halmbasis zu stabilisieren. In Wintergerste haben sich die Präparate Moddus/Calma oder Medax Top bewährt; Aufwand-mengen sortenabhängig. Die Bestände sind i.d.R. gesund und wachsen möglichen Infektionen rasch davon. Einmaligen Einsatz von Fungiziden im Stadium EC 39-49 anstreben. Bei Winterroggen, Weizen und Triticale bietet sich im 1 Knoten-Stadium EC 31 der Einsatz von CCC+ Moddus/Calma an, z.B.: (0,5 CCC + 0,2 Moddus/Calma); bei stärkerer Lagergefahr (0,7-1,0 CCC + 0,3 Moddus/Calma oder Medax Top 0,7-1,0 + 0,7-1,0 Turbo) Auch Roggen, Triticale und Weizen z. Zt. ohne nennenswerte Infektionen. Ein Fungizideinsatz ist momentan deshalb nicht wirtschaftlich. Warme, strahlungsreiche Witterung verstärkt die Wirkung. Aufwandmengen an Witterung anpassen.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

Beitrag vom 03. Mai 2013

Den Siloschnittzeitpunkt nicht über Gebühr verzögern

Der Winter war lang und der Vegetationsbeginn kam mit erheblicher Verzögerung. Es fehlen mindestens zwei Wochen Wachstum und man sieht es den Wiesen an. Ein ertragreicher erster Siloschnitt ist nicht zu erwarten. Doch das darf nicht dazu verleiten, zugunsten höheren Ertrages den Schnitttermin allzu sehr nach hinten zu schieben. Denn die generative Entwicklung der Gräser, und damit die Alterung, wird nicht nur von der Wärmesumme gesteuert. Hier spielt die Tageslänge eine sehr große Rolle. Und die nimmt zu, ob es warm ist oder kalt, nass oder trocken. Die Pflanzen altern, auch bei deutlich herabgesetztem Massenwuchs. Im Durchschnitt nimmt der Rohfasergehalt während des Schossens täglich um 0,2 % zu und der Rohproteingehalt um 0,2 % ab. In vergrasten Beständen mit hohen Anteilen Gemeiner Rispe, von Flechtstraußgras oder Rotschwingel kann der tägliche Qualitätsverlust mehr als doppelt so groß sein.

Dr. Richard Neff, LLH Eichhof, 06621/9228-14

 

Beitrag vom 26. April 2013

Feldtag zur Streifenbearbeitung (Strip-Till) bei Mais

Am Dienstag den 30. April und Donnerstag den 2. Mai laden die Arbeitsgemeinschaft Land- und Wasserwirtschaft (AGLW), die Fa. Bornmann Waldkappel-Bischhausen sowie die Firmen Kuhn und Massey Ferguson alle interessierten Landwirte zu einem Feldtag ein. Auf Praxisschlägen wird das Strip-Till Verfahren, die Streifenbearbeitung zu Mais vorgestellt. Bei dem Verfahren, dass aus Amerika kommt, wird der Boden z.B. nach dem Anbau von Zwischenfrüchten oder Untersaaten nur streifenweise bis auf Krumentiefe gelockert, die Bereiche dazwischen bleiben unbearbeitet. In einem 2. Arbeitsgang wird das Saatgut später in den gelockerten Streifen abgelegt.

Im Mai und Juni sind in der hiesigen Region häufig Starkniederschläge zu verzeichnen, die immer wieder zu einer erheblichen Bodenerosion bei Maisflächen führen. Mit dem Strip-Till Verfahren kann der Erosion deutlich entgegengewirkt werden. Dies wird auch auf eine erhöhte Regenverdaulichkeit zurückgeführt, die wiederum die Wasserverfügbarkeit des Maises erhöht. Ein großer Vorteil bei auftretenden Vorsommertrockenheiten.

Durchgeführt wird die Streifenbearbeitung mit dem Kuhn Striger der von einem Massey Ferguson mit aktivem Lenksystem gezogen wird.

Termine:

Dienstag 30.04. um 10 Uhr in Alheim-Heinebach. Wegbeschreibung: Straße von Heinebach nach Niederellenbach, links abbiegen auf den Feldweg nach Rotenburg, anschließend dem 2. Feldweg (Grasweg) rechts folgen.

Dienstag 30.04. um 14 Uhr in Schenklengsfeld-Wippershain. Wegbeschreibung: K17 Bad Hersfeld nach Wippershain, 1. Abfahrt, am Parkplatz rechts, Weg zum Sportplatz folgen.

Donnerstag 02.05. um 10 Uhr in Cornberg-Königswald. Wegbeschreibung: K51 von Königswald nach Eltmansee, rechts Feldweg nach Dimerode folgen 1. Ackerfläche rechts.

Donnerstag 02.05. um 14 Uhr Ringgau-Röhrda. Wegbeschreibung: An der B7 von Röhrda nach Netra, links.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623-933207

 

Beitrag vom 26. April 2013

Stickstoffversorgung von Weizen und Gerste und Mikronährstoffdüngung

Die N-Versorgung von Weizen und Gerste ist derzeit sehr gut, wie Nitratmessungen im Pflanzensaft zeigen, wenn die Schläge bisher mit 80 kg N/ha gedüngt wurden.

Zur Verbesserung der Wurzelentwicklung und der Einkörnung sollten 250g Mangan/ha und 75g Bor/ha flüssig gedüngt werden.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623933207

 

Beitrag vom 26. April 2013

Landwirtschaftliche Hinweise zum Einsatz von Wachstumsreglern

Je nach Höhenlage und Aussaat befinden sich Wintergerste und Winterroggens im Stadium Ende Bestocken/Anfang Schossen. Um eine gute Standfestigkeit zu erreichen, ist der frühe Wachstumsreglereinsatz im EC 31-32 wichtig. In der Wintergerste bieten sich Moddus/Calma oder Medax Top an. Je nach Standfestigkeit der Sorte 0,3 l/ha (standfeste Sorten) bis 0,7 l/ha (lageranfällige Sorten Lomerit, Highlight, Leibniz, Zoom, Nerz) Moddus o. Calma einsetzen. Bei Medax top, je nach Lageranfälligkeit, Aufwandmengen von 0,6 – 1,2 l/ha plus Turbo vorsehen; möglich sind auch Mischungen aus Moddus 0,4 l + Camposan extra/Cerone 0,3 l/ha. Die Bestände sind z. Zt. gesund und wachsen möglichen Infektionen rasch davon. Ein Einsatz von Fungiziden ist derzeit nicht notwendig. Fungizidbehandlung für den Zeitraum Stadium EC 39-49 einplanen. Bei Winterroggen auf Trockenstandorten ist entsprechendes Fingerspitzengefühl bei der Wachstumsreglermaßnahme gefragt. Ab EC 31 bietet sich der Einsatz von CCC+ Moddus/Calma an z.B.: (0,5 CCC + 0,2 Moddus/Calma); bei hoher Lagergefahr (0,7-1,0 l CCC + 0,3 l Moddus/Calma oder Medax Top 0,7-1,0 + 0,7-1,0 Turbo). Auch die Roggenbestände sind derzeit sehr gesund. Ein Fungizideinsatz ist derzeit nicht wirtschaftlich. Warme, strahlungsreiche Witterung verstärkt die Wirkung; Aufwandmengen der Wachstumsregler den Witterungsbedingungen entsprechend anpassen.

K.-H Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

Beitrag vom 22. April 2013

Landwirtschaftliche Hinweise zu Wildschäden im Raps

Die lange Vegetationsruhe hat die Futtergrundlage von Reh- und Rotwild so strapaziert, dass das Wild, stärker noch als in vergangenen Jahren, Rapsflächen zum Äsen aufgesucht hat. Geschädigte Pflanzen sind zu unterscheiden ob lediglich Laubblätter abgefressen worden sind, oder aber ob der Haupttrieb incl. des Vegetationskegels abgebissen wurde. In beiden Fällen regeneriert der Raps i.d.R. aus einer intakten kräftigen Wurzel. Wurden nur Laubblätter gefressen, hat sich die Rapspflanze schon erholt, und bereits wieder einen Blattapparat aufgebaut. Pflanzen, die komplett abgebissen wurden, reagieren hingegen mit einer verstärkten Bildung von Seitentrieben; sie lassen keine gleichmäßige Entwicklung des Bestandes zu: – sie kommen später in die Blüte, -dies bedeutet einen konzentrierten Zuflug von Rapsglanzkäfern zu einem Zeitpunkt, zu dem die normal entwickelten Pflanzen bereits Schoten angesetzt haben, -ein Insektizideinsatz entfällt somit- d.h. die Knospen werden vom Käfer nahezu komplett vernichtet; zurück bleiben, bis zur Ernte, grüne Pflanzen, die die Ernte erschweren und die Feuchtigkeit im Erntegut erhöhen.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

Beitrag vom 19. April 2013

Maisanbau und CC-Wasser 2

Seit dem Jahr 2010 sind die Ackerflächen in verschiedene Wassererosionsgefährdungsklassen eingeteilt. Die Gefährdung wird aus der Hangneigung und der Bodenart abgeleitet. Die Flächen mit einer hohen Erosionsgefährdung finden sich in der Klasse 2. Für diese Flächen ist beim Anbau von Mais folgendes zu beachten: In der Zeit vom 01.12. bis 15.02. darf grundsätzlich nicht gepflügt werden. Wenn quer zum Hang bearbeitet und gesät wird, ist das Pflügen möglich. Wenn jedoch die Bewirtschaftung längs zum Hang erfolgt und der Mais als Reihenkultur mit einem Reihenabstand von mindestens 45 cm gelegt wird, ist das Pflügen verboten. Die Maßnahme gehört zu den Cross-Compliance-Verpflichtungen.

Günter Kerst, Fachdienst Ländlicher Raum Tel. 06621-87 2201

 

Beitrag vom 15. April 2013

Landwirtschaftliche Hinweise zur Unkrautbekämpfung in Körnerleguminosen

Für die VA – Anwendung stehen in Erbsen und Ackerbohnen die Präparate Stomp Aqua, Boxer, Centium 36 CS und Bandur zur Verfügung. Aufgrund von Wirkungslücken der Einzelprodukte sind Tankmischungen mit Bandur + Stomp Aqua oder Boxer + Stomp Aqua im VA sinnvoll; bei Knöterich auch die Kombination Centium CS + Bandur. Behandlungen im VA bis 5 Tage nach der Saat durchführen. Ausreichende Wirksamkeit und Verträglichkeit nur bei rückverfestigtem Boden und ausreichender Bodenbedeckung der Saat (Erbsen min. 3 cm, Ackerbohnen mind. 5 cm) gewährleistet. Restverunkrautung, z.B. nach Zwischenfrüchten, kann im VA mit 3 l/ha Glyphosat beseitigt werden. Im NA steht in Ackerbohnen nur Basagran, vorteilhaft ist ein Splitting von 2x 0,8-1,0 l/ha, ab dem Auflaufen der Unkräuter zur Verfügung. In Erbsen hat sich im NA, bei 5 -10 cm Erbsenhöhe, eine TM Basagran + Stomp bewährt. In Lupinen stehen im VA Stomp, Boxer, Gardogold oder eine Mischung aus Boxer + Stomp zur Verfügung; in Gelben Lupinen ist nur Lentagran WP ab dem 3. Blatt möglich.

LLH HEF/FD Karl-Heinrich Claus; 0160 90725736

 

Beitrag vom 08. April 2013

Organische Düngung zu Silomais

Silomais hat zu Beginn des Wachstums ein schlechtes Nährstoffaneignungsvermögen. Zur Aussaat sollten deshalb mineralisch etwa 30-40 kg Stickstoff/ha ausgebracht werden. Der restliche N-Bedarf kann über organische Düngung ausgeglichen werden. Diese sollte zügig eingearbeitet werden, um eine hohe N-Ausnutzung zu gewährleisten. Bei regelmäßiger organischer Düngung kann dann beim Mais mit etwa 90 % des Gesamt-N der Gülle bzw. des Biogassubstrates und mit 70 % beim Festmist gerechnet werden. Nach Abzug des mineralischen N müssen dann bei einem Ertragsziel von 450 dt FM/ha (rund 140 dt TM= langj. Mittel) noch rund 20 cbm Rindergülle (RG), oder 14 cbm Biogasubstrat (BG) bzw. 20 t Rindermist (RM) je ha gedüngt werden. Bei einem höheren Ertragsziel von ca. 500 dt FM/ha (rund 170 dt TM) können jeweils 24 (RG) bzw. 18 (BG) cbm oder. 24 Tonnen RM/ha und bei 550 dt FM (190 dt TM wie im besten Maisjahr 2012) etwa 28 (RG) bzw. 21(BG) cbm/ha oder 28 Tonnen FM/ha gedüngt werden.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.:06623/933207

Organische und mineralische N-Düngung zu Silomais
unter Berücksichtigung des TM-Ertrages

0,75 kg N/dt TM = rund 0,25 N/dt FM

Silomaiserträge in Abhängigkeit von der N-Düngung
N-Ausnutzung der Gülle = 90 %

 

Beitrag vom 08. April 2013

Sortentypen und Bestandsaufbau der in den Wasserschutzgebieten der AGLW-Mitgliedsgemeinden angebauten Wintergerstensorten (Ernte 2012) und 2013

Die verschiedenen Wintergerstensorten reagieren unterschiedlich auf die Tageslänge. Viele der in der hiesigen Region angebauten Sorten beginnen noch  unter Kurztagsbedingungen (KT) zu schossen, d.h. bei einer Tageslänge von 13 Stunden. Diese wird in der hiesigen Region in der Woche vom 8.-14. April erreicht werden, die Pflanzen schließen dann die Bestockung und die Ährenanlage ab und gehen in die Schossphase über. Sorten, die unter Langtagsbedigungen (LT) mit dem Schossen beginnen, benötigen hingegen eine Tageslänge von 14 Stunde. Diese Tageslänge ist in der Woche vom 15.-21. April zu erwarten. Tagneutrale (TN) Sorten liegen mit dem Schossbegin dazwischen.

Darüber hinaus sind in der nebenstehenden Tabelle die Gerstensorten dargestellt, die 2012 in den Wasserschutzgebieten der AGLW-Mitgliedsgemeinden angebaut wurden sowie die Anzahl der Schläge, die nach dem Kahlfrost im Februar 2012 von der jeweil angebauten Sorte umgebrochen oder nicht umgebrochen wurde. Sorten, die 2012 verstärkt umgebrochen wurden, sollten in diesem Frühjahr besonders auf Schäden kontrolliert werden.

Die Anfang bis Mitte März ausgebrachten N-Mengen konnten aufgrund der frostig trockenen Witterung von den Pflanzen bisher noch nicht genutzt werden. Diese N-Mengen stehen den Pflanzen zur Regeneration und zum Schossen noch weitgehend zur Verfügung. Damit die Bestandesdichte nicht weiter abfällt sollten schwächere oder stark geschädigte Bestände bzw. Sorten, die ihr Ertragspotential über eine etwas höhere Bestandesdichte ausschöpfen  zum Wachstumsbegin auf etwa 80-90 N/ha aufgedüngt werden (1.+2. N-Gabe).

Bei jenen Sorten, die durch die frostig trockene Witterung, bzw. durch die Wechselfröste weniger geschädigten sind und jenen, die unter Langtagsbedingungen zum Schossen übergehen sollte mit der 2. N-Gabe bis EC 30/31 und damit bis zu einem deutlichen sichtbaren Wachstum gewartet werden. Dann bietet sich, je nach Witterung, auch der Einsatz von Gülle an. Die N-Summe aus 1.+ 2. Gabe sollte aber auch hier 80-90 kg N/ha zunächst nicht übersteigen

Besonders sinnvoll ist bei der 2. N-Gabe die Anlage eines Düngefensters. (etwa 30 m weit einenen Gang schneller fahren bzw. etwa 20 kg N/ha weniger düngen). Dieses gibt wichtige Hinweise auf die der Gerste noch zur Verfügung stehende N-Menge. Hellt die weniger gedüngte Fläche auf, muß zügig die 3. N-Gabe ausgebracht werden.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.:06623 933207

 

Beitrag vom 08. April 2013

Sortentypen und Bestandsaufbau der in den Wasserschutzgebieten der AGLW-Mitgliedsgemeinden angebauten Winterweizensorten (Ernte 2012) und 2013

Die meisten der 2012 angebauten Weizensorten beginnen mit dem Schossen bei einer Tageslänge von 13 Stunden (Kurztag, KT) bzw. bei einer Tageslänge von 13-14 Stunden (tagneutral, TN). Die Tageslänge von 13 Stunden ist in der Woche vom 8.-14. April zu erwarten. Zum Wachstum beötigen die Pflanzen derzeit jedoch v.a. Feuchtigkeit und Wärme.

Wie die anderen Getreidearte oder auch Raps konnte der Weizen die bislang ausgebrachten N-Mengen aufgrund der frostig kalten, den Wachstumsbegin hinauszögernden Witterung kaum nutzen. Mit Wachstumsbegin sind diese N-Mengen bei der Schossergabe mit zu berücksichtigen. Zu diesem Zeitpunkt sollten schwäche Bestände bzw. Bestände, die ihr Ertragspotential über die Bestandesdichte (BD) ausschöpfen, auf etwa 80-90 kg N/ha (1.+2. N-Gabe) aufgedüngt werden, um die vorhandenen Triebe zu erhalten. Dabei ist eine mineralische Ergänzung zu bevorzugen. Bei den anderen Sorten sollte zunächst ebenfalls auf etwa 80-90 kg N/ha aufgedüngt werden wobei hier, unter Berücksichtigung der noch verfügbaren 1. N-Gabe die 2. N-Düngegabe mit Gülle durchgeführt werden hann.

Auch beim Weizen ist die Anlage einen Düngefensters sinnvoll, da dieses bei den derzeit unsicheren Witterungsverhältnissen rechtzeitig einen Hinweis darauf gibt, wann der zur Ernährung der Pflanzen notwendige N-Bodenvorrat zu Ende geht. Dazu düngt man auf einer Fahrstrecke von etwa 30 m rund 20 kg N/ha weniger, bzw. fährt mit dem Güllefass schneller. Wird diese Fläche heller muss zügig nachgedüngt werden.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623-933207

 

Beitrag vom 08. April 2013

Landwirtschaftliche Hinweise zur allgemeinen Situation

Mit ansteigenden Temperaturen und Niederschlägen kommt das Wachstum der Winterungen langsam in Gang. Pflanzen, die noch kein ausreichendes Wurzelsystem gebildet haben, sind in ihrer Entwicklung allerdings deutlich zurück. Der Landwirt kann das Wachstum solcher Bestände – 1.N-Gabe vorausgesetzt – derzeit allerdings kaum beeinflussen, da dieses von Licht, Wärme, Wasser und Nährstoffen abhängt. Anwalzen nur bei absolut trocknen Bodenverhältnissen machbar; CCC fördert bei wüchsiger Witterung die Bestockung des Weizens, setzt aber ein deutliches Wurzelwachstum voraus (weiße Kronenwurzeln 3 cm lang)! Herbizidmaßnahmen nur bei erholten Beständen, Ungräsern u. Unkräutern durchführen. Im Winterraps Gelbschalen regelmäßig kontrollieren.

LLH HEF/FD; Karl-Heinrich Claus; 0160 90725736

 

Beitrag vom 22. März 2013

N-Düngung zu Raps und Getreide

Wenn in den nächsten Tagen die Flächen befahrbar sind, sollte, wo noch nicht geschehen, die 1. N-Düngung möglichst mit Schwefel durchgeführt werden. Da der Wetterbericht bis Ostern immer noch Frost voraussagt sollte der Raps, wenn er vor Ostern die 1. Düngergabe erhält, möglichst bald nach Ostern fertig gedüngt werden. Dabei sollte ein relalistisches Ertragsziel für den jeweiligen Standort gewählt und dieses mit 3,6 multipliziert werden, um die Gesamt-N-Menge /ha zu errechnen. Getreide sollte, je nach Ertragsziel mit 40 – (50) kg N/ha und 15-20 kg S/ha (ASS, KAS+S = 24/6 u.a.) angedüngt werden. Wird das Getreide mit KAS angedügt muß möglichst bald nach Ostern die Schwefeldüngung folgen.

Schwefel- und Mikronährstoffdüngung

Insbesondere bei Wintergerste konnte in der letzten Zeit eine zunehmende Gelbverfärbung der Blätter beobachtet werden. Dies ist nicht nur eine Reaktion auf niedrige Stickstoffgehalte im Boden, sondern auch eine Reaktion auf niedrige Temperaturen und, bei hoher Bodenfeucht, auf Luftmangel. Neben Stickstoff feht aber auch der über Winter aus dem Wurzelberech verlagerte Schwefel. Da ohne Schwefel eine schnelle und efficiente Wirksamkeit der N-Düngung begrenzt ist sollten sowohl Raps (35-40 kg S/ha) als auch Getreide (15-20 kg S/ha) jetzt möglichst zügig mit Schwefel gedüngt werden.

Da die Chlorophyllsynthese und damit auch die Photosynthese an das Vorhandensein von Mangan gebunden ist, sollte dieses mit 250 g/ha bis zum 2 Knoten v.a. dann in Verbindung mit einer Pflanzenschutzmaßnahme zu Getreide gedüngt werden, wenn es zunehmend trocken wird. Bis zu diesem Zeitpunkt sollte das Getreide auch mit etwa 75g Bor/ha gedüngt werden, denn mehr als 90 % der Pflanzenanalysen haben in den zurückliegenden 5 Jahren bei Weizen und Gerste einen zu geringen Borgehalt ausgewiesen.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623 933207

 

Beitrag vom 14. März 2013

Niedrige Nmin-Gehalte bei Getreide

Wie die auf ausgewählten Standorten durchgeführten Nmin-Untersuchungen gezeigt haben können die Betriebe, die in den Wasserschutzgebieten der AGLW-Mitgliedsgemeinden wirtschaften, auch in diesem Frühjahr nur von niedriegne Nmin-Gehalten in ihren Getreidflächen ausgehen. So liegen die Nmin-Gehalte, unabhängig von der Höhe der Rest-N-Menge im Herbst, bei 30-45 kg Nmin/ha. Für die Frühjahrsdüngung bedeutet dies, dass sich die N-Düngung am N-Bedarf des Getreides orientieren kann. Weizen oder Gerste benötigen zum Erreichen des ökonomischen Optimums etwa 1,7 kg N pro dt Ertrag. Um eine hohe N-Ausnutzung zu erreichen sollten mit der 1. N-Gabe 15-20 kg S gedüngt werden(z.B. 1,5 dt ASS/ha oder KAS+S = 24/6). Beim letztgenannten Dünger muß auch die 2. Gabe mit S erfolgen. Bei P-Mangel (GK A oder B bzw. bei weniger als 11 mg Phosphat/100 g Boden sollte die erste Düngergabe unbedingt mit 1,5 – 2 dt/ha 18/46 (=DAP) erfolgen. Gülle kann Anfang April als 2. N-Gabe ausgebracht werden.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623-933207.

 

Beitrag vom 11. März 2013

Ungrasbekämpfung in Wintergetreide – Nachbehandlungen

Behandelte Winterungen unbedingt auf Ungrasbesatz kontrollieren! Speziell auf Standorten mit schweren Tonböden und/oder hohem Ungrasdruck, muss die eine oder andere zusätzliche Gräserbekämpfung eingeplant werden; sofern notwendig, ist sie zeitig, kurz nach Vegetationsbeginn durchzuführen. In Wintergerste Axial 50 mit 1,2 l/ha bzw. Ralon Super 1,2 l/ha (etwas höhere Temperaturansprüche) + Monfast spritzen. In anderen Getreidearten kann zudem Traxos eingesetzt werden. Atlantis WG besitzt mit den hohen Aufwandmengen von 400-500 g/ha + 0,8 – 1,0 l FHS, ggf. + 30 l/ha AHL, lediglich eine Zulassung im Winterweizen; auf Standorten mit Ackerfuchsschwanz diese Produkt auch ausschließlich nur mit den genannten hohen Aufwandmengen einzusetzen.

K.-H. Claus; LLH HEF/FD; Tel.: 0160 90725736

 

Beitrag vom 08. März 2013

Üppiger Raps braucht weniger Stickstoff

Die ersten N-Düngergaben sind im Raps ausgebracht worden. Die zweite Teilgabe (i.d.R 2/3) sollte bis Ende des Monats in einer Höhe folgen, die dem Zielertrag in dt/ha mal 3,6 kg N abzüglich der 1. N-Gabe entspricht. Dies gilt für die 9 % normal entwickelten Rapsbestände mit einem Wurzelhals von 9-10 mm. 7% der Rapsbestände waren vor Winter bei einem Frischmassegewicht von unter 1,0 kg/qm und einem Wurzelhalsdurchmesser von etwa 7 mm schwach entwickelt. Bei diesen Beständen sollte das Ertragsziel nicht hoch angesetzt werden. 84% der im Herbst 2012 untersuchten 55 Praxisschläge sind jedoch mit 1,5-3,0 kg Frischmasse/qm und einem Wurzelhals von über 10 mm überdurchschnittlich üppig entwickelt und haben bereits im Herbst 100-170 kg N/ha aufgenommen. Bei diesen Beständen kann von der zu düngenden N-Menge (s.o.) 27-40 kg/ha abgezogen werden. Schwefel muss mit etwa 1,0 kg/dt Ertrag gedüngt werden.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623-933207

 

Beitrag vom 03. März 2013

Landwirtschaftliche Hinweise zum Winterraps

Mit steigenden Temperaturen ist in den kommenden Tagen mit dem ersten Zuflug von Rüsselkäfern im Raps zu rechnen – deshalb jetzt unbedingt Gelbschalen aufstellen, um den Zuflug der Schädlinge richtig verfolgen zu können! Geschützte Waldrandlagen sowie Südhanglagen werden i.d.R. früher angeflogen als offene Lagen. Schadschwellen: Stängelrüssler: 5-10 Käfer, Kohltriebrüssler: 10 Käfer (jeweils/Gelbschale innerhalb von 3 Tagen). Sofern Sie bei Kontrollen in den Gelbschalen nur Rüsselkäfer finden, kann deren Bekämpfung mit Pyrethroiden der Klasse 2 erfolgen (Bulldock, Decis, Fastac SC, Karate Zeon u.a). Falls Sie jedoch, wie dies in vergangenen Jahren auch schon der Fall war, gleichzeitig auch Rapsglanzkäfer in nennenswerter Zahl finden, ist das Pyrethroid der Klasse 1, Trebon, einzusetzen. Nachbehandlungen gegen Unkräuter sind nur bei stärkerem Besatz von Problemunkräutern wie Kamille, Kornblume, Klettenlabkraut oder Ausfallgetreide notwendig; Behandlung vornehmen, solange die Unkräuter noch direkt getroffen werden können. Gegen die genannten Unkräuter ist Effigo mit 0,35 l/ha wirksam; das Präparat nur solange einsetzen, wie die Knospe komplett von den Hüllblättern umschlossen wird! Wird dieser Termin überschritten auf Lontrel (wirksam gegen Kamille und Kornblume) ausweichen. Beide Produkte können mit blattaktiven Gräsermitteln, Insektiziden oder Borpräparaten kombiniert werden.

Karl-Heinrich Claus; LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

Beitrag vom 01. Februar 2013

Phospathgehalte im Boden beachten!

25-30 % der Ackerschläge im hiesigen Raum weisen einen zu geringen Phosphatgehalt auf. Wie Praxiserhebungen und –Versuche der AGLW zeigen, führt dies zu Mindererträgen der GK A bzw. B gegenüber der anzustrabenden GK C von 11 bzw. 7 dt dt/ha Weizen, rund 6 bzw. 5 dt dt/ha Gerste und 6-7 dt/ha Raps. Je weiter der P2O5- Gehalt unter 10mg/100g Boden liegt, deso schlechter ist die P-Düngewirkung, da P relativ schnell im Boden festgelegt wird. Die P-Düngung sollte hier mit etwa 70-90 kg/ha eines wasserlöslichen Düngers (z.B.18/46) zu Beginn des Wachstums durchgeführt werden (ggf. auch NP-Blattdünger einsetzen, um die Wurzelausbildung und später die Blütenbildung zu unterstützen. Eine Aufdüngung des Bodens kann nur langfristug mit einer erhöhten P-Düngung erfolgen. Das geringere Ertragsniveau ist bei der N-Düngung zu berücksichtigen.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623 933207

 

Beitrag vom 01. Februar 2013

Anbau von Sommerungen

In den Landessortenversuchen wurde im vergangenen Jahr die Leistungsfähigkeit von Sommerhafer (82 dt/ha), Sommergerste (71 dt/ha), Erbsen (61 dt/ha) und Ackerbohnen (57 dt/ha) bestätigt. Diese Kulturen verdienen Beachtung, denn die Verarmung unserer Fruchtfolgen hat bereits negative Konsequenzen: Die Erträge von Weizen und Raps stagnieren in vielen Betrieben. Mehrerträge werden durch erheblichen Zusatzaufwand an Produktionsmitteln erkauft. Im Vergleich zu Winterungen sind Sommergetreide und Leguminosen mit deutlich geringerem Aufwand zu erzeugen und betriebliche Arbeitsspitzen können gekappt werden. Körnerleguminosen und Hafer haben sehr positive Vorfruchtwirkungen u.a. durch ihren Einfluss auf die Bodenstruktur und das Bodenleben. Der Krankheits- und Ungrasdruck in den Folgefrüchten sinkt. Voraussetzung für hohe Erträge ist eine ausreichende Wasserversorgung am Standort und die frühzeitige Saat im März um eine gute Frühjahrsentwicklung sicher zu stellen. Sortenempfehlungen und Anbauhinweise erhalten Sie bei den Beratern des LLH oder vom LZ Eichhof.

Gabriele Käufler 06621/922815

 

Beitrag vom 28. Januar 2013

Rechtliches zum Grünlandumbruch

Nach der Definition im Naturschutzgesetz ist der Grünlandumbruch auf erosionsgefährdeten Flächen sowie auf Flächen mit Grundwassernähe (Auen, Quellen, Moore usw.) grundsätzlich genehmigungsbedürftig. Auf allen übrigen Flächen ist im Einzelfall zu prüfen, ob eine Genehmigung erforderlich ist (z.B. in Schutzgebieten oder aufgrund besonders geschützter Arten). Bei Genehmigungsbedarf ist nach der naturschutzrechtliche Eingriffsregelung eine Kompensation für die Biotopwertminderung erforderlich. Anfragen zum Grünlandumbruch können in einem formlosen Schreiben unter Angabe der betroffenen Flurstücke bei der Naturschutzbehörde eingereicht werden.

Weitere Informationen: F. Dittmar Fd Ländlicher Raum, SG Naturschutz Tel. 06621/87-2263.

 

Beitrag vom 17. Januar 2013

Ende der Kernsperrfrist

Am 31.01.2013 endet die Kernsperrfrist, d. h. bis dahin herrscht noch ein absolutes Ausbringungsverbot für alle Düngemittel mit wesentlichen N-Gehalten (ausgenommen Festmist). Das Verbot bleibt auch darüber hinaus bestehen, sollte der Boden überschwemmt, wassergesättigt oder tief gefroren sowie durchgängig höher als 5 cm mit Schnee bedeckt sein.

R.Jacob, FDLäRa, Tel.: Tel.: 06621-87 2233

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