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Pflanzenbau 2015

 

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 Beitrag vom 09.November 2015

Landwirtschaftliche Hinweise zur Einwinterung der Pflanzenschutzspritze

Vor Einwinterung eine gründliche Innen- und Außenreinigung des Gerätes durchführen. Innen- und Außenreinigung der Spritze nur auf dem Feld durchführen – keinesfalls auf versiegelten Flächen! Jegliche Einträge von PSM in Kanal- oder Oberflächengewässer sind auszuschließen! Für eine ausreichende Winterfestigkeit alle flüssigkeitsführenden Bauteile restlos entleeren! Einfacher und schneller geht es, wenn das Gerät stattdessen mit Kühler-Frostschutzmittel befüllt wird. Bei laufender Pumpe werden einige Liter einer Mischung aus Frostschutzmittel + Wasser (Konzentration laut Gebrauchsanleitung) in den leeren Behälter gegeben und durch Betätigen aller Schaltventile in alle Leitungen gefördert. Im Frühjahr wird die Mischung beim Ablassen aufgefangen und kann dann wieder verwendet werden. Denken Sie auch an die vorschriftsmäßige und frostfreie Lagerung der Pflanzenschutzmittel!

K.-H. Claus; LLH HEF/FD, 0160 90725736

 

 

Beitrag vom 06.November 2015

Zwischenfrüchte

Der Bewuchs von Zwischenfruchtmischungen, die im Rahmen des Greening bzw. HALM angebaut wurden, muss bis zum 15.2. des Folgejahres stehen bleiben. Danach ist die Nutzung des Aufwuchses möglich. Das Mulchen bzw. Abfrieren des Aufwuchses ist nach den Vorgaben unschädlich. Früh gesäte Zwischenfrüchte z.B. mit Kruziferen (Senf, Ölrettich) haben sich z.T. sehr gut entwickelt. Um ein Aussamen solcher Bestände zu vermeiden sollten diese, bei entsprechenden Bodenverhältnissen, niedergewalzt werden. Dadurch sterben die Pflanzen langsam ab und der Boden bleibt vor Erosion geschützt. Außerdem bleiben die Nährstoffe, im Gegensatz zu gemulchten Beständen, bis zum Frühjahr gebunden. Zwischenfruchtmischungen, die keine Samen gebildet haben und nicht verholzt sind können bis zum Frühjahr stehen bleiben und abfrieren.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623-933207

 

 

Beitrag vom 02.November 2015

Landwirtschaftliche Hinweise zum Herbizideinsatz im Winterraps

Ungräser können in den kommenden Wochen noch mit bodenwirksamen Präparaten wie Kerb Flo, Groove oder Cohort ausgeschaltet werden. Die besten Ergebnisse werden bei niedrigen Temperaturen und feuchtem Boden erzielt. Anwendung kann somit auch bei schlechter Witterung oder auch bei leichtem Bodenfrost erfolgen. Optimale Bedingungen: Dauerhafte Temperaturen (Luft und Boden) von unter 10°C; feuchter Boden; Niederschläge nach der Anwendung fördern Wirkung; Boden kann gefroren sein; kein Schnee! optimale Wirkung vor der Bestockung der Ungräser. Sofern neben Gräsern noch Probleme mit Kamille, Kornblume o. Klatschmohn bestehen, kann Milestone eingesetzt werden.

Karl-Heinrich Claus; LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

 

Beitrag vom 16.Oktober 2015

Mangandüngung zu Wintergerste

Etwa 20 % der in den zurückliegenden Jahren im Frühjahr durchgeführten Blattanalysen zeigten bei Wintergerste Manganmangel an. Besonders ausgeprägt war der Mangel bei leichteren Standorten. Daneben ist mit Manganmangel auf gut gelockerten Böden zu rechnen. Mangan beeinflusst u.a. den Wasserhaushalt der Pflanzen und das Wurzelwachstum, insbesondere die Bildung von Seitenwurzeln, die Winterhärte nimmt zu. Eine Mn-Düngung im Herbst führte in den zurückliegenden 4 Jahren bei allen Praxisversuchen, also auch auf jenen die beim Mangan der GK C zuzuordnen waren, zu überwiegend deutlichen Mehrerträgen. Dies wurde bei starken Frösten im Frühjahr 2012 deutlich. Als Ertragswirksam hat sich in den Praxisversuchen der AGLW eine Mangandüngung mit 1,0 l Mangannit-rat/ha (235 g Mangan/ha) bzw. mit 0,5 l/ha Mangan 500 ab dem 3.- 4. Blatt erwiesen.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623-933207

 

 

Beitrag vom 12.Oktober 2015

Landwirtschaftliche Hinweise zu Herbizidbehandlungen im Getreide II

In zeitig gesäten Weizen, Roggen u. Triticale die feuchten Bedingungen für Herbizideinsatz nutzen. Bodenherbizide gegen Ackerfuchsschwanz (Afu) (z.B. Malibu, Herold SC, Cadou forte Set) im VA einsetzen. Zumischungen mit 1,5- 2,0 l/ha IPU bzw. Chlortoluron verbessern bei auflaufendem Afu die Wirkung (außerdem zusätzliche Wirkung gegen Kornblume). In den genannten Kulturen bieten sich alternativ in den Auflauf bis 1. Blatt des Afu´s Mischungen von Bodenherbiziden z.B. Picona, Activus SC, Boxer mit Lexus bzw. Ciral an. Bei starkem Druck kommen auch Mischungen Lexus oder Ciral mit Malibu, Herold oder Cadou forte in Betracht. Nur Windhalm: Bacara forte, Viper Compact, Sumimax (nur WW), Fenikan, Carmina u. Trinity, sowie Tankmischungen IPU + Picona. Arelon flüssig löst Arelon Top ab –Produkt besitzt auch Zulassung in Triticale. Dränauflagen der IPU Produkte sowie bei Carmina und Lentipur beachten!; beim Wirkstoff Chlortoluron (Carmina, Trinity, Lentipur) auf Sortenvertäglichkeit des WW achten! Weitere Info´s zu Abstandsauflagen: siehe auch Beraterfax vom 24.09.

LLH HEF/FD; Karl-Heinrich Claus; 0160 90725736

 

 

Beitrag vom 05.Oktober 2015

Landwirtschaftliche Hinweise zum Herbizideinsatz im Wintergetreide I

Bei den anstehenden Herbizidmaßnahmen hat die Ungrasbekämpfung Priorität. Der wiederholte Ein-satz von Präparaten mit gleichen Wirkstoffen kann zur Bildung von Resistenzen führen. Daher auf konsequenten Wirkstoffwechsel achten! Herbizide sind, entsprechend ihrer Wirkungsweise, in ver-schiedene Klassen (HRAC) eingeteilt (weitere Hinweise hierzu finden Sie im Ratgeber des LLH und des Pflanzenschutzdienstes Hessen, sowie in unseren Beratungsfaxen). Ein günstiger Termin für den Herbizideinsatz liegt im Auflauf der Unkräuter u. Ungräser; in Wintergerste reine Bodenherbizide (z.B. Herold SC, Malibu, Cadou forte o. Boxer) im VA, bis spätestens zum Spitzen, vor dem Auflau-fen der Ungräser einsetzten. Für die Wirkung ist ausreichend Bodenfeuchtigkeit notwendig.

Karl-Heinrich Claus; LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

 

Beitrag vom 05.Oktober 2015

Situation Winterraps

Die Bestände haben sich meist gut entwickelt, je nach Saatzeitpunkt befinden sie sich im 4 – 6 Blatt-stadium. Sofern noch nicht geschehen, besonders bei pfluglos gedrillten Beständen, das Ausfallgetrei-de zügig ausschalten! Zur Nachbehandlung gegen Unkräuter steht u.a. Runway zur Verfügung; Mittel kann kombiniert mit blattaktivem Gräsermittel u. einem Fungizid zur Wuchsregulierung eingesetzt werden. Der Befall mit Rapserdfloh ist weiterhin verhalten! Bestände weiter kontrollieren – Schad-schwelle (50 Käfer innerhalb von 3 Wochen / Gelbschale) wurde noch nicht erreicht. Feldmäuse: Schadnager kontrollieren u. bei Bedarf Köder mit dem Wirkstoff Zinkphospid auf landwirtschaftlich genutzten Flächen verdeckt auslegen.

Karl-Heinrich Claus; LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

 

Beitrag vom 28. September 2015

Landwirtschaftliche Hinweise zur Bodenbearbeitung nach der Maisernte

Befallsgrade des Maiszünslers zwischen 20 und 30% sind in hiesigen Gemarkungen auch in diesem Jahr keine Seltenheit. Die Larve des Schmetterlings überwintert in der Maisstoppel. Daher kommt der Stoppelbearbeitung eine besondere Bedeutung zu: das Mulchen der Stängel und eine anschließende Pflugfurche (sofern es Standort und die Schwarzwildproblematik erlauben) sind die effektivsten Maß-nahmen um den Befall einzudämmen. Das Mulchen muss flächendeckend erfolgen, besonders in Ge-markungen mit intensiven Maisfruchtfolgen. Auf Maisstroh finden Fusarium-Pilze beste Vorausset-zungen, um den nachfolgenden Weizen in der Blüte zu infizieren. Daher zügigen Abbau von Stoppel-resten anstreben; dies ist eine wichtige Voraussetzung um das Infektionsrisiko durch Fusarien zu redu-zieren; dies gilt besonders für pfluglos arbeitende Betriebe.

LLH HEFF/FD; K.-H. Claus; 0160/90725736

 

 

Beitrag vom 21. September 2015

Landwirtschaftliche Hinweise zur Situation im Winterraps

Vielerorts kann in den nächsten Tagen die Gräserbehandlung durchgeführt werden; eine Konkurrenz von Ausfallgetreide u. Ungräsern zum Raps muss vermieden werden. Sofern vorgesehen, Runway zumischen um u.a. Kamille, Kornblume u. Mohn zu beseitigen. Schnecken weiterhin kontrollieren. Der Befall mit Rapserdfloh ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringer, so dass momentan noch kein Insektizideinsatz nötig ist. Flächen weiter mit Gelbschalen kontrollieren, um die Aktivität des Schädlings besser einschätzen zu können (Insektizide nur beim Erreichen der Schadschwellen einsetzen!). Früh gedrillte Bestände befinden sich jetzt schon im 4-Blattstadium und weiter, sodass hier Wachstumsreglermaßnahmen anstehen; Kombination mit Präparaten zur Gräserbekämpfung möglich.

Karl-Heinrich Claus; LLHHEF/FD; 0160 90725736

 

 

Beitrag vom 14. September 2015

Saatmengen zu Gerste und Weizen

Die lange Trockenperiode 2015 hat wieder die Bedeutung einer standortangepassten Bestandesdichte bestätigt. Geht der Bestand zu dicht in den Winter, erhöhte sich die Auswinterungsgefahr. Außerdem verursachen dichte Bestände höhere Saatgutkosten. Später im Frühjahr erschweren sie die witterungs- und standortbezogene Düngung, denn ein zu dichter Bestand kann weder früh noch erhöht angedüngt werden, da er sich sonst überwächst und so die Gefahr von Trockenschäden oder Lager zunimmt. Bei weiterhin günstigen Bodenverhältnissen sollten die Saatmengen deshalb an der unteren Grenze der vom Züchter empfohlenen Menge liegen, da zu erwarten ist, dass jedes Saatkorn zum Keimen kommt. Insbesondere bei frühen Saatterminen und günstigen Lagen ist die Saatmenge zu reduzieren. Bewährt haben sich in der hiesigen Region Aussaatstärken, die bei Gerste (mz) bis Ende Sep. bei 220-250 (280) bzw. bei 250-280 (300) Körnern/qm (bis Anf. Okt.) liegen sollten. Bei zweizeiligen Sorten ist die Saatstärke um etwa 10 % anzuheben. Vergleichbare Saatstärken sind beim Weizen einzuplanen. Wird eigenes Saatgut verwendet ist unbedingt das TKG zu ermitteln (4×100 Körner abzählen, wiegen und mit 2,5 malnehmen), da es sonst zu erheblichen Abweichungen der Saatmenge kommt.

Berechnet wird die Saatmenge wie folgt:

Saatmenge (kg/ha) = Kornzahl/m² x TKG (g) / Keimfähigkeit (%)

 

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623-933207

 

 

Beitrag vom 14. September 2015

Gülledüngung auf dem Acker möglichst bis 30. September abschließen

Schon jetzt sollte möglichst nach den Vorgaben der, noch nicht in Kraft getretenen, neuen Dünge-VO gewirtschaftet werden, um mögliche Ausbringungsprobleme zu erkennen. Dort wo noch nicht erfolgt, können Zwischenfrüchte und Raps noch mit 10-15 cbm Gülle gedüngt werden. Zu Gerste sind, wenn überhaupt, nicht mehr als 10 cbm/ha einzuplanen. V.a. in Wasserschutzgebieten sollte eine organische Düngung nach dem 30. Sep. vermieden werden.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623-933207

 

 

Beitrag vom 31. August 2015

Winterweizen:
Sorten- und Anbauempfehlungen Herbst 2015

Das Anbaujahr 2014/15 wartete mit einigen Besonderheiten auf, die den Sorten manches abverlangten. Bedingt durch den sehr nassen Sommer und Herbst 2014 waren viele Flächen in unserer Region schon aus der Ernte mit Bodenverdichtungen belastet. Der Juli 2014 hatte fast 320% der langjährig mittleren Regenmenge gebracht und auch im August (115%), September (150%) und Oktober (140%) trockneten die Böden nicht ab. Daher erfolgte die Weizenaussaat oft unter nicht optimalen Bedingungen. Bodenstrukturprobleme führen immer zu schwächerer Wurzelentwicklung, und die Nährstoffaufnahme wird dadurch begrenzt. In der Frühsommertrockenheit fehlte diesen Beständen dann das Wasser. Bodenschutz und Bodenpflege sind die Voraussetzung für sichere Erträge auch unter Stress. Gesunde, winterharte und standfeste Sorten dienen der Risikoabsicherung.

Empfehlenswerte Sorten A-Qualität:

  • RGT Reform (winterhart, standfest, gesund),
  • Kerubino (winterhart, früh),
  • Asano (früh, krankheitsanfällig),
  • Julius (winterhart, FZ-stabil, etwas später abreifend),
  • Patras (winterhart, gesund).

B-Qualität:

  • Colonia (mittlere Abreife, geringer anfällig gegen Ährenfusarium),
  • Desamo (gesund, standfest),
  • Rumor (frühreif, gelbrostanfällig).

Diese B-Sorten sind ausreichend winterhart. Probeanbau:

  • Mescal,
  • Faustus.

C-Qualität:

  • Hermann (fuß- und ährengesund, anfällig gegen Gelbrost, Septoria, DTR),
  • Elixer (etwas später reifend, DTR-anfällig, sehr blatt- und ährengesund),
  • Anapolis (gering anfällig für Fusarium, Winterhärte etwas schwächer).

Grannenweizen:

  • Premio,
  • Arezzo,
  • Isengrain,

Probeanbau:

  • Solehio (Braunrost, Lager!).

Wichtig: Gute Saatbettvorbereitung und exakte Tiefenablage, wegen Gefahr von Verzwergungsvirusbefall keine zu frühen Saattermine wählen!

G. Käufler, LLH Eichhof Tel: 06621/9228-15 oder-41

 

 

Beitrag vom 31. August 2015

Sorten- und Anbauempfehlungen Herbst 2015

Winterroggen    
Gute Standfestigkeit sowie die Anfälligkeit der Sorten für Rynchosporium, Braunrost und Mutterkorn sind wichtige Kriterien bei der Sortenwahl. Mehrjährig ertragstreu und leistungsstark sind  Brasetto und Palazzo. Neue Sorten: SU Forsetti und SU Performer (ertragsstark, relativ gesund, Mutterkorn mittel). Die Populationssorten Conduct und Dukato liegen ertraglich ca. 15% hinter den Hybriden, sind gegen Mutterkorn aber weniger anfällig. Das Risiko von Mutterkorninfektionen muss bereits bei der Aussaat durch die Wahl einer angepassten Saatmenge und durch exakte Tiefenablage reduziert werden. Gleichmäßig bestockte Bestände blühen zügig ab.

Wintertriticale    
Neuere Sorten: Adverdo (gute Winterhärte und Rosttoleranz, Mehltau beachten), KWS Aveo (länger im Stroh, sehr gute Kornausbildung, auf Gelbrost achten), SU Agendus (Gelbrost!). Grenado und SW Talentro haben dank Winterhärte und Standfestigkeit weiterhin Anbauberechtigung in unserer Region. Bei Talentro muss Braunrost, bei Grenado Gelbrost kontrolliert werden. Agostino (kurzstrohig, standfest, blattgesund) ist nicht ganz winterhart. Neu: Rhenio (winterhart, nicht ganz standfest, mittlere Gelbrostanfälligkeit), Securo (langstrohig, winterhart, rel. blattgesund). Triticale kann von Ährenfusariosen befallen werden, daher nach Vorfrucht Mais unbedingt Pflügen. Anfälliger sind: Cosinus, Talentro, SU Agendus, Silverado.
Gabriele Käufler, Fachreferentin Marktfruchtbau, LLH, Landwirtschaftszentrum Eichhof, Tel: 06621/9228-15

 

 

Beitrag vom 28. August 2015

Gülledüngung zu Getreide

Durch die Trockenheit im Sommer konnte auf vielen Standorten das angestrebte Ertragsziel bei den angebauten Kulturen nicht erreicht werden. Deshalb wird noch ein Rest des organisch/mineralisch gedüngten Stickstoffs im Boden vorhanden sein. Ergänzt wird diese N-Menge durch eine hohe Stick-stofffreisetzung aus der organischen Bodensubstanz, die bei den vorhandenen Bodentemperaturen und den mehr als 50l Niederschlag/qm der letzten Tage mit zunehmender Bodenbearbeitungsintensität ansteigt. Für das demnächst auszusäende Getreide ist deshalb, selbst wenn das Stroh auf dem Acker verblieb, ausreichend Stickstoff verfügbar. Eine organische Düngung des Wintergetreides ist deshalb nur in Ausnahmefällen sinnvoll. Vor allem in Wasserschutzgebieten sollte möglichst keine organische Düngung zu Getreide mehr erfolgen.

Dr. WG. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623-933207

 

 

Beitrag vom 19. August 2015

Wintergerste: Sorten- und Anbauempfehlungen 2015/16

Die Wintergerste hat in diesem sehr trockenen Frühsommer erneut ihre Anbauberechtigung unter Beweis gestellt und lieferte sehr gute Erträge und Qualitäten. Im Durchschnitt der hessischen Versuchsstandorte lag der Ertrag bei 103,6 dt/ha (mz) bzw. 95,4 dt/ha (zz). Die Hl-Gewichte lagen bei über 70kg.

In unserer Region empfehlenswerte Sorten mehrzeilig:

  • Lomerit, Leibniz (winterhart),
  • KWS Meridian (winterhart, Halm-, Ährenknicken),
  • Souleyka ist nicht sicher winterhart.

Weitere interessante Sorten:

  • KWS Keeper (GMV-Doppelresistenz, langstrohig, standfest und ausreichend winterhart)
  • Anja (standfest und ausreichend winterhart),
  • Tamina (gesund, langstrohig, standfest, etwas später abreifend),
  • SU Ellen (GMV-Doppelresistenz, früh abreifend, standfest, Ährenknicken).

Vorteile der zweizeiligen Sorten sind die Kornqualität und die sehr gute Standfestigkeit. Ertraglich können die Spitzensorten mit den mehrzeiligen mithalten. Empfehlenswert sind

  • die bewährte Sandra oder auch Matros (ertragsstark, winterhart, spätreif, nicht GMV-resistent) sowie
  • California (etwas spätere Abreife) und
  • Caribic (GMV-Doppelresistenz).

Gerste wegen Virusgefahr nicht zu früh säen, auf gute Bodenstruktur achten. Gerste honoriert das Kalken, Kali verbessert die Winterhärte!

G. Käufler, LLH Eichhof Tel: 06621/9228-15

 

 

Beitrag vom 17. August 2015

Herbizideinsatz im Winterraps

Die Anwendung clomazonehaltiger Produkte (gegen Wegrauken, Hirtentäschel, Ackerhellerkraut), unterliegt vielen Auflagen, die nicht überall umzusetzen sind. Basis für clomazonefreie Lösungen ist der Einsatz von metazachlorhaligen Präparaten. Rapsherbizide wie z.B. Fuego, Butisan, Rapsan, Fuego Top, Butisan Top, Butisan Gold, Butisan Kombi, Katamaran Plus zeigen die beste Wirkung, wenn Sie kurz nach der Saat (3-5 Tage) ausgebracht werden, besonders wenn Probleme mit Kreuzblütlern wie Hirtentäschel oder Hellerkraut zu erwarten sind; Tankmischungen mit 0,5 l/ha Stomp aqua (im VA!) verbessern die Wirkung hinsichtlich Mohn und Stiefmütterchen. Haben die Unkräuter bereits das Keimblattstadium oder sogar das erste erreicht Laubblatt, gehen die Wirkungsgrade rapide zurück. Ein breites Unkrautspektrum, incl. Storchschnabel, deckt die Spritzfolge aus Butisan Gold (2-2,5) im VA und Effigo (0,35) ab 4-Blattstadium ab. Ähnlich zu bewerten ist der Runway Kombi Pack mit Butisan Kombi (am besten im Vorauflauf) und Runway (insbesondere auch gegen Mohn) im frühen NA. Alternativ zum Wirkstoff Clomazone kann gegen Raukengewächse mit Fox geplant werden. Ein Splitting von 0,3 l/ha Fox im Vierblattstadium, gefolgt von 0,7 l/ha im 6-Blattstadium bringt i.d.R gute Ergebnisse. Auf nicht drainierten Flächen ist die Kombination aus Fuego Top u. Quantum vom VA bis zum Durchbrechen der Keimblätter möglich; Kombination ist nicht metazachlorlastig, bei trotzdem guter Wirkung gegen Storchschnabel.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; Tel.: 0160 90725736

 

 

Beitrag vom 10. August 2015

Aussaat von Zwischenfrüchten

Ziel einer ersten Bodenbearbeitung ist es Ausfallgetreides zum Auflaufen zu bringen und dann zu beseitigen. Außerdem soll die Wasserverdunstung unterbrochen werden. Wichtig ist jedoch auch eine frühe Aussaat der Zwischenfrucht, dabei ist die Blühneigung einzelner Zwischenfrüchte zu beachten. So brauchen kruziferenbetonte Mischungen (mit Senf, Ölrettich oder Rüpsen) erst zwischen Mitte August bis Anfang September ausgesät werden. Hier bleibt noch Zeit auf das Auflaufen des Ausfallgetreides zu warten und Gülle/Substrat oder Festmist vor Aussaat der Zwischenfrucht auszubringen. Kruziferenbetonte Mischungen können zudem günstig bei der 2. Bodenbearbeitung mit dem Schneckenkornstreuer ausgesät werden. Die meisten kruziferenfreien Mischungen (in Rapsfruchtfolgen) sollten hingegen möglichst zügig ausgesät werden. Hier und ggf. bei tonigeren Böden, ist auch über eine flache Pflugfurche und Drillsaat nachzudenken. Gerade unter den derzeit trockenen Bedingungen ist damit eine sicherere und gleichmäßigere Keimung und eine geringere Konkurrenz durch Ausfallgetreide zu erwarten. Bei anhaltender Trockenheit sollte nach der Zwischenfruchtausaat möglichst gewalzt werden. Kann Gülle aus Zeitmangel nicht vor der Aussaat ausgebracht werden, bleibt nur die Düngung in den Bestand. Dabei ist der Einsatz von Schleppschläuchen zu bevorzugen, ansonsten möglichst auf Niederschläge warten.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623-933207

 

 

Beitrag vom 27. Juli 2015

Organische Düngung im Herbst zu Raps

Raps kann, wie Messungen in der hiesigen Region gezeigt haben, bis zum Beginn der Vegetationsruhe erhebliche N-Mengen (bis 150 kg/ha) mit seinem Wurzelsystem aufnehmen. Durch die intensive Durchwurzelung kann er den, in diesem Jahr sicherlich vorhandenen, Reststickstoff der Vorfrucht und den im Herbst freigesetzten Bodenstickstoff so effektiv nutzen, dass eine N-Düngung im Herbst wirtschaftlich selten erforderlich ist. Eine solche Düngung erhöht zudem die Gefahr des Überwachsens und damit der Auswinterung, v.a. bei zeitiger Aussaat und günstigen Aussaatbedingungen. Müssen Gülle oder Festmist gedüngt werden, dann sollten diese vor der Aussaat mit nicht mehr als 60 kg Gesamt- bzw. 30 kg NH4-N/ha gedüngt werden (ca. 10-12 cbm Gülle/ha, bzw. 10–15t FM/ha). Der rechtzeitige Einsatz von Wachstumsreglern, aber auch 150g Bor/ha (1 Liter) im 4-6-Blattstadium erhöhen die Winterhärte.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, 06623-933207

 

 

Beitrag vom 27. Juli 2015

Möglichst viel Ausfallraps zum Keimen bringen

Bei Ausfallverlusten von nur 1-2% müssen nach der Ernte etwa 1-2000 Rapssamen/qm zum Keimen gebracht werden. Eine zu tiefe Stoppelbearbeitung nach der Ernte vergräbt die Samen, die dann nicht mehr Keimen. Nachteil: ungebeizte Ausfallrapspflanzen keimen bei späteren Rapsaussaaten, die auf der gleichen Fläche durchgeführt werden, erhöhen die Bestandesdichte um 10 bis über 25 % und verringern durch Wasser und Nährstoffkonkurrenz den Ertrag. Auflaufender Altraps in anderen Kulturen fördert zudem Kohlhernie, Phoma oder die Verbreitung der Kohlfliege. Deshalb: die erste Bearbeitung des Bodens erst Ende August und dann so flach wie möglich durchführen. Eine 2. Bearbeitung erfolgt dann etwas tiefer vor der Aussaat der Folgekultur. Noch besser: umgehendes Mulchen der Stoppeln. Vorteil: Abdeckung des Bodens mit Ernteresten, aufplatzen von „Gummischoten“, gleichmäßiges Auflaufen ausgefallener Samen, deutlich erhöhte Feldhygiene. Bodenbearbeitung möglichst erst im September zur Aussaat der Folgefrucht.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623-933207

 

 

 Beitrag vom 17. Juli 2015

Winterraps: Sorten- und Aussaatempfehlungen 2015/16

Eine gute Wurzelausbildung vor Winter ist die Grundlage für gute Rapsbestände mit hohem Ertragsvermögen. Solche Bestände kamen auch mit der Frühsommertrockenheit besser zurecht. Bei der Aussaat ist die Saatbettqualität entscheidender als der Termin, auch spätere Saaten Ende August oder Anfang September können Höchsterträge bringen. Saatstärken zwischen 35 – 45 Körnern/m2 bei Hybriden (45 – 55 Kö/m2 bei Liniensorten) haben sich bewährt. Die exakte Tiefenablage auf 1-2cm wird durch die Fahrgeschwindigkeit bei der Saat beeinflusst. Geeignete Liniensorten: Adriana, Patron (hohe Ölgehalte), bei frühem Saattermin NK Grandia (reift etwas später ab). Hybridsorten: Sherpa (Visby-Genetik mit höheren Ölgehalten, auch für spätere Saattermine), PR46W20, Raptor, Comfort (alle hohe Ölgehalte), Avatar (hoher Ölgehalt, nicht auf schwachen Standorten). Probeanbau: Marathon.

Gabriele Käufler, Fachreferentin Marktfruchtbau, LLH, Landwirtschaftszentrum Eichhof, Tel: 06621/9228-15

 

 

Beitrag vom 13. Juli 2015

Anbau von Zwischenfrüchten

Die Erfahrungen der zurückliegenden Jahre zeigen, dass Ausfallgerste, aber auch eine ungleichmäßige Strohverteilung die zügige Wurzel- und Biomasseentwickung ausgesäter Zwischenfrüchte behindert. Bei trockenem Bodenzustand ist zudem eine schnelle, möglichst flache Bearbeitet wichtig, um Ausfallgerste zum Keimen zu bringen und um Wasserverdunstung zu minimieren. Bis zur Aussaat der Zwischenfruchtmischungen Ende Juli bis Anfang/Mitte August (Mischungen ohne Kruziferen mit/ohne Leguminosen) sollte ausreichend Ausfallgerste gekeimt haben, ansonsten ist über eine flache Pflugfurche mit anschließender Drillsaat nachzudenken (Herbizideinsatz beim Greening oder HALM nicht zulässig). Ggf. anwalzen! Mischungen mit Kruziferen (nicht in Rapsfruchtfolgen) können ab Mitte August, ggf. auch bis Anfang September möglichst flach gesät werden. Gülle/Substrat oder Festmist (30 kg NH4-N bzw. 60 kg Gesamt_N/ha) sollten möglichst vor der Saat gedüngt werden. Nach der Saat, bzw. in den wachsenden Bestand Gülle/Substrat breitflächig nur bei sicheren Niederschlägen, besser jedoch mit Schleppschläuchen düngen.

Dr. Gebauer, AGLW, 06623-933207

 

 

Beitrag vom 03. Juli 2015

Zwischenfruchtanbau

Beim Zwischenfruchtanbau im Rahmen des Greening und des HALM ist die Aussaat von Mischungen gefordert. Pflanzenbaulich führt dies zu einer besseren Bodenstruktur über eine intensivere Durchwurzelung unterschiedlicher Bodenschichten. Im Hinblick auf die neue Düngeverordnung ist aber auch die Nährstoffbindung von organischen Düngern (max. 60 kg/ha Gesamt- bzw. 30 kg/ha Ammonium-N) wichtig. So sollten viehhaltende Betriebe mit Raps und Mais in der Fruchtfolge Mischungen ohne Kruziferen und Leguminosen wählen (z.B. Terra Life Aqua Pro, DSV, Optima Green Life Schonstreifen; Rudloff). Wird kein Raps angebaut, sind hier auch Mischungen mit Kruziferen möglich (z.B. Terra Life Bio Max, DSV, Terra Gold TG7, Freudenberger). Ist in Betrieben mit Raps- und Maisanbau ausreichend Fläche für die Gülleausbringung im Herbst vorhanden können Mischungen mit Leguminosen, aber ohne Kruziferen ausgesät werden (z.B. Terra Life Mais Pro, DSV, Viterra Universal, Saaten Union). Ohne Raps kann hier auch z.B. die Mischung Viterra Trio (Saaten Union) Verwendung finden. Auch andere Mischungen sind möglich, wenn sie, wie oben beschrieben, in das Fruchtfolge-Düngesystem des Betriebes passen. Auch Eigenmischungen aus mindestens 2 Partnern sind möglich (max. 60 % Samen/Art).

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623-933207

 

 

Beitrag vom 26. Juni 2015

Nutzung von stillgelegten Flächen

Aufgrund der zahlreichen Anfragen, ob in diesem Jahr die als ökologische Vorrangflächen ausgewiesenen Stilllegungsflächen wegen der anhaltenden Trockenheit zu Futterzwecken genutzt werden dürfen, hat die Wirtschafts- und Infrastrukturbank klargestellt, dass eine solche Möglichkeit nach EU-Recht nicht vorgesehen ist. Eine Nutzung dieser Flächen zu Futterzwecken ist damit nicht möglich. Lediglich eine Beweidung mit Schafen oder Ziegen ist ab dem 01.08.2015 zulässig. Sofern aus der Produktion genommene Flächen im Gemeinsamen Antrag 2015 nicht als ökologische Vorrangflächen beantragt wurden, ist eine Nutzung des Aufwuchses ab dem 01.07.2015 ohne Einschränkungen möglich.

Thomas Krenzer, FDLR, Tel: 06621/87-2221

 

 

Beitrag vom 15. Juni 2015

Situation in Leguminosen

In der Blüte reagieren Leguminosen auf Schädlinge mit deutlichen Ertragsausfällen; der Befall mit Blattläusen in Erbsen (einzelne Blüten u. Knospen genau kontrollieren!) nimmt z.Zt. zu – in Ackerbohnen z.T.starker Befall! In Erbsen tritt als weiterer Schädling der Erbsenwickler auf (Larven sind später in den Schoten zu finden!) Zuflug bereits im Gang – bei Befall Bekämpfung in der Hauptblüte. Zur Bekämpfung in den genannten Fällen z.B. Pyrethroide wie Karate Zeon, Kaiso Sorbie, Trafo WG / Lambda WG oder Pirimor einsetzen. Behandlungen nach Ende des täglichen Bienenfluges durchführen (gilt auch für B4 -Produkte)! Bevorzugt Pirimor einsetzen; Wirkungsvorteile bei wärmerer Witterung u. versteckt sitzenden Läusen. Hohe Wassermengen von > 300l/ha anstreben.

K.-H. Claus; 0160 90725736

 

 

Beitrag vom 03. Juni 2015

Abschlussbehandlung Winterweizen

Weizen schiebt bzw. hat Ähre geschoben. Abgesehen vom Gelbrost, sind die Bestände i.d.R. ohne jeglichen Befall. Sofern noch nicht erfolgt, Abschlussbehandlung bis zur Blüte des WW hinauszögern, um mögliches Fusarienrisiko (besteht bei Weizen pfluglos nach Vorfrüchten Mais, Erbsen oder Weizen, und/oder Aussaat anfälliger Sorte z.B. Tobak, Smaragd, Primus) zu minimieren. Geeignet sind u.a. Ampera, Ceralo, Osiris, Proline, Prosaro; Zusatz von DON-Q unterstützt Wirkung. Behandelt wird ab Beginn der Weizenblüte, im Idealfall nach einem Regen. Wirkungsgrade unter optimalen Anwendungsbedingungen ca. 70-75%. Bei trockener und kühler Witterung, ist Risiko vergleichsweise gering. Bei Behandlungen auf Gelbrost und Blattläuse achten! Termine Sachkundefortbildung: 25.6. Langenbieber; 2.7. Bebra-Solz; Anmeldungen unter 0561 7299-333.

Karl-Heinrich Claus; 0160 90725736

 

 

Beitrag vom 03. Juni 2015

Blattdüngung zur Erhöhung des Proteingehaltes

Durch die fehlenden Niederschläge sind die Nitratgehalte im Pflanzensaft des Weizens (EC 51) gering. Deshalb sollte ggf. noch eine geringe N-Menge (10 kg N/ha) über das Blatt gedüngt werden. Hierzu bietet sich die Lösung von Harnstoff an (in 200 l Wasser 20-25 kg Harnstoff/ha lösen). Diese Blattdüngung sollte sobald der Weizen die Ähre geschoben und diese eine Wachsschicht gebildet hat erfolgen. Da Harnstoff die Temperatur der Spritzbrühe absenkt sollte der Harnstoff möglichst morgens gelöst und abends ausgebracht werden. Mit einer solchen Düngung kann der Proteingehalt um etwa 0,5 bis 1% erhöht werden, wenn nicht eine schlagartige Abreife erfolgt. Zu vermeiden ist eine solche Düngung bei fehlender Wachsschicht sowie bei Trockenheit und fehlender Taubildung.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623-933207

 

 

Beitrag vom 29. Mai 2015

Grasuntersaaten in Mais

Grasuntersaaten in Mais bieten eine gute Möglichkeit Greeningverpflichtungen zu erfüllen, wenn die Untersaat bis zum 15. 2. des Folgejahres erhalten bleibt. Danach kann das Gras genutzt oder eine neue Hauptfrucht auf der Fläche angebaut werden. Auch die Überführung in eine Brachebegrünung ist möglich. Aber auch unabhängig vom Greening haben Grasuntersaaten im Mais vielfache Vorteile wie z.B. Humusaufbau, Erhöhung der biologischen Aktivität und der Tragfähigkeit des Bodens bei der Ernte (v.a. in nassen Jahren), Begrünung und Nährstoffspeicheung nach der Ernte, Erosionschutz über Winter. Zur Aussaat der Grasuntersaat kann im 6-8-Blattstadium des Maises ein Grünlandstriegel mit Nachsaattechnik, ggf auch ein Schneckenkornstreuer oder ein Düngerstreuer genutzt werden. Ausgesät werden kann z.B. 7,5 kg/ha Deutsches Weidelgras früh und 7,5 kg/ha Welsches Weidelgras (s. DSV). Der Herbizideinsatz sollte auf die Grasuntersaat abgestimmt werden und es sollten etwa 6 Wochen zwischen Herbizideinsatz und Grasaussaat liegen.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623933207

 

 

Beitrag vom 22. Mai 2015

Aktuelle Stickstoffversorgung von Winterweizen, Spätdüngung

Der Weizen hat, je nach Standort, das EC-Stadiun 39-41 erreicht. Die Anzahl der ährentragenden Halme schwankt auf den bisher untersuchten Praxisschlägen um 500 (450-470 bei geringer Nutzbare Feldkapazität (NFK), 510 bis über 600 bei höherer NFK und/oder früher/hoher 1+2. N-Gabe) Auffallend sind viele reduzierende Triebe 1. und 2. Ordnung. Auch wenn der Gesamt N-Gehalt häufig noch ausreichend hoch ist, ist der Nitratgehalt, der in die Pflanze nachgeliefert wird, durch die anhaltende Trockenheit innerhalb der letzten Woche drastisch gesunken und schwankt derzeit von unter 10 mg Nitrat/L Pflanzensaft bis rund 150. Dies weist auf eine Ährendüngung von etwa 60 kg N/ha hin. Schläge bei denen Gülle zum Schossen gegeben wurde zeigen besonders niedrige Werte.
Bei der angegebenen N-Düngung ist jedoch besondere Vorsicht geboten. So ist zu bedenken, dass ohne durchgreifende Niederschläge die angegebene N-Menge durch die Pflanzen nicht genutzt werden kann. Fallen die notwendigen Niederschläge, dann wird eine starke Mineralisierung einsetzen durch die auch die reduzierenden Seitentriebe wieder wachsen, was zu ungleichmäßiger Abreife und Qualität führen kann. Deshalb ist auch bei Niederschlägen eine verhaltenere N-Düngung anzustreben. Ggf. ist der Eiweißgehalt über eine spätere Harnstoffblattdüngung und 350g Zink/ha (mit Ährenbehandlung) zu verbessern. 50 g Bor/ha (mit Ährenbehandlung) können die Einkörnung optimieren, da die Gehalte im unteren Versorgungsbereich liegen.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, T.:06623 933207

 

 

Beitrag vom 08. Mai 2015

Zink-, Bor- und Schwefeldüngung zu Silomais

Zinkmangel zeigt sich bei Mais zuerst auf den jungen wachsenden Blättern durch helle Streifen. So konnte seit 2009 bei fast 2/3 (64,7%) der untersuchten Maisbestände in den AGLW-Mitgliedsgemeinden starken Zn-Mangel (GK=A) nachgewiesen werden. Die restlichen Schläge lagen im unteren Bereich der GK C. Im zurückliegenden Jahr war der Mangel besonders sichtbar. Neben Zink- war bei 56,9 % der Maisbestände auch starker Bormangel festzustellen. Auch hier lagen die Gehalte der restlichen Bestände im knappen C-Bereich (Mittlerer Mehrertrag durch Düngung mit Bor: 10-20 dt TS/ha). Hellgelbe Maispflanzen zeigen sich im Frühjahr bei kühlen Temperaturen und häufig bei einer knappen S-Versorgung. Im Mittel liegt das N:S-Verhältnis bei 1:15,5 und damit außerhalb des anzustrebenden Bereiches von 1:10-15. N ist meist ausreichend vorhanden. Eine weitere N-Düngung verstärkt den S-Mangel also nur.
Empfehlung:
• den Mais mit 15-20 kg S/ha und darüber hinaus
• ab dem 5-Blattstadium füssig mit 225-300 g B/ha sowie
• mit 700 g Zink/ha
düngen.
Dr. W.G.Gebauer, AGLW, Tel.: 06623-933207

 

 

Beitrag vom 08. Mai 2015

Allgemeine Hinweise

Besonders bei kühlen Temperaturen, sind die Wachstumsraten junger Maispflanzen gering. Um die Kultur in dieser empfindlichen Jugendphase zu schützen, ist ein breit wirksames Herbizid nötig. Bewährt hat sich der Einsatz von Wirkstoffkombinationen, die sowohl über eine Blatt- als auch über eine lang anhaltende Wirkung über den Boden verfügen, im 2-4 Blattstadium des Maises. Blattläuse übertragen jetzt im Frühjahr den Verzwergungsvirus (rot-violette Blätter im Weizen); dies kann bis zur Blüte (BBCH 61) den Kornertrag stark negativ beeinflussen. Regelmäßig Bestände kontrollieren; zur Bekämpfung eignen sich Pyrethroide. Sachkundenachweis: Bis zum 26. Mai den neuen Sachkundenachweis beantragen: möglichst über Internet http://pflanzenschutzdienst.rp-giessen.de/sachkunde/
LLH HEF/FD Karl-Heinrich Claus; 0160 90725736

 

 

Beitrag vom 04. Mai 2015

Landwirtschaftliche Hinweise zur Situation im Getreide

Winterweizen in der Schossphase. Zulassung für CCC im Weizen bis BBCH 31 (gilt auch für Kombinationen CCC + Moddus/Calma /Countdown). Alternativ kann Medax T. + Turbo oder Moddus/Calma/Countdown eingesetzt werden. Aufwandmengen Bestand u. Witterung anpassen. Nachbehandlungen gegen Klette z.B. mit Hoestar Super oder Tomigan. Mischverunkrautung mit breit wirksamen Herbiziden (Ariane C, Dirigent SX, Starane XL u.a.) bekämpfen. Bei Kombination mit Wachstumsreglern (WR) Hinweise beachten! Auf Gelbrost in Winterweizen und Triticale achten! Geeignete Azol – Fungizide einsetzen. Breit wirksame Fungizide (Aviator, Adexar, Seguris) im WW erst ab BBCH 37 sinnvoll. Wi-Gerste bisher ohne nennenswerten Befall; WR in BBCH 32-37 solo fahren. Fungizide erst kurz vor dem Spitzen der Grannen einsetzen.

Karl-Heinrich Claus; LLHHEF/FD; 0160 90725736

 

 

Beitrag vom 27. April 2015

Blütenbehandlung Raps

Optimaler Termin für Blütenbehandlung im Raps wenn 50 – 60% der oberen Blütenstände blühen. Für Infektionen mit dem Rapskrebs reicht der morgendliche Tau aus; auf die Blütenbehandlung als ertragsabsichernde Maßnahme daher nicht verzichten. Spritze zuvor sorgfältig reinigen (keine Reste von Sulfonylharnstoffen). Um Durchfahrtsverluste zu minimieren, abends, mit max. 5 km/h, fahren. Mit dem Aufblühen der Rapsfelder verliert die Schadwirkung des Rapsglanzkäfers an Bedeutung. Insektizideinsatz in der Blüte richtet sich dann vornehmlich gegen die Kohlschotenmücke und den -rüssler; gegen diese reicht, wenn überhaupt notwendig, i.d.R. eine Randbehandlung aus. Dann, bei weiterhin starkem Auftreten des Rapsglanzkäfers, Biscaya oder Mavrik (keine Pyrethroide Typ 2) einsetzen. Oberste Priorität hat der Bienenschutz; vor der Spritzung Rapsblüten kontrollieren ob Insektizide notwendig sind! Behandlungen rechtzeitig mit örtlichen Imkern absprechen und möglichst nach dem täglichen Bienenflug durchführen! Bei Mischungen auf die B–Einstufung achten!

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

 

Beitrag vom 20. April 2015

Landwirtschaftliche Hinweise zum Rapsglanzkäfer und zur Gelbverfärbung der Wi-Gerste

Bei blühenden Pflanzen im Raps keine B1- Mittel (Plenum, Avaunt) sondern stattdessen die B4 Präparate z.B. Biscaya, Mospilan, Mavrik oder B2 Mittel Trebon – dieses nach Ende des täglichen Bienenfluges einsetzen. Sofern noch nicht geschehen einen Wachstumsregler zusetzen, auch auf eine ausreichende Borversorgung achten. Wintergerste: Strukturschäden (führt zu Sauerstoffmangel) – u. Herbizidschäden (bei zu flacher Saat) haben sich mittlerweile ausgewachsen; geblieben ist nesterweise gelb verfärbte Gerste. Sie zeigt keine Wurzelneubildung – Pflanzen bleiben im Wuchs zurück und sterben ab. Ursache ist Gelbverzwergungsvirus. Blätter der befallenen Pflanzen weisen eine streifige, gelbe Blattadernaufhellung auf. BYD –Virus wird durch die Saugtätigkeit virusbeladener Blattläuse im Herbst übertragen. Eine Behandlung befallener Pflanzen ist nicht mehr möglich. Bei geringem bis mittlerem Befall müssen gesunde Nachbarpflanzen den Ausfall kompensieren. Im Laufe des Frühjahrs darauf achten, ob sich wieder Blattläuse in den Beständen aufhalten!

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

 

Beitrag vom 17. April 2015

Mikronährstoffdüngung

Bereits die ersten Blattanalysen bestätigen Untersuchungen der letzten Jahre. Sowohl bei Weizen als auch bei Gerste liegt der Borgehalt in der Pflanze in der Gehaltsklasse A (Mangel). Hier ist eine Bordüngung (bis zum 2. Knoten) von 75 g/ha vorzusehen. Auch ein Splitting ist sinnvoll (50g B/ha jetzt und 50 g B/ha zur Ährenbehandlung). Zudem zeigt Gerste, die bisher noch nicht mit Mangan gedüngt wurde starken Mangel (GK=A). Hier sollte zügig 1,0 Liter Mangannitrat (235 g Mn) bzw. 0,5 l Manganchelat/ha (250g Mn/ha) gedüngt werden. Weizen oder Gerstenflächen, die noch nicht mit 15-20 kg S/ha gedüngt wurden zeigen S-Mangel (GK A/B). Weiteres siehe Pflanzenbau > Bestandesführung > Mikronährstoffe.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623-933 207.

 

 

Beitrag vom 13. April 2015

Schossergabe zu Winterweizen und Wintergerste

Die jetzt anstehende Schossergabe sollte sich nicht am Termin, sondern am EC-Stadium und der Bestandesentwicklung orientieren. Bei normaler Bestandesentwicklung liegt der Termin für die Schossergabe etwa in EC 30/31. Zum Ende der Bestockung sollte die Anzahl kräftiger Triebe pro qm etwa doppelt so hoch sein, wie die für Standort und Sortentyp angestrebte Ährenzahl/qm (s.a. Pflanzenbau  Bestandsaufbau ⇒ Tabelle Sortentypen und Bestandsaufbau). Bei spät gesäten bzw. schwach entwickelten Beständen mit weniger als 800 kräftigen Trieben sollte die Schossergabe aufgeteilt und etwas vorgezogen (EC 29/30) werden, um eine Triebreduktion zu unterbinden. Auch bei weit entwickelten Beständen und solchen mit mehr als 1000 Trieben/qm oder Beständen, die auf Böden mit hoher N-Nachlieferung (regelmäßige org. Düngung) angebaut werden sollte die Schossergabe aufgeteilt und ggf. etwas hinausgezögert werden.
Wie aktuell durchgeführte Messungen der Nitratgehalte im Pflanzensaft verschiedener Weizen und Gerstenbestände gezeigt haben, sind spätgesäte Bestände derzeit noch hoch mit N versorgt. Hier kann mit der 2. N-Gabe noch etwas gewartet werden, da der Bedarf nur bei etwa 30 kg N/ha liegt. Normal entwickelte Bestände, die mit bis zu 60 kg N/ha angedüngt wurden, haben derzeit einen Bedarf von etwa 40 kg N/ha. Dagegen haben Bestände, die mit etwa 40 kg N/ha angedüngt wurden einen Bedarf von etwa 60 kg N/ha.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.:06623-933207

 

 

Beitrag vom 13. April 2015

Einsatz von Wachstumsreglern

In WW und Triticale sind z.Zt. optimale Bedingungen für den Einsatz von Wachstumsreglern (WR) gegeben; sortenabhängig variieren – in TM mit Herbiziden (Atlantis, Broadway) WR reduzieren. Roggen und Triticale befinden sich meist im EC 27-29/30. In dichten Beständen kann das neue Moddus Start mit 0,2 -0,3 l zum Einsatz kommen oder 0,15 – 0,2 Moddus Start + 0,5 l/ha CCC. In WW, Triticale und Roggen ab BBCH 31 auch TM mit Moddus/Calma/ Countdown + CCC oder alternativ Me-dax Top. Späte Weizensaaten in EC 23-25; in diesen Beständen kann durch CCC – Gabe noch Einfluss auf die Bestockung genommen werden.

K.-H. Claus; LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

 

Beitrag vom 07. April 2015

Silomaisdüngung

Mais benötigt je dt TM-Ertrag etwa 0,75 kg N (Durchschnittsertrag 2010-14 rund 160 dt TM/ha). Ohne Zwischenfruchtanbau liegt dann der Düngebedarf des Maises bei 20-25 cbm R-Gülle oder 15-20 cbm BG-Substrat bzw. 20-25 t Festmist pro ha (1 cbm ~ 1 t). Zusätzlich sollten etwa 1,5 dt ASS/ha (S!), bei unter 20 mg Phosphat/100g Boden zusätzlich etwa 1,5-2,0 dt 18/46 eingeplant werden. Werden beide Dünger eingesetzt, ist die org. Düngung zu reduzieren. Wie Ertragsschnitte im Herbst 2014 gezeigt haben, wurde von mittleren bis guten, organisch gedüngten Zwischenfruchtbeständen etwa 50-70 kg N/ha bzw. 100-120 kg N/ha (Mischungen mit Leguminosen) über Winter gespeichert. Auf diesen Flächen benötigt der Mais keine org. Düngung mehr, sondern nur noch eine mineralische Ergän-zungsdüngung mit S und/oder P zur Aussaat (2,5-3 dt/ha 24/6 oder 1,5 dt/ha ASS+1,5-2 dt/ha 18/46). Muss noch organisch gedüngt werden, sollte die Menge auf etwa 10 cbm/ha begrenzt und die mineralische Startgabe angepasst werden.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623-933207

 

 

Beitrag vom 27. März 2015

Unkrautbekämpfung im Sommergetreide

Auflauf der Unkräuter im Sommergetreide meist gleichmäßig und schnell. Zu üblichen Behandlungsterminen ab Ende März, meist aber erst im April (Kultur hat mind. 3 Blätter), sind Temperatur- und Lichtverhältnisse für eine sichere Unkrautbekämpfung günstig. Unter diesen Voraussetzungen können bevorzugt Wuchsstoffe zum Einsatz kommen. In Tankmischung mit Kontaktmitteln auf Sulfonylharnstoffe verzichten. Ariane C eignet sich für Anwendungen zum Ende der Bestockung hin (Zusatzwirkung gegen Disteln). Auch zu späten Terminen verträglich ist Basagran DP (Sonne ist wichtig!) U 46 M-Fluid speziell bei Disteln einsetzen. Kamille, Klette und Stiefmütterchen werden nicht ausreichend bekämpft. Der Zusatz von Pointer SX oder Trimmer SX sichert die Wirkung gegen Disteln, besonders bei nicht optimal wüchsigem Wetter ab.

Karl-Heinrich Claus; LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

 

Beitrag vom 16. März 2015

Unkrautbekämpfung in Futtererbsen und Ackerbohnen

Ziel der Maßnahme muss ein unkraut- bzw. ungrasfreier Erbsen- bzw. Bohnenbestand sein. Basagran einziges Präparat mit einer Zulassung im NA; im Soloeinsatz sind Wirkungslücken, insbesondere gegen Knöteriche, vorhanden. Deshalb möglichst Mittel im VA 3-5 Tage nach der Saat einsetzen. Als Standardmaßnahmen gelten Bandur bzw. Boxer + Stomp Aqua. Mischung aus Centium36 CS + Ban-dur (u.a. Windenknöterich) nur eingeschränkt einsetzbar. Saat rückverfestigen; dies erleichtert die Ernte und verbessert die Wirkung der Vorauflaufpräparate.

Karl-Heinrich Claus; LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

 

Beitrag vom 05. März 2015

N-Startgabe mit Schwefel

WG_05-3-2015Ende Okt./Anf. Nov. wurden in den Wasserschutzgebieten des AGLW-Beratungsgebietes erfreulich niedrige Nmin-Gehalte gemessen (im Mittel 36 kg Nmin/ha in 0-90 cm). Unter Raps lagen sie bei 30 kg Nmin/ha, unter Gerste bei 34 kg, unter Triticale bei 46 kg, und unter Weizen nach Getr.-VF bei 39, SM-VF 43 kg und Raps-VF bei 48 kg Nmin/ha. Der Hauptteil des Nmin wurde in 0-30 cm Bodentiefe gemessen. Bei überdurchschnittlichen Wintertemperaturen werden die Kulturen den im Oberboden vorhandenen Stickstoff zur Weiterentwicklung, d.h. zur Bildung von Ertragsanlagen und Seitentrieben genutzt haben, so dass die Nmin-Gehalte in diesem Frühjahr unterdurchschnittlich niedrig sein werden. Dies sollte beim Getreide jedoch nicht zu einer erhöhten Andüngung führen, da sich dann hohe Bestandesdichten noch weiter erhöhen würden. Andererseits beeinflusst auch die möglichst mit der 1.N-Gabe zu düngende Schwefelmenge die Höhe der Startdüngung. So zeigen Ergebnisse der AGLW-Praxisdemonstrationsflächen Ertragseinbußen sowohl bei fehlender S-Düngung als auch bei Gaben von über 20 kg S/ha. Demzufolge sollte das Getreide und insbesondere die Gerste mit nicht mehr als 1,5 dt/ha ASS, oder 1,5 dt/ha Piammon (N langsam wirkend), oder 1,0 dt/ha SSA (WW) bzw. 0,8 dt/ha SSA (WG) angedüngt werden. Bei der SSA-Düngung müsste eine 1b-Gabe ohne Schwefel zügig nachfolgen.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623-933 207

 

 

Beitrag vom 02. März 2015

Organisch-mineralische Frühjahrsdüngung

Die Bodentemperaturen liegen derzeit bei etwa 2°C, zögerndes Wachstum beginnt bei etwa 3°C und nachhaltiges Wachstum bei etwa 5°C, d.h. in der hiesigen Region ab etwa dem 10.-15. März. Bei fehlendem Frost und feuchten Bodenbedingungen sind die Flächen z. Z. schlecht befahrbar und eine durchgreifende Wetteränderung ist nicht in Sicht. Andererseits führt eine Gülle/Biogassubstrat-Düngung zum Wachstumsbeginn, bei kühl-feuchter und strahlungsarmer Witterung zu geringen N-Verlusten in die Luft und zu einer hohen N-Ausnutzung durch die Pflanze. Je nach Befahrbarkeit bietet sich als erstes die organische Grünland-, Raps-, GPS-Roggen/Triticale- und Wintergerstendüngung mit etwa 60 kg Gesamt-N/ha an. Auch wenn der Raps zunehmend einen N-Bedarf signalisiert, benötigt er zur Regeneration nur wenig Stickstoff (1 kg N/ha und Tag). Noch sollte die 1. N-Gabe, je nach Ertragsziel, 40-50 kg N/ha nicht überschreiten.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW. Tel.: 06623-933207

 

 

Beitrag vom 02. März 2015

Schwefeldüngung im Grünland

Nach Untersuchungen auf dem Eichhof beträgt die Schwefelabfuhr bei reiner Schnittnutzung bis zu 35 kg/ha und Jahr. Bei reiner oder eingeschobener Weidenutzung ist sie entsprechend kleiner. Daraus leitet sich ggf. ein Düngebedarf ab. Schwefelbedarf lässt sich auch am Stickstoff/Schwefel-Verhältnis aus der Kationen-Anionen-Bilanz der Silageuntersuchung erkennen. Wenn es weiter ist als 15:1, ist von einer Schwefelunterversorgung auszugehen und mit Ertragseffekten bei Schwefeldüngung zu rechnen. Bereits bei einem N/S-Verhältnis >12 ist eine Schwefeldüngung anzuraten. Von den 130 Proben der Reifeprüfung Grünland 2014 aus allen Teilen Hessens wiesen 60% ein N/S >12 und 31% sogar ein solches >15 auf. Regelmäßige Gülledüngung reicht offenbar nicht aus, den Schwefelbedarf in jedem Falle zu decken.

Infos unter www.llh.hessen.de, Dr. R. Neff, LLH Eichhof, 06621/9228-14

 

 

Beitrag vom 23. Februar 2015

Kontrolle Rapsschädlinge und Terminhinweise

Sobald die Temperaturen 10° C für mehrere Tage übersteigen, sollten Sie unbedingt Gelbschalen im Winterraps aufstellen, um den Zuflug von Rapsschädlingen verfolgen zu können! Geschützte Waldrandlagen sowie Südhanglagen werden i.d.R. früher angeflogen als offene Lagen. Schadschwellen: Stängelrüssler: 5-10 Käfer, Kohltriebrüssler: 10 Käfer (jeweils/Gelbschale innerhalb von 3 Tagen). Sofern Sie bei Kontrollen in den Gelbschalen nur die genannten Rüsselkäfer finden, kann deren Bekämpfung mit Pyrethroiden der Klasse 2 (Karate Zeon, Fastac SC, Bulldock etc.) erfolgen. Finden Sie zeitgleich in nennenswerter Zahl Rapsglanzkäfer, ist das Pyrethroid Trebon (Klasse 1) einzusetzen – Präparate der Klasse 2 besitzen keine Wirkung!

Infoveranstaltungen Frühjahrsempfehlungen:

  • 4.3. Bebra –„Zur grünen Aue“- Schrebergarten
  • 9.3. Eiterfeld – Bürgerhaus
  • 17.3. Niederaula „Zum alten Forsthaus

jeweils 20°° Uhr

Karl-Heinrich Claus; LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

 

Beitrag vom 30. Januar 2015

Anbau von Sommerhafer und Sommergerste

Sommergetreide wird meist an abtragender Stelle in der Fruchtfolge und auf Standorten mit geringerer Bonität angebaut. Das führt in der Praxis oft zu verringertem Ertragspotential im Vergleich zu den „großen Kulturen“. In den Landessortenversuchen wird das tatsächliche Ertragsvermögen sichtbar: Sommerhafer brachte mehrjährig 77dt/ha, Spitzensorten erreichten über 90 dt/ha. Sommer-Braugerste erreichte durchschnittlich 68 dt/ha, Spitzensorten kommen auf über 85 dt/ha. Diese erstaunlichen Leistungen werden in der kurzen Vegetationszeit von 120 bis 150 Tagen zwischen Aussaat und Ernte erreicht. Die Pflanzenschutzintensität ist im Vergleich zu Wintergetreide deutlich geringer. Betriebliche Arbeitsspitzen können entzerrt und die Maschinen besser ausgelastet werden. Zwischenfruchtanbau vor Sommergetreide kann als ökologische Vorrangfläche angerechnet werden und dient dem Gewässer- und Erosionsschutz. Hafer bevorzugt Standorte mit guter Wasserversorgung, flachgründige zur Austrocknung neigende Flächen scheiden aus. Sortenempfehlung Hafer: Max, Aragon, Scorpion, Flocke, Poseidon. Sommergerste: Milford, Simba, Grace, Quench.

Gabriele Käufler, LLH Eichhof, Tel.: 06621/922815

 

 

Beitrag vom 23. Januar 2015

Anbau von Ackerbohnen und Körnererbsen

Körnerleguminosen sind interessante Kulturen, die unsere getreidelastigen Fruchtfolgen auflockern. Der hohe Vorfruchtwert führt zu deutlichen Mehrerträgen und geringerem Pflanzenschutzaufwand in den Nachfrüchten. Leguminosen benötigen keine Stickstoffdüngung. Auf bessere Böden mit guter Wasserversorgung passt die Ackerbohne. Sie lieferte in den Sortenversuchen mehrjährig Erträge von über 50 dt/ha. Ihr Eiweißgehalt liegt bei rund 25%. Der Einsatz in der Rinderfütterung ist unproblematisch. Für die Fütterung von Schweinen bieten sich tanninarme Spezialsorten an. Voraussetzung für hohe Erträge ist eine möglichst frühe Aussaat Ende Februar Anfang März, falls die Bodenverhältnisse es zulassen. Das Saatgut (40-45 Körner/m2) sollte auf 6 besser 8 cm Tiefe abgelegt werden, um Herbizidschäden und Vogelfraß zu reduzieren. Späte Saaten erst im April sind riskant, wenn Trockenheit folgt. Körnererbsen sollten ebenfalls im März gesät werden, die Saattiefe liegt bei 4-5cm, Aussaatstärke 70 – 80 Körner/m2. Empfehlenswerte Sorten Ackerbohne: Espresso, Fuego, Fanfare. Körnererbse: Respect, Salamanca, Alvesta, Navarro. Saatgut umgehend ordern!

Gabriele Käufler, LLH Eichhof, Tel.: 06621/922815

 

 

Beitrag vom 16. Januar 2015

Schwefeldüngung

In nassen Wintern wird viel Sulfat ausgewaschen. Auch der in Wirtschaftsdüngern gebundene Schwefel hat für die Kulturpflanzen nur eine geringe Bedeutung, da er überwiegend organisch gebunden ist. Deshalb können v.a. die früh abreifenden Kulturen Raps und Gerste den spät mineralisierenden Schwefel nicht und die anderen Kulturen nicht nennenswert nutzen. S-Mangel zeigt sich bei Raps durch rotviolett verfärbte, löffelartig verformte Blätter, weiße Blüten und mehr Nachblüher, bei Getreide und Grünland durch blassgrüne Aufhellungen der jüngeren Blätter. Bei einem frühen Frühjahr kann die N+S-Düngung zu Getreide z.B. mit 1,0 dt/ha SSA, oder 1,5 dt/ha Piammon erfolgen. Bei einem normalen bzw. späten Frühjahr bzw. zu Mais sind ASS (1,5 dt/ha) zu Getreide auch 2,0 dt/ha 24/6 (2 Gaben) zu bevorzugen. Zu Raps sollten 1,7-2,0 dt SSA bzw. 1,2-1,5 dt/ha Piammon (früh) oder 3,0 dt/ha ASS eingeplant werden.

 

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623-933207

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  • Praktikant Pflanzenproduktion und Stickstoffmanagement
  • Praktikant Kommunikation und Onlinepräsentation

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