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Pflanzenbau

 

 Beiträge aus dem Jahr 2017

 

Juli 2018

Juni 2018

Mai 2018

April 2018

März 2018

Februar 2018

 

 

 Beitrag vom 09. Juli 2018

Nach der Rapsernte Ausfallraps bekämpfen

Nach der Ernte des Rapses ist besondere Sorgfalt bei der Bekämpfung von Ausfallraps geboten. Selbst bei guten Bedingungen und guter Erntetechnik beziffert sich der Verlust durchschnittlich auf 40 kg/ha. Das sind rund 1000 Körner pro m²! Dieses Samenpotenzial muss weitestgehend zur Keimung gebracht werden, um Durchwuchsraps zu minimieren. Rapsdurchwuchs vermindert den Ertrag durch Erhöhung der Bestandesdichte und geringerer Ertragsleistung vor allem bei aufspaltenden Hybridsorten. Nach der Ernte sollte erst einmal abgewartet werden bis die 1. Welle in der Strohschicht aufgelaufen ist (ca. 4 Wochen). In der Regel reicht die Feuchtigkeit durch Taubildung aus. Danach sollte eine flache Bearbeitung (mit Wiesenschleppe, Striegel, Mulcher) vorgenommen werden um weitere Samen in Keimlage zu bringen (Dormanzbrechung). In jedem Falle sollte eine zu tiefe Bearbeitung (> 3 cm) unterlassen werden. Ziel: Dormanz brechen und Überdauern durch „Vergraben“ verhindern (sekundäre Keimruhe)! Die Bekämpfung des Ausfallrapses sollte aus phytosanitären Gründen bis zum 3-Blatt-Stadium erfolgen bzw. spätestens nach 4 Wochen um den Vermehrungszyklus der Kohlhernie zu unterbrechen.

AGLW, Ph. Pfister, Tel.:06623-933207

 

 

Beitrag vom 09. Juli 2018

Anbau Zwischenfrüchte

Von Vorteil ist eine Aussaat zügig nach der Ernte um den Zwischenfrüchten die Möglichkeit zu geben das Ausfallgetreide zu überwachsen und zur Keimung die Restfeuchte des Bodens zu nutzen (besonders beim Anbau vor Winterkulturen). Kommt es zu Verzögerungen bei der Aussaat durch Arbeitsspitzen oder Trockenheit, sollte bis zum Auflaufen des Ausfallgetreides gewartet werden um dieses dann zur Aussaat zu bekämpfen. Die positiven Effekte der Zwischenfrucht (Bodenbedeckung, Nährstoffspeicher, Durchwurzelung, Humusaufbau, etc.) kommen verstärkt bei Mischungen zum Tragen. Bei verschiedenen Korngrößen besitzt vor allem die Drillsaat Vorteile (v.a. bei Dunkelkeimern wie Phacelia u. Ramtill). Bei vorzeitiger Samenreife durch frühe Aussaat (Sortenwahl!) oder Stress sollte die Samenbildung durch mechanische Maßnahmen (z.B. Walzen) verhindert werden.

Ph. Pfister, AGLW, Tel.: 06623-933207

 

 

Beitrag vom 09. Juli 2018

Vorzeitige Ernte von Leguminosen

Großkörnige stickstoffbindende Pflanzen (Leguminosen), die als ökologischen Vorrangflächen (ÖVF) ausgewiesen wurden, müssen sich mindestens bis zum 15. August auf der Fläche befinden. Ausnahmsweise darf eine Ernte der Leguminosen vor diesem Stichtag stattfinden, wenn bereits die Erntereife eingetreten ist. Allerdings muss in diesen Fällen eine schriftliche Mitteilung an die Bewilligungsstelle spätestens 3 Tage vor dem beabsichtigten Erntetermin erfolgen. Betroffen von dieser Regelung sind insbesondere Ackerbohnen, Erbsen und Lupinen. Kleinkörnige Leguminosen (Klee, Luzerne) müssen sich bis zum 31. August auf der Fläche befinden, allerdings darf jederzeit eine Futternutzung stattfinden.

Weitere Informationen sind erhältlich im Fachdienst Ländlicher Raum, Hubertusweg 19, Bad Hersfeld , Tel.: 06621/87-2221.

 

 

Beitrag vom 02. Juli 2018

Trockenheit schwächt das Grünland

Die hohen Temperaturen und vor allem die geringen Niederschläge haben in vielen Regionen Hessens auch im Grünland deutliche Spuren hinterlassen. Der erste Grasschnitt konnte überall noch unter günstigen Bedingungen und mit guten Erträgen geerntet werden. Doch bereits der zweite Aufwuchs litt in vielen Regionen Hessens massiv unter der Trockenheit, denn die Grasbestände waren überwiegend nur dürftig entwickelt. Betroffen sind vor allem flachgründige, leichte Böden und Südhanglagen. Die durch Trockenheit entstandenen Lücken in der Grünlandnarbe sollten möglichst noch im Sommer, spätestens aber im Herbst durch eine Nachsaat geschlossen werden. Ansonsten können sich Unkräuter und Ungräser schnell in den lückigen Beständen ausbreiten. Empfohlen wird dafür die Standardmischung GV. (weiteres zur Sortenwahl: llh.hessen.de)

Dr. Anna Techow, LLH, 06621-9228699

 

 

Beitrag vom 25. Juni 2018

Landwirtschaftliche Hinweise zum Vorratsschutz

Vorratsschädlinge wie Kornkäfer, Motten oder Milben verursachen in lagerndem Getreide erhebliche Schäden und Qualitätsverluste. Um dem Vorzubeugen, vor der Einlagerung der neuen Ernte besonders Ritzen, Ecken u. Fugen der Läger mit Kehrbesen und Industriestaubsauger gründlich reinigen. Vorhandenes Altgetreide nicht mit der neuen Ernte vermischen, sondern so lagern, dass es als erstes verfüttert, bzw. auslagert werden kann. Eine zusätzliche chemische Behandlung der leeren Speicherräume schafft letzte Sicherheit vor Schädlingen: Bei der Behandlung der Lagerräume sind alle Flächen, Ritzen und Winkel sowie die benutzten Maschinen und Geräte gründlich zu benetzen. Zugelassen für die Bekämpfung von Vorratsschädlingen in Leerräumen ist K‐Obiol EC 25; befallenes Getreide kann auch beim Umlagern mit diesem Produkt behandelt werden. Anwendungshinweise beachten!

LLH HEF/FD; Karl-Heinrich Claus; 0160 90725736

 

 

Beitrag vom 25. Juni 2018

Pflegeverpflichtung auf Brachflächen

Brachliegende bzw. stillgelegte Acker- oder Dauergrünlandflächen müssen mindestens einmal jährlich ab dem 01. Juli gemulcht oder gemäht werden, damit sie in einem guten landwirtschaftlichen Zustand verbleiben. Werden die Flächen gemäht, muss das Mähgut entweder abgefahren oder zerkleinert und ganzflächig auf dem Schlag verteilt werden. Eine landwirtschaftliche Nutzung des Mähguts ist allerdings nur bei solchen Brachflächen möglich, die nicht als ökologische Vorrangflächen ausgewiesen sind. Falls keine entsprechenden Pflegemaßnahmen durchgeführt werden, verlieren die Flächen den Status der Förderfähigkeit für die Direktzahlungen (Basisprämie, Greening-Zahlung und Umverteilungsprämie).

Weitere Informationen sind erhältlich im Fachdienst Ländlicher Raum, Hubertusweg 19, Bad Hersfeld , Tel.: 06621/87-2221.

 

 

Beitrag vom 11. Juni 2018

Hinweise zur Schädlings- und Krankheitsbekämpfung in Ackerbohnen / Erbsen u. Termin

In Ackerbohnen u. Erbsen auf Blattläuse achten – Wuchsdepressionen u. vorzeitiges Abwerfen der Blüten möglich! Bestände regelmäßig kontrollieren: AB: Schadschwelle: ca. 10 % befallene Pflanzen bzw. Beginn Koloniebildung. Ab Blühbeginn z.B. Pirimor 300 g/ha, Karate Zeon 75 ml/ha, Trafo WG 150 g/ha u.a. einsetzen. Auf intensive Benetzung achten – nicht während der Mittagshitze spritzen! In Erbsen sitzen Blattläuse überwiegend an noch eingerollten Blättern u. Blütenknospen, sind dadurch schwer zu finden. Schädigung durch Saugaktivität, führt zu Wuchsdepressionen, Abwerfen und Verkrüppeln der Hülsen. Schadensschwellen: ab Knospenbildung: 5-10 Läuse /Trieb; i. d. Blüte: 25 % befallene Pflanzen. Bekämpfung mit Pirimor 250-300 g/ha. Bei Befall mit Erbsenwickler steht u.a. Karate Zeon 75 ml/ha zur Verfügung. In AB sind die Schokoladenfleckenkrankheit u. der Bohnenrost relevant. Infektionsbedingungen z.Zt. aufgrund der warmen Witterung günstig.
Gegen Rost ist Folicur mit 1,0 l/ha zugelassen; tritt auch die Schokoladenkrankheit auf, ist die Kombination von 0,5 l/ha Ortiva u. 0,5 l/ha Folicur zu bevorzugen. In Erbsen kann gegen die Brennfleckenkrankheit Ortiva zum Blühende hin eingesetzt werden.
Sachkundefortbildung: 18. Juni, 16:30 Uhr Bebra-Solz; „Solzer Höhe“- Wasserhochbehälter (Koordinaten: 51.012439,9.887857); Anmeldung nur unter 0561/7299-333.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

 

 Beitrag vom 01. Juni 2018

Landwirtschaftliche Hinweise zum Fungizid- u. WR-Einsatz in So-Ge u, Hafer

Ertrag u. Qualität von So-Ge durch Fungizid zum Beginn des Grannenspitzens absichern; geringfügig reduzierte Aufwandmengen von z.B. Aviator Xpro + Fandango, Adexar, Credo + Cirkon, Amistar Opti + Gladio, o. InputXpro einsetzen. Azole, z.B. Opus Top, Gladio, Ampera o. Cerealo reichen bei geringerem Ertragsniveau aus. Hafererträge nur bei sehr hoher Ertragserwartung z.B. mit Juwel Top oder in der Blüte Osiris absichern. Cerone /Camposan in So-Ge max. bis BBCH 49 möglich; Einsatz wegen der trockenen Witterung überdenken. Im Hafer ist bis zum Schieben des Fahnenblattes (EC 37-39) CCC möglich. Mengen der Wachstumsregler bei trockenen Standort- u. Witterungsbedingungen anpassen. Zumischung eines Pyrethroides bei starkem Auftreten des Getreidehähnchens möglich.

Sachkundefortbildung 18.6., 16:30 Uhr in Bebra-Solz; Treffpkt.: Wasserhochbehälter „Solzer Höhe“. Anmeldungen: 0561/7299-333.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 907257369

 

 

Beitrag vom 25. Mai 2018

Abschlussbehandlung Winterweizen

Winterweizen hat Ähre geschoben, bzw. schiebt sie. Die Bestände i.d.R. weiterhin sehr gesund (nur vereinzelt Gelbrost in anfälligen Sorten). Wurde bisher noch kein Fungizid eingesetzt, Abschlussbehandlung als klassische Ährenbehandlung durchführen (ca. 80% der Ähren sind geschoben): Rapsweizen z.B. Adexar; Amistar Opti + Gladio; Ascra Xpro; Champion + Diamant; Elatus Era, Skyway Xpro. Nach Vorlage eines Fungizids z.B.: Taspa + Folicur; Ampera; Matador 1,0 l/ha. Bei Weizen nach Mais o. Stoppelweizen Augenmerk der Behandlung auf Fusariumwirkung legen – Fungizid dann erst in die Blüte des Weizens applizieren (u.a. Ampera, Magnello, Osiris, Prosaro). Auf Blattläuse u. Hähnchen achten.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

 

Beitrag vom 18. Mai 2018

Mikro- und Makronährstoffe Mais:

Mittels der AGLW durchgeführten Blattanalysen im Mais (2009-2017) kann ein vermehrter Mangel der Nährstoffe Magnesium, Schwefel, Bor, Mangan und Zink nachgewiesen werden. Der S-Bedarf liegt bei ca. 15 kg S/ha und sollte möglichst früh kommen. Magnesiummangel tritt häufig bei hohen Kaliumgehalten im Boden auf. Aber auch hohe Ammoniumgaben verdrängen Mg an der Wurzel. Kennzeichnend sind perlschnurartige Chlorosen zwischen den Blattspreiten, die sich später rötlich-violett verfärben. Zinkmangel äußert sich in gestauchtem Wuchs (gehemmte Zellteilung) und durch sinkenden Chlorophyllgehalt (gestörte Stoffwechselprozesse) in Aufhellungen im unteren 2/3 des Blattes. Mangel tritt vor allem auf Böden mit einem pH-Wert > 7, geringer organische Düngung und hohem P-Gehalt im Boden auf. Bor fördert die Wurzelentwicklung, Korn- und Kolbenausbildung (steigert den Kolbenanteil). Mangan beeinflusst die Seitenwurzelbildung und die Photosynthese positiv. Empfehlung: Blattdüngung im 4-8 Blattstadium: Zn 400-500 g/ha, Mn 300-500 g/ha, B (eher im 4 Blattstadium düngen) 400-500 g/ha.

Ph. Pfister, AGLW, Tel.: 06623-933207

 

 

Beitrag vom 18. Mai 2018

Hohe N-Nachlieferung nach Rapsumbruch:

Der Raps stand in diesem Jahr vielerorts unter enormen Stress. Die mangelnde Wurzelentwicklung, vereinzelte Wechselfröste und der späte Vegetationsbeginn in Verbindung mit einem starken Temperaturanstieg führten auf vielen Schlägen zu einer schlechten Verzweigung und einer mangelhaften Blüte. Sollten einzelne Schläge umgebrochen wurden sein, ist auf den enormen N-Pool im Boden zu achten (Biomasse, Dünger-N, org. Dünger). Durch das hohe N-Nachlieferungspotenzial ist eine weitere N-Düngung in der Regel nicht mehr erforderlich.

Ph. Pfister, AGLW, Tel.: 06623-933207

 

 

Beitrag vom 14. Mai 2018

Spätdüngung zu Weizen

Winterweizen benötigt bis zum Ende des Schossens 2/3 seines N-Bedarfs. Das letzte Drittel sollte bis zur Blüte (BBCH 61) fallen (bei 80 dt Ertragserwartung rund 40 kg N/ha). Eine frühe dritte Gabe (BBCH 37-49) begünstigt die Kornzahl/Ähre und ist so ertragsbildend. Spätere Gaben (BBCH 51-59) stützen die Eiweißeinlagerung ins Korn. Sind Sorte, Standorteigenschaften und Bestandesentwicklung nicht auf hohe Qualitäten ausgelegt oder sollte eine Trockenperiode zu erwarten sein, ist eine frühe, ertragsbetonte Gabe anzuraten. Vor allem bei Trockenheit ist Nitratdünger dann die bessere Wahl, da z.B. bei Harnstoff und AHL unter diesen Bedingungen mit erhöhten Ammoniakverlusten zu rechnen ist. Sollte noch nicht ausreichend Schwefel (20-25 kgS/ha) gekommen sein, ist eine zusätzliche Blattdüngung bis zur Blüte zu empfehlen.

Ph. Pfister, AGLW, Tel.: 06623-933207

 

 

Beitrag vom 14. Mai 2018

Grasuntersaat im Mais

Grasuntersaaten im Mais dienen als Erosionsschutz, verbessern die Befahrbarkeit des Bodens zur Ernte und die Humusbilanz. Durch die Stickstoffbindung der Untersaat wird dieser vor Auswaschung geschützt (reduzierter Herbst-Nmin). Bei einer Nutzung als ÖVF im Greening (Faktor 0,3) gilt es nach der Ernte folgendes zu beachten: Untersaat bis zum 15.02. stehenlassen, nur organische Düngung erlaubt, Beweidung mit Ziegen u. Schafen möglich (sonstige Futternutzung erst nach 15.02.), Mulchen der Stoppeln nach Ernte zur Bekämpfung des Zünslers und Bestockungsanregung möglich, nur Gräsermischungen (seit 2018 auch Leguminosen erlaubt) verwenden. Die Aussaat sollte im 6-8 Blatt-Stadium bspw. mit Düngerstreuer vorgenommen werden. Da Gräser Lichtkeimer sind, ist keine Einarbeitung notwendig.

Ph. Pfister, AGLW, Tel.: 06623-933207

 

 

Beitrag vom 04. Mai 2018

Landwirtschaftliche Hinweise zur aktuellen Situation im Getreide

Ausstehende Abschlussbehandlungen in Wintergerste jetzt durchführen; carboxamid – u. strobilurinhaltige Produkte in Kombination mit Cerone/Camposan auf´s Fahnenblatt spritzen. Gegen Ramularia sind Credo (Reste aufbrauchen) o. Amistar Opti gesetzt; wo es arbeitswirtschftlich klappt, diese Mittel getrennt auf die schiebende Ähre applizieren (erhöht Wirkungssicherheit). In weniger gut entwickelten Beständen o. auf schwächeren Standorten reicht u.U. ein Azol aus, um dortiges Ertragsniveau abzusichern. Wi-Weizen: i.d.R. 29 – 34; ausstehende Wachstumsreglermaßnahmen der trocknen Witterung anpassen; diese bietet kaum Spielraum für Infektionen; wenn Symptome dann meist nur auf unteren Blättern: i.d.R. keine Fungizide notwendig; witterungsbedingte Symptome (Blattsprenkelungen u. –aufhellungen) nicht mit Krankheiten verwechseln! Meist sind die Bestände noch gesund; Ziel: Fungizide mind. bis 37 – 39 hinausschieben.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

 

Beitrag vom 26. April 2018

Landwirtschaftliche Hinweise zur Unkrautbekämpfung im So-Getreide u. zum Wachstumsregelereinsatz im Wi-Getreide

Bei günstigen Temperatur- und Lichtverhältnissen können ab 3. Blatt des Getreides idealer-weise Wuchsstoffe (Duplosan KV, Duplosan DP) mit einem Mischpartner (Pointer SX, Dirigent SX, Tomigan, Lodin etc.) zum Einsatz kommen. Ariane C ist für Anwendungen über die Bestockung hinaus (Zusatzwirkung gegen Disteln) geeignet; ebenfalls zu späten EC-Terminen gut verträglich ist Basagran DP (Sonne ist wichtig! – Aufbrauchfrist endet am 30. Juni!). U 46 M-Fluid ist speziell bei Disteln einzusetzen – Kamille, Klette und Stiefmütterchen werden hiermit allerdings nicht ausreichend bekämpft. Der Zusatz von Pointer SX, Pointer Plus (erfasst auch Klette) o. Dirigent SX verbreitert das Wirkungs-spektrum und sichert die Wirkung gegen Disteln ab. Eine ansprechende Breitenwirkung besitzen Antarktis und Artus – beide Präparate wegen ihrer griffigen Wirkstoffe in trocknen Beständen einsetzen! Gegen Ungräser sind in So-Gerste u. So-Weizen Axial, Concert (auch gegen Windhalm in Hafer) u. Husar Plus möglich. Lexus besitzt derzeit keine Zulassung!
Wachstumsregler Wi-Gerste: üppige Bestände ggf. mit Mischung aus 0,3 l Medax Top + 0,3 kg Turbo oder 0,2 l Moddus, jeweils + 0,2 l/ha Cerone 660/ Camposan Extra nachkürzen. Fungizide z. Zt. noch nicht notwendig. Im Weizen bietet sich, je nach Sorte und ob CCC-Vorlage erfolgte, TM aus 0,2 – 0,35 l Moddus + 0,4 – 0,6 l CCC an. Alternativ kann Prodax in TM mit CCC oder solo dann mit 0,5 – 0,75 kg bzw. Medax Top +Turbo mit jeweils 0,7 – 1,2 l/kg eingesetzt werden. Stoppelweizen auf Septoria kontrollieren; nur bei Symptomen auf neuen Blättern mit Cirkon, Mirage o.a. reagieren!

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

 

Beitrag vom 23. April 2018

Hinweise zur Blütenbehandlung im Raps

Die ungewöhnlich hohen Temperaturen der vergangenen Tage haben die Entwicklung vom Raps enorm vorangetrieben. Für die ersten Bestände steht in den nächsten Tagen die Blütenbehandlung an. Das Auftreten der Weißstängeligkeit (Sclerotinia) ist witterungs-abhängig, kann aber nicht prognostiziert werden; gefährdet ist Raps während der Blüte. Die Vollblüte, 50 % der Blüten sind geöffnet, ist der optimale Termin für eine Behandlung mit Fungiziden. In 3-4jährigen Rapsfruchtfolgen mit wiederkehrendem Krankheitsbefall ist ein, in Bezug auf den Bienenschutz, geeignetes Fungizid einzusetzen. Insektizide sind nicht notwendig! – wird dennoch eine TM eingesetzt, unbedingt die B-Klasse beachten! In den vielen, schwach entwickelten Beständen reicht zur Ertragsabsicherung ein einfaches Azol-Fungizid aus, ggf. muss auch über den Verzicht der Blütenbehandlung nachgedacht werden. Applikationstechnik: Grundsätzlich abends behandeln, 4-5 km/h, u. mind. 300 l/ha Wasser aufwenden. Beachten Sie den Bienenschutz und sprechen Sie zuvor mit ortsansässigen Imkern!

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

 

Beitrag vom 16. April 2018

Mikronährstoffdüngung

Der späte Vegetationsbeginn führt nun durch warme Temperaturen zu einem Wachstumsschub, dennoch sollte auf eine ausreichende Versorgung mit Mikronähstoffen geachtet werden. Bor fördert zum Beispiel die Wurzelbildung und Befruchtung. Raps sollte deshalb bis zur Blüte 300 g B/ha (2 x 150 g im Frühjahr) bekommen und Getreide 75-100 g B/ha (50 g BBCH 30-37, 50 g bis BBCH 60). Mangan begünstigt unter anderem die Photosynthese und steigert die Trockentoleranz. Im Raps empfehlt sich eine Düngung von 200 g Mn/ha bis zur Blüte. Im Getreide (v.a. Gerste) ist eine Düngung von 250-500 g Mn/ha (BBCH 32-37) anzuraten. Kupfer ist zellwandstabilisierend und erhöht so die Standfestigkeit, sodass eine Düngung im Getreide mit 100-150 g Cu/ha (bis BBCH 32) auf Standorten ohne organische Düngung positive Wirkung hat.

Ph. Pfister, AGLW, Tel.: 06623-933207

 

 

Beitrag vom 10. April 2018

Landwirtschaftliche Hinweise zu Wachstumsreglern

Wachstumsregler sollen Lager vermeiden; neben Kultur, Sorte, Bestandesführung und N-Düngung spielt die Witterung eine wichtige Rolle (kein Einsatz in Beständen, die durch Frost, Hitze o. Wassermangel gestresst sind) unter diesen Bedingungen Aufwandmengen reduzieren o. Anwendung verschieben; Tankmischungen mit Fungiziden oder Herbiziden können Pflanzen zusätzlich fordern. Änderungen bei Wachstumsreglern: für die kommende Saison gibt es keine neuen Wirkstoffe, allerdings neue Produkte mit bekannten Wirkstoffen: Countdown NT mit Zulassung für So-Weizen; Namensänderung: Moddus Start heißt jetzt Moddevo. Die Palette der CCC-Produkte wird durch das Produkt Manipulator/Gexxo ergänzt (mit Zulassung in Gerste). Die Zulassung von Medax Top wurde verlängert. Orlicht Plus enthält 480 g/l Ethephon, ist aber breiter einsetzbar: neben Wi-Gerste auch in WW u. So-Gerste.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

 

Beitrag vom 06. April 2018

Schossergabe Getreide

Die erste Gabe sollte 40 kg N/ha nicht überschreiten um bei der 2. Gabe noch auf die Bestandesentwicklung reagieren zu können. Der Gesamtbedarf an Stickstoff beträgt 1,7 kg N/dt Zielertrag. Ca. 50 % dieser Menge sollte zur zweiten Gabe fallen. In dünnen Beständen kann eine frühe zweite Gabe (BBCH 29/30) die Triebreduktion minimieren. Die Düngung sollte dann aufgeteilt werden, um in BBCH 32 noch mal die Kornzahl pro Ähre zu fördern. In normalen Beständen kann die Triebreduktion abgewartet werden (sortenabhängig), um unnötigen Konkurrenzdruck zu vermeiden. Sollte noch keine Schwefeldüngung (20-25kg S/ha) erfolgt sein, ist dies bis BBCH 32 unbedingt nachzuholen. Beim Sommergetreide sollten zunächst 75% der N-Menge zur Saat ausgebracht werden.

Ph. Pfister, Dr. W.G. Gebauer, AGLW Tel.:06623-933207

 

 

Beitrag vom 26. März 2018

Silomaisdüngung

Bei der Silomaisdüngung ist, gestützt durch Praxisversuche in der hiesigen Region mit einer N-Düngung von 0,75 kg N/dt TM-Zielertrag zu rechnen. (s.a.Wochenblatt v. 22.3.) Im Gegensatz zur DVO hat sich gezeigt, dass der aufgenommene Stickstoff von Zwischenfrüchten mit 100% zu berücksichtigen ist. Im Herbst 2017 wurde von der AGLW eine N-Aufnahme von 20-120 (im Mittel 60) kg N/ha ermittelt. Bei einem Ertrag von 160 dt TM/ha (Ø 7 Jahren) ergibt sich ein N-Bedarf von 120 kg N/ha. Bei vorhandener Zwischenfrucht und Unterfußdüngung ist von einer zusätzlichen organischen Düngung abzusehen (Düngung=Zielertrag x 0,75-Zwf N). Außerdem ist auf die P-Düngung zu achten (Gehaltskl. C)! Der P-Entzug beim Mais beträgt 0,175 kg P2O5/dt FM (Zielertrag:160 dt TM = 500 dt FM = 87,5 kg P2O5-Entzug/ha). Eine DAP Unterfußdüngung in Verbindung mit organischer Düngung kann leicht zu einem P-Überschuss führen. Ph. Pfister, Dr. W.G. Gebauer, AGLW Tel.:06623-933207

 

 

Beitrag vom 26. März 2018

Landwirtschaftliche Hinweise zu Anwendungsbedingungen für Herbizide

Bei anstehenden Behandlungen auf eine gute Benetzung achten; die Wassermenge mind. auf 250 – 300 l/ha Wasser bemessen. Möglichst feintropfig applizieren: eine 03er (blau) besser 025er (rosa) Injektordüse wählen; 04er (rot) und 05er (braun) Injektordüsen sind zu grobtropfig! Doppelflachstrahldüsen zeigen im Vergleich zu klassischen Bauarten tendenziell das bessere Applikationsbild. Den Düsenstock am Rand des Gestänges mit einer Randdüse bestücken. Anwendungsbedingungen der Herbizide berücksichtigen: z.B. bei Anwendung der Wirkklasse B (Sulfonylharnstoffe) auf eine Luftfeuchtigkeit von mind. 60 % achten! Bei blattaktiven Mittel (Axial, Traxos, Sword) müssen die Ungräser vollständig aufgelaufen sein u. mind. 2-3 Blätter gebildet haben! Weitere Info`s im Beratungsfax!

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

 

Beitrag vom 26. März 2018

Geänderte Regelung zur Dauergrünlandentstehung

Ab dem Jahr 2018 greift eine Änderung des EU-Rechts im Bereich der Entstehung von Dauergrünland. Danach werden Ackerfutter- oder Brachflächen, die mindestens 5 Jahre lang nicht Bestandteil der betrieblichen Fruchtfolge waren, nur noch dann zu Dauergrünland, wenn sie innerhalb des 5-Jahres-Zeitraums nicht gepflügt worden sind. Das Pflügen ist in diesem Zusammenhang definiert als mechanische Zerstörung der Grasnarbe, so dass z. B. auch ein Grubbern der Fläche anerkannt wird. Sofern eine Ackerfutterfläche ab diesem Jahr gepflügt wird und erneut mit einer Ackerfutterkultur bestellt werden soll, ist innerhalb einer Frist von 4 Wochen nach dem Pflügen die Bewilligungsstelle beim Landkreis (Fachdienst Ländlicher Raum) zu informieren, damit der Umbruch der Fläche und damit der Beginn des neuen 5-Jahres-Zeitraums bestätigt werden kann. Im Jahr 2018 besteht darüber hinaus eine Sonderregelung für Flächen, die aufgrund der 5-Jahres-Regelung bereits zu Dauergrünland geworden sind. Wenn solche Flächen innerhalb der letzten 5 Jahre bis spätestens zum 29.12.2017 gepflügt wurden, kann der Ackerstatus wiederhergestellt werden, sofern der Landwirt dies beantragt und in der Lage ist, die Durchführung des Pflügens nachzuweisen. In solchen Fällen sind die betroffenen Flächen im Gemeinsamen Antrag 2018 unter Angabe des Pflüge-Datums entsprechend zu kennzeichnen, ein Nachweis des Umpflügens muss beigefügt werden.

Weitere Informationen sind erhältlich im Fachdienst Ländlicher Raum, Hubertusweg 19 C, 36251 Bad Hersfeld, Tel.: 06621/87-2255 oder -2221

 

 

Beitrag vom 19. März 2018

Wirtschaftsdüngeranalysen

Laut DVO müssen die ausgebrachten Nährstoffmengen bei der Düngung bekannt sein. Während diese bei Mineraldüngern angegeben sind, werden bei Wirtschaftsdüngern oftmals Faustzahlen (Mittelwerte) angenommen. Die Ergebnisse der AGLW zeigen jedoch zwischen den einzelnen Untersuchungen eine erhebliche Streuung. So enthält das obere Viertel der Analysen von Milchvieh- oder Rindergüllen (5,1 bzw. 6,5 kg N/m³) zum Teil mehr als das doppelte an Gesamt-N/m³ als das untere Viertel (2,8 bzw. 2,5 kg N/m³). Die Schweinegüllen schwanken in einem noch weiteren Bereich (2,3 – 6,9 kg N/m³). Im Vergleich zu den Faustzahlen wird der eigene Wirtschaftsdünger also über- bzw. unterbewertet, die Bestände also unter- bzw. überversorgt. Letzteres bedeutet einen unnötig hohen Mineraldüngerzukauf. Eigene Analysen sind unbedingt zu empfehlen!

Ph. Pfister, Dr. W.G. Gebauer, AGLW, 06623933207

 

 

Beitrag vom 16. März 2018

Grünlandpflege

Der Winter in Hessen war niederschlagsreich, sonnenscheinarm und häufig zu warm. Dies galt besonders für die Monate Dezember und Januar. Erst im Februar wurde es noch einmal deutlich kälter. Teilweise kam es aufgrund der fehlenden Schneedecke zu Kahlfösten. Sowohl überschüssiges Wasser als auch Fröste führen häufig zu Lücken im Bestand. Das Grünland sollte also nach dem Winter auf Schäden kontrolliert werden. Wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind und das Grünland nicht mehr reifbedeckt ist, kann dann mit der Narbenpflege begonnen werden. Zu den Standardpflegemaßnahmen im Frühjahr gehören Schleppen, Striegeln und im Bedarfsfall auch Walzen. Bei geschädigtem Grünland ist eine Nachsaat häufig sinnvoll. Zur Nachsaat wird die Qualitäts-Standard-Mischung GV (Rotes Etikett, 100% Deutsches Weidelgras) empfohlen.

Dr. Anna Marie Techow, LLH Eichhof, 06621-9228699

 

 

Beitrag vom 12. März 2018

Landwirtschaftliche Hinweise zur Kontrolle von Rapsschädlingen

Sobald die Temperaturen 10° C für mehrere Tage übersteigen, unbedingt Gelbschalen im Winterraps aufstellen, um den Zuflug von Rapsschädlingen verfolgen zu können! Geschützte Waldrandlagen sowie Südhanglagen werden i.d.R. früher angeflogen als offene Lagen. Schadschwellen: Stängelrüssler: 5-10 Käfer, Kohltriebrüssler: 10 Käfer (jeweils/Gelbschale innerhalb von 3 Tagen). Sofern Sie bei Kontrollen in den Gelbschalen nur die genannten Rüsselkäfer finden, kann deren Bekämpfung mit Pyrethroiden der Klasse 2 (Karate Zeon, Bulldock, Decis, etc.) erfolgen. Finden Sie zeitgleich Rapsglanzkäfer in nennenswerter Zahl, ist das Pyrethroid Trebon (Klasse 1) einzusetzen – Präparate der Klasse 2 besitzen keine Wirkung!

Terminhinweise: Pflanzenbauinformationen fürs Frühjahr:

Di.,13. März Eiterfeld und Do.,15.März Bebra jeweils 20°° Uhr.

Sachkundefortbildung: Teil 1 am Mo. 19. März 19:30 Uhr Schenklengsfeld (2. Teil am 7. Mai!).

Anmeldung unter: Kassel 0561/7299-333

Karl-Heinrich Claus; LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

 

Beitrag vom 02. März 2018

Düngung zu Vegetationsbeginn mit S und Nitrat-Stickstoff ratsam

Durch die hohen Niederschläge der letzten Monate sind Stickstoff und Schwefel weites gehend ausgewaschen. Deshalb ist bei allen Kulturen eine rasche Versorgung mit S und Nitrat-Stickstoff anzuraten.

Getreide mit 20 kg S/ha versorgen, z. B. mit einer Startgabe von 1,5 dt ASS/ha (Vorsicht: Gerste reagiert mit Mindererträgen bei überzogener S-Düngung). Die Startgabe sollte 40 kg N/ha nicht übersteigen und die Betonung auf der zweiten Gabe (Schossen) liegen.

Auch im Raps ist ein schnell wirkender N-Dünger zu Beginn ratsam. Der Schwefelbedarf liegt bei 1 kg S/dt Ertrag. Viele Rapsbestände gingen schlecht entwickelt in den Winter. Bei solchen Beständen muss unbedingt das Ertragsziel nach unten korrigiert und die Düngung reduziert werden. N-Aufteilung generell 1/3 + 2/3.

Auch bei der mineralischen Düngung ist darauf zu achten, dass es tagsüber auftaut und schneefrei ist.

Ph. Pfister, Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623933207

 

 

Beitrag vom 23. Februar 2018

Gülledüngung zu Vegetationsbeginn 2018

Eine organische Düngung bei Raps und Getreide sollte so früh wie möglich erfolgen, da bei kühlen Temperaturen und strahlungsärmeren Verhältnissen der N-Verlust geringer und somit die N-Ausnutzung höher ist. Dabei ist auf die Befahrbarkeit des Bodens und die Vorgaben aus der DVO zuachten. Die Umsetzung der organischen Dünger erfolgt bei Erwärmung des Bodens, sodass der Stickstoff erst später pflanzenverfügbar wird. Eine organische Düngung zu Qualitätsweizen (E und A) ist eher ungeeignet. Viele Rapsbestände sind unterdurchschnittlich entwickelt. Eine gesteigerte N-Düngung im Frühjahr kann die schwachen Bestände nicht kompensieren, sodass das Ertragsziel korrigiert und die Düngung angepasst werden muss. Des Weiteren werden die Nmin-Gehalte durch niedrige Werte im Herbst und dem niederschlagsreichen Winter in diesem Frühjahr recht niedrig sein. Deshalb sollte nach der Güllegabe eine zeitige Düngung mit Nitratdüngern (ASS, KAS-24/6) erfolgen.

Ph. Pfister, Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623933207

 

 

Beitrag vom 19. Februar 2018

Anbau von Sommerhafer und Sommergerste

Durch den geringen Pflanzenschutz- und Düngungsaufwand kann der Anbau von Sommergetreide wirtschaftlich interessant sein. Die Nährstoffbilanzen werden entlastet, betriebliche Arbeitsspitzen entzerrt und die Maschinen besser ausgelastet. In den Landessortenversuchen hatte der Sommerhafer in einem guten Jahr durchschnittliche Erträge in Hessen von über 80 dt/ha, der Durchschnitt der letzten 3 Jahre liegt bei ca. 68 dt/ha. Bei der Sommergerste unterscheiden sich die Sorten in Brau- und Futtergerste. Die mehrjährigen Erträge liegen bei über 61 dt/ha. Der Anbau von Sommergetreide ist oft an abtragender Stelle in der Fruchtfolge und auf schwächeren Standorten, wo sie ihr Ertragsvermögen nicht ausschöpfen können. Hafer bevorzugt Standorte mit guter Wasserversorgung, keine flachgründigen Böden. Sortenempfehlung: Max, Poseidon, Symphony, Yukon. Sommergerste kommt mit trockeneren Verhältnissen besser zurecht, auf gute Saatbedingungen und ausreichende pH-Werte ist zu achten. Sortenempfehlung: RGT Planet, Avalon, Milfort.
Lars Klingebiel, LLH Eichhof, Tel.: 06621/922841

 

 

 Beitrag vom 02. Februar 2018

Anbau von Ackerbohnen und Körnererbsen Frühjahr 2018

Ackerbohnen / Erbsen bedürfen keiner N-Düngung, lockern Fruchtfolgen auf und helfen bei der Bekämpfung hartnäckiger Ungräser. Auf bessere Böden mit guter Wasserversorgung passt die Ackerbohne. Sie liefert in den Sortenversuchen mehrjährig Erträge von über 50 dt/ha. Ihr Eiweißgehalt liegt bei rund 25%. Bei Einhaltung der jeweiligen Maximalanteile in den Futterrationen für Rinder, Schweine und Geflügel geeignet. Aussaat erst, wenn es die Bodenverhältnisse zulassen (abgetrocknete Böden!), auch schon Ende Februar / Anfang März, Saatstärke 45-50 Kö/m2, Saattiefe 7-8 cm. Körnererbsen sind trockentoleranter. Aussaat im März, Saatstärke 70 – 90 Kö/m2 Saattiefe 4-5cm.

Empfehlenswerte Sorten Ackerbohne: Fuego, Fanfare, Tiffany (vicinarm)

Erbse: Astronaute, Respect, Navarro

Herbizidmaßnahmen im Vor- und Nachauflauf (NA nur noch 2018) zugelassen. Bei Anrechnung als ökolog. Vorrangfläche im Greening (Faktor 1) ist der Einsatz von chem. Pflanzenschutz nicht erlaubt. Alternativ mech. Unkrautregulierung möglich.

Philipp Roth, LLH Eichhof, Tel.: 06621/922876

 

 

Beitrag vom 05. Februar 2018

Witterung 2017 und Ausblick auf die Frühjahrsdüngung 2018

War es im April und Mai noch sehr trocken mit einem Kälteeinbruch zur Rapsblüte, welcher gebietsweise zu erheblicher Schotenreduktion führte, waren die Bedingungen zur Ernte sehr feucht. Die Niederschlagsmengen im Juli mit 165,2 mm und im August mit 129,6 mm waren deutlich über den langjährigen Mittelwerten von 83 mm und 70 mm (1990-2017). Obwohl der September, Oktober und November nur leicht den Durchschnitt überschritten, gab es kaum niederschlagsfreie Perioden, in denen der Boden abtrocknen konnte. Dies beeinträchtigte die Herbstbestellung wesentlich (z.B. bei Raps und Zwischenfrüchten). Außerdem führte der wassergesättigte Boden zu Sauerstoffmangel, Staunässe und einem geringeren Wurzelwachstum vor allem im Bereich von Bodenverdichtungen (helle Gerstenbestände). Die nassen Bedingungen begünstigen im großen Maße das Auswaschen von Nährstoffen wie Stickstoff, Schwefel, Bor und Mangan. Auf diese Nährstoffe sollte deshalb im Frühjahr besonders Wert gelegt werden. Bei der Startdüngung muss auf den Bodenzustand geachtet werden (DüV§5). Es besteht ein Ausbringungsverbot auf überschwemmten, wassergesättigten, schneebedeckten und gefrorenen Böden. Letztere dürfen jedoch mit bis zu 60 kgN/ha gedüngt werden, wenn: der Boden tagsüber aufnahmefähig wird, keine Abschwemmgefahr besteht und der Boden eine grüne Pflanzendecke trägt oder es sich um Grün- oder Dauergrünland handelt.

P. Pfister, Dr. Gebauer, AGLW, 06623-933207

 

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Nach der Rapsernte Ausfallraps bekämpfen
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Sommerzeit ist Schwalbenzeit!
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