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Pflanzenbau

 

Beiträge aus dem Jahr 2016

 

Oktober 2017

September 2017

August 2017

Juli 2017

Juni 2017

Mai 2017

April 2017

März 2017

Februar 2017

 

 

Beitrag vom 23. Oktober

Landwirtschaftliche Hinweise zum Herbizideinsatz in WW, Roggen u. Triticale

Bei Befahrbarkeit u. weiter absehbar frostfreier Witterung können in aufgelaufenen bzw. auflaufenden WW, WRo u. Triticale die Bedingungen für Herbizideinsatz genutzt werden. Bodenherbizide gegen Ackerfuchsschwanz (Afu), z.B. Malibu, Herold SC, Cadou forte Set, im VA/frühem NA einsetzen. Zugabe von 1,5- 2,0 l/ha Lentipur/Toluron unterstützt bei aufgelaufenem Afu die Wirkung (zudem Wirkung gegen Kornblume). Alternativ bieten sich in den Auflauf bis 1. Blatt des Afu´s Mischungen von Picona, Activus SC, Boxer mit Lexus bzw. Ciral an. Bei hohem Druck sind auch Mischungen Lexus o. Ciral mit Malibu, Herold o. Cadou forte möglich. Hat der Afu schon 2-3 Blätter gebildet, dem Bodenherbizid einen blattaktiven Wirkstoff, z.B. Axial, Sword o. Traxos, bei Wi-Ge Axial, zumischen. Nur Windhalm: Bacara forte, Viper Compact, Sumimax (nur WW), Carmina u.Trinity.
Dränauflage u. Sortenverträglichkeit beim Wirkstoff Chlortoluron beachten!

LLH HEF/FD; Karl-Heinrich Claus; 0160 90725736

 

 

 Beitrag vom 13. Oktober

Schwefel und Mangandüngung zu Getreide

Die hohen Niederschläge der zurückliegenden Wochen dürften zu einer Verlagerung von Schwefel, aber auch von Mangan und Bor aus dem Wurzelraum geführt haben. Um die N-Aufnahme und die Stickstoffumsetzung in den Pflanzen zu optimieren sollte, v.a. bei Gerste, ab dem 4-Blattstadium eine Mangan-Schwefel-Blattdüngung eingeplant werden. Mangan soll zudem die Wurzelentwicklung und die Winterhärte fördern. Letzteres wird auch dem Bor zugeschrieben. Da nach der Neuen DÜVO ab 1.10. keine N-haltigen Dünger mehr ausgebracht werden dürfen, können Blattdünger mit mehr als 1,5 % N in der TS nicht eingesetzt werden. Gedüngt werden sollten etwa 800 g Schwefel, 250-300 g Mangan und etwa 50 g Bor/ha. Die S-Mengen reichen bei 2,0 Liter Mangansulfat/ha (=190 g Schwefel + 320g Mangan pro ha), + 0.3 Liter Bor/ha (50 g/ha) nicht ganz aus (ggf. mit S 800 ergänzen). Deshalb bietet sich die Kombination von Einzelkomponenten an (Mangan 500 bzw. Mangan Chelat + Schwefel 800+ Bor).

Dr WG. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623-933207

 

 

Beitrag vom 11. Oktober

Situation Wintergetreide

Schneckenbesatz war bis jetzt eher niedrig, nimmt z.Zt. aber aufgrund der nassen Bedingungen zu! Besonders Altrapsflächen nach bereits erfolgter, bzw. vor anstehenden Aussaaten regelmäßig kontrollieren. Neben dem typischen Blattfraß können Schnecken auch gequollene Körner aushöhlen u. somit den Keimling zerstören! Dort wo die Befahrbarkeit mitspielt, sind die Bedingungen für den Einsatz von Bodenherbiziden sehr gut. Die kontinuierliche Bodenfeuchte lässt hohe Wirkungsgrade gegen Ungräser erwarten,  wenn unter diesen Bedingungen flufenacethaltige Produkte termingerecht eingesetzt werden.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 9072573

 

 

Beitrag vom 25. September

Fungizideinsatz im Winterraps

Gut entwickelte Rapsbestände haben 4-6 Laubblätter entwickelt, ein günstiges Stadium für den Einsatz von Fungiziden; deren Einsatz richtet sich nach der Wüchsigkeit der Sorte, dem Entwicklungszustand u. der Witterung. Die Temperaturen ermöglichen z.Zt. eine zügige Entwicklung. Fungizide in gleichmäßig entwickelten jetzt durchführen: Toprex und Carax haben die stärkste wachstumsregulatorische Wirkung; bei optimalem Anwendungstermin reichen  i.d.R. Azole z.B. Folicur, Tilmor, Efilor, Ampera, Matador u.a. aus. Behandlungen sind kombinierbar mit Gräserherbiziden, Runway, Effigo oder Bor (200-300 g/ha zusetzen). Keine Tankmischungen von Wachstumsreglern o. Gräserherbiziden mit Fox! Der Zuflug von Rapserdflöhen ist weiterhin verhalten; Insektizide nur nach Erreichen der Schadschwelle zumischen!

(Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 9072573)

 

 

Beitrag vom 25. September

Bodenbearbeitung nach der Maisernte

Die Befallsgrade durch den Maiszünsler liegen in hiesigen Gemarkungen zwischen 15 u. 30%. Die Larve des Schmetterlings überwintert in der Maisstoppel. Daher kommt der Bearbeitung der Maisstoppel eine hohe Bedeutung zu: das Mulchen der Stängel und eine anschließende Pflugfurche (sofern es Standort und die Schwarzwildproblematik erlauben) sind effektive Maßnahmen um den Befall einzudämmen. Das Mulchen muss flächendeckend erfolgen, besonders in Gemarkungen mit intensiver Maisfruchtfolge. Auf Maisstroh finden zudem Fusarium-Pilze beste Voraussetzungen, um nachfolgenden Weizen in der Blüte zu infizieren; daher zügigen Abbau von Stoppelresten anstreben – eine wichtige Voraussetzung um das Infektionsrisiko durch Fusarien zu reduzieren; dies gilt besonders für pfluglos arbeitende Betriebe.

 K.-H. Claus, LLH HEFF/FD Tel.: 0160/90725736

 

 

Beitrag vom 15. September

Achtung bei den Aussaatmengen!

Bei Z-Saatgut stehen TKG und Keimfähigkeit auf dem Sortenanhänger. Zur Berechnung der Saatmenge wird noch die angestrebte Kornzahl/qm benötigt. Da bei der derzeitigen Witterung zu erwarten ist, dass jedes gesäte Korn keimt, sind niedrige Aussaatmengen anzustreben. Zusätzlich gilt: Je früher die Saat, desto geringer die Saatmenge.

Aussaat Gerste: früh→ 220-250, normal → 250-280, spät  300-350 Körner/qm, 2-zeilige Sorten ca. 10 % mehr.

Weizen: früh→ 220-260, normal →260-300, spät→ 320-380 Körner/qm. Sorteneigenschaften beachten!

Beim Nachbau hängt die auszusäende Kornzahl nach der schwierigen Ernte stark von der Keimfähigkeit des Saatgutes ab. Hier ist neben der Ermittlung des TKG (250 Körner abzählen, wiegen, mit 4 multiplizieren) eine Keimprobe durchzuführen.

Die Aussaatmenge in kg/ha errechnet sich dann nach der Formel:

 

(Kornzahl je qm mal TKG in g) / Keimfähigkeit in %

 

Dr. WG. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623-933207

 

 

Beitrag vom 11. September

Landwirtschaftliche Hinweise zur Situation im Raps

Mancherorts tut sich der Raps z.T. sehr schwer (zu nasse Aussaat o. verschlämmt nach kräftigem Regen). Einige Flächen wurden letzte Woche neu ausgesät. Jetzt keine (Neu)- Saaten mehr durchführen! Evtl. Umbruchentscheidungen hinauszögern bis Saattermin des ggf. folgenden Getreides ansteht. Gelbschalen zur Erdflohkontrolle aufstellen!

Karl-Heinrich Claus; LLHHEF/FD; 0160 90725736

 

 

Beitrag vom 08. September

Sorten- und Anbauempfehlungen Herbst 2017

Winterroggen:

Als robustes, winterhartes Futter- und Backgetreide sollte Roggen einen Platz in der Fruchtfolge haben. Bei der Sortenwahl ist auf eine gute Standfestigkeit sowie geringe Anfälligkeit für Rynchosporium, Braunrost und Mutterkorn zu achten. Mehrjährig ertragstreu und leistungsstark sind die Hybriden SU Performer (ertragsstark, relativ gesund, Mutterkorn mittel), SU Cossani (Braunrost gering) und die neuere Sorte KWS Daniello (blattgesund, Mutterkorn gering). Conduct (Populationssorte) liegt ertraglich ca. 15% hinter den Hybriden, ist weniger anfällig gegen Mutterkorn. Probeanbau: KWS Binntto (standfest, mehltauanfällig).

Wintertriticale:

Triticale verwertet Gülle gut, gesunde Sorten erreichen bei mittlerem Aufwand hohe Erträge. In Maisfruchtfolgen kann Fusarium auftreten, anfälliger sind Cosinus, Talentro, SU Agendus, Silverado. Mehrjährig ertragsstarke Sorten: Lombardo (sehr winterhart, Braunrost beachten, hohes TKG), Barolo (Winterhärte und Gelbrost mittel, Braunrost gering), Agostino (kurzstrohig, standfest, blattgesund, nicht ganz winterhart), Rhenio (winterhart, nicht ganz standfest, Gelbrost mittel), Securo (langstrohig, winterhart, blattgesund), Tantris (standfest, rel. blattgesund, hohes TKG). Probeanbau: Cedrico (standfest, rosttolerant).

Gabriele Käufler, LLH, Landwirtschaftszentrum Eichhof, Tel: 06621/9228-15

 

 

Beitrag vom 04. September

Landwirtschaftliche Hinweise zur Kontrolle des Rapserdflohs

In auflaufenden bzw. bereits aufgelaufenen Raps Gelbschalen aufstellen: Schalen mind. 20 m vom Schlagrand entfernt platzieren; möglichst an der Schlagseite aufstellen, die Altrapsflächen am nächsten ist und in der Hauptwindrichtung liegt. Regelmäßig, mindestens 2x wöchentlich kontrollieren: Schadschwellen: 50-75 Käfer/Gelbschale innerhalb von 3 Wochen ab 4-Blattstadium bzw. > 10% Lochfraß an Blättern zwischen BBCH 10 – 14.
Karl-Heinrich Claus; LLHHEF/FD; 0160 90725736

 

 

Beitrag vom 01. September

Winterweizen: Sorten- und Anbauempfehlungen Herbst 2017

Die langanhaltend kühl-trockene Frühjahrswitterung ließ in diesem Jahr die Bestände nicht zu üppig werden. Dennoch ging der Weizen nach Starkregen vielerorts ins Lager. Standfestigkeit und gute Fallzahlstabilität waren in diesem Jahr ganz wichtige ertragssichernde Eigenschaften. Teilweise trat Fusarium auf.

Empfehlenswerte Sorten A-Qualität:

  • RGT Reform (winterhart, standfest, gesund), Kerubino (winterhart, früh)
  • Julius (winterhart, sehr FZ-stabil, etwas später abreifend)
  • Patras (winterhart, gesund)
  • Neu: Apostel (winterhart, gesund, FZ-stabil)

B-Qualität, ausreichend winterhart:

  • Desamo (gesund, standfest)
  • Faustus (früh, blattgesund)
  • Rumor (früh, gelbrostanfällig)
  • Neu: Bosporus (gesund, standfest, mittlere Abreife)
  • Partner (etwas später, etw. Gelbrost-anfällig, sonst blattgesund, standfest)
  • Probeanbau: Kamerad (standfest, blatt- und ährengesund)

C-Qualität:

  • Elixer (etwas später reifend, DTR- und lageranfällig, blatt- und ährengesund)
  • Anapolis (gering anfällig für Fusarium, Winterhärte schwächer)
  • Grannenweizen: Boregar, Arezzo, Isengrain

Generell dienen gesunde, standfeste und winterharte Sorten der Risikoabsicherung.

Wichtig: Keine zu frühen Saattermine – Gefahr durch Verzwergungsviren!

Gabriele Käufler, LLH, Landwirtschaftszentrum Eichhof, Tel: 06621/9228-15

 

 

Beitrag vom 28. August

Landwirtschaftliche Hinweise zur Schneckenkontrolle

Gesäte Rapsflächen regelmäßig kontrollieren: nasse Kartoffelsäcke mit einigen Schneckenkörnern darunter auslegen. Bei Befall sofort handeln u. Flächen abstreuen! Zur Verfg. steht Sluxx HP als Eisen III-Phosphat sowie die Präparate mit dem Wirkstoff Metaldehyd: Arinex, Patrol MetaPads G2, Delicia Schnecken-Linsen, Metarex TDS, Metarex Inov, Mollustop u. Limares Techno. Streutabellen sind im Internet bei den Produktbeschreibungen der Präparate einzusehen. Körner/m² nach Angaben des Herstellers ausbringen: erfahrungsgemäß 35 Körner/m² nicht unterschreiten (sofern Zulassung dies ermöglicht)! Angegebene Aufwandmengen nicht reduzieren, da sonst die Lockwirkung wegen zu großem Köderabstand nachlässt!

Karl-Heinrich Claus; LLHHEF/FD; 0160 90725736

 

 

Beitrag vom 21. August

Hinweise zur Stoppelbearbeitung

Nach der Ernte die Getreidestoppel mehrmals flach bearbeiten um Fuchsschwanz, Trespen etc. zum Keimen zu bringen und dann mit der nächsten Bearbeitung zu beseitigen. Durch Beseitigung des Aufwuchses  wird die „Grüne Brücke“ zerstört, und der Verbreitung von durch Blattläuse übertragenen Getreidevirosen entgegengewirkt.

K.-H. Claus; LLHHEF/FD; 0160 90725736)

 

 

Beitrag vom 18. August

Wintergerste: Sorten- und Anbauempfehlungen 2017/18

Das kühle Frühjahr mit wiederholten Nachtfrösten noch in der zweiten Aprilhälfte und gleichzeitig ausgeprägter Frühjahrs- und Frühsommertrockenheit machte die Bestandesführung nicht einfach. Der Stickstoff kam verspätet zur Wirkung, Wachstumsreglertermine waren schwierig zu finden. Die Bestände waren nicht zu üppig, dennoch lösten Starkniederschläge regional deutliches Lager aus. Strohstabile Gerstensorten bieten etwas mehr Sicherheit.

Sortenempfehlung mehrzeilig:

  • KWS Meridian (winterhart, Halm-, Ährenknicken),
  • KWS Keeper (GMV-Doppelresistenz, langstrohig),
  • Quadriga (recht strohstabil),
  • SU Ellen (GMV-Doppelresistenz, frühreif, standfest, Ährenknicken),
  • Joker (doppelresistent, frühreif, Halmknicken),
  • Tamina (gesund, langstrohig, standfest, etwas später abreifend),
  • Lomerit.
  • Hybriden sind wegen höherer Saatgutkosten oft nicht wirtschaftlich.

Zweizeilige (gute Standfestigkeit und Kornqualität):

  • Sandra (ertragsstark, winterhart, spätreif, nicht GMV-resistent)
  • Matros (ertragsstark, winterhart, spätreif, nicht GMV-resistent) sowie
  • California (etwas spätere Abreife).

Gerste wegen Virusgefahr und Risiko des Überwachsens nicht zu früh säen, Kalken und auf gute Bodenstruktur achten. Winterhärte durch gute Kaliversorgung verbessern!

Gabriele Käufler, LLH, Landwirtschaftszentrum Eichhof, Tel: 06621/9228-15
 

 

Beitrag vom 04. August

Organische Düngung zu Raps im Herbst 2017

Winterraps kann nach der neuen Düngeverordnung im Herbst organisch gedüngt werden, wenn ein N-Bedarf besteht. Mit im Mittel 84 (2016), 83 kg N/ha (2015) bzw. 61 kg N/ha (2014) war die N-Aufnahme des Rapses in den letzten Jahren überdurchschnittlich gut. Niedrige N-Aufnahmen von 23 (2016) 45 (2015) bzw. 11 kg N/ha (2014) sind meist mit späten Saatterminen verbunden, ein N-Düngebedarf besteht dann nicht mehr. Bei standorttypischen Aussaatterminen lag die N-Aufnahme des Rapses immer über der laut DüngVO zulässigen org. N-Düngemenge von 30 kg Ammonium- bzw. 60 kg/ha Gesamt-N/ha. Durch frühe Saat und org. Düngung überwachsene Bestände sollten vermieden werde, da sie ggf. Kohlhernie- und v.a. frostgefährdet sind. Erst Zwischenfrüchte sähen!

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, 06623-933207

 

 

Beitrag vom 28. Juli

Winterraps: Sorten- und Aussaatempfehlungen 2017/18

Schon vor Abschluss der Rapsernte muss die neue Rapsaussaat geplant und vorbereitet werden. Wichtig ist eine gute Flächenvorbereitung, dabei auf trockene Bedingungen achten. Raps reagiert negativ auf Verdichtungen im Boden. Die Saatbettqualität ist wichtiger als der Saattermin, auch spätere Saaten Anfang September können Höchsterträge bringen. Frühe Aussaaten sind stärker durch die Kohlfliege und Blattläuse gefährdet. Frühzeitig Gelbschalen auf die Flächen bringen, um den Schädlingszuflug zu überwachen. Sortenwahl: Keine neuen Liniensorten – geeignet sind Adriana, Patron (hohe Ölgehalte). Hybridsorten: Sherpa, Arsenal (beide robust, auch für spätere Saattermine), PR46W20, Raptor, Comfort, Mercedes (alle hohe Ölgehalte), Avatar (hoher Ölgehalt, nicht auf schwachen Standorten). Neuere Sorten: Raffiness (gesund, hoher Ölgehalt), Penn (nicht zu früh säen), Bender (spätreif). Saatstärken zwischen 35 – 45 Körnern/m2 bei Hybriden, bei Liniensorten 45 – 55 Kö/m2 haben sich bewährt. Wichtig: Auf exakte Tiefenablage (1-2cm) achten.

Gabriele Käufler, LLH, Landwirtschaftszentrum Eichhof, Tel: 06621/9228-15

 

 

Beitrag vom 28. Juli

Organische Düngung von Zwischenfrüchten

Zwischenfrüchte sollten möglichst vor dem Raps gesät werden! Wie Raps können sie nach der neuen Düngeverordnung im Herbst organisch gedüngt werden, wenn ein N-Bedarf besteht. Die Düngung sollte möglichst vor der Saat mit maximal 30 kg Ammonium- bzw. 60 kg/ha Gesamt-N/ha erfolgen. Möglichst leguminosenfreie Zwischenfrüchte wählen, da ein zunehmender Anteil in der Mischung den N-Düngebedarf begrenzen kann.

Dr. W.G. Gebauer, AGLW, 06623-933207

 

 

Beitrag vom 21. Juli

Stoppelbearbeitung nach Raps mit vielfältigen Zielen

Bei einer normalen Ernte mit guter Technik ist bereits ein Verlust von etwa 50 kg/ha gegeben. Bei zu frühen Drusch, krankhafter Abreife (Sclerotinia, Verticillium, …), Lager oder Hagel können die Gesamtverluste auch bis zu 500 kg/ha betragen (ca. 100-fache Saatstärke)! Werden die Rapssamen im Boden vergraben, keimen sie in Folgejahren und können beim nächsten Anbau vom Raps zu Ertrags- und Qualitätsverlusten führen (erhöhte Bestandesdichten, fehlender Zuchtfortschritt, …). Deshalb empfiehlt es sich, die Rapsstoppeln zunächst unbearbeitet liegen zu lassen und ggf. das Auflaufen des Ausfallrapses durch Nachmulchen oder Striegeln zu fördern. Nach 3-4 Wochen sollte eine möglichst flache Stoppelbearbeitung zur Einhaltung einer guten Ackerhygiene durchgeführt werden (Bsp. Kohlhernie, Phoma, Schnecken).

Dr. D. Laufer und Dr. W.G. Gebauer, AGLW, 06623-933207

 

 

Beitrag vom 20. Juli

Aussaat von Zwischenfruchtmischungen möglichst früh nach der Ernte

Die nach der Ernte im Boden vorhandene Restfeuchte fördert die Keimung der Zwischenfrucht. Zudem ist das Ausfallgetreide erst noch in der Keimruhe, was zu einer geringeren Konkurrenzkraft bei pflugloser Bodenbearbeitung führt. Bei witterungsbedingten bzw. arbeitswirtschaftlichen Verzögerungen ist aufgelaufenes Ausfallgetreide durch entsprechende Bodenbearbeitungsmaßnahmen zu bekämpfen (ggf. Pflug). Die Aussaat mit der Drillmaschine führt i.d.R. zu gleichmäßigeren Beständen und höheren Feldaufgängen als bei Breitsaat. Gülle sollte möglichst vor der Aussaat ausgebracht werden (max. 30 kg/ha Ammonium-N bzw. 60 kg/ha Gesamt-N), jedoch spätestens Anfang September. Bei späteren Terminen können die Nährstoffe durch die abnehmende Vegetationsdauer nicht mehr in Biomasse konserviert werden.

Dr. D. Laufer und Dr. W.G. Gebauer, AGLW, 06623-933207

 

 

Beitrag vom 18. Juli 2017

Organische Düngung im Herbst frühzeitig planen

Mit Verabschiedung der neuen DVO muss die organische Herbstdüngung frühzeitig geplant werden. Dies ist notwendig, da die organische Flüssigdüngung ab der Ernte bis zum 01.10. nur noch zu Zwischenfrüchten, Winterraps und Feldfutter bei Aussaat bis zum 15.09. möglich ist. Dabei dürfen 30 kg Ammonium-N bzw. 60 kg Gesamt-N/ha gedüngt werden. Nach einer Getreidevorfrucht darf auch zu Wintergerste, die bis zum 01.10. gesät wurde, organisch gedüngt werden. Diese Möglichkeit sollte aber nur im Notfall und möglichst nicht in den Wasserschutzgebieten genutzt werden, um das N-und P-Bilanzsaldo nicht unnötig zu belasten. Keine organische Flüssigdüngung ist auf Ackerland ab dem 01.10. und auf Grünland und mehrj. Feldfutterbau ab dem 01.11. bis zum 31.01. möglich. Vom 15.12. darf bis zum 15.01. auch kein Festmist gedüngt werden. Ab der Ernte gilt dies auch für die Strohaus-gleichsdüngung. Beim Düngen müssen die Nährstoffgehalte der Dünger bekannt sein (Gülleuntersu-chung!).

Dr. W.G. Gebauer und Dr. D. Laufer, AGLW, 06623-933207

 

 

Beitrag vom 17. Juli 2017

Zwischenfruchtanbau als Nährstoffspeicher

In den Mitgliedsgemeinden der AGLW hatten Zwischenfrüchte in den letzten beiden Jahren durchschnittlich ca. 70-90 kg N/ha bis Ende Oktober aufgenommen (max. 180 kg N/ha). Je mehr Mischungspartner vorhanden waren, umso höher war die N-Aufnahme. Reinsaaten (Bsp. Gelbsenf) hatten häufig eine geringere N-Aufnahme als Mischungen und waren im Spätherbst lichtdurchlässig, was zu einem unerwünschten Wachstum von Unkräutern und Ausfallgetreide führte. Untersuchungen zeigen, dass die N-Aufnahme von Zwischenfrüchten bei der Folgefrucht Mais voll angerechnet werden kann. Dadurch entstehen Mineraldüngereinsparungen, welche die Saatgutkosten der Zwischenfrucht kompensieren.

Dr. D. Laufer und Dr. W.G. Gebauer, AGLW, 06623-933207

 

 

 Beitrag vom 07. Juli 2017

Verbesserung der Nährstoffeffizienz durch Stoppelkalkung

Rund ein Drittel der untersuchten Flächen im AGLW-Gebiet haben im Boden einen zu geringen pH-Gehalt (GK A u. B). Dadurch verschlechtert sich neben Bodengare und biologischer Aktivität auch die Nährstoffverfügbarkeit zahlreicher Nährstoffe (Bsp. N, P, Bor, Mangan, Zink u.a.). Gerste leidet besonders unter einer unzureichenden Kalkversorgung mit Ertragseinbußen von bis zu 20%! Ähnliche Einbußen wurden bei Weizen ermittelt. Roggen hingegen reagiert auf niedrige pH-Werte kaum. Zur Aufkalkung sollten 2,8 t/ha Kohlensaurer Kalk bei leichten Böden bis hin zu 5,6 t/ha bei schweren Böden nach der Ernte auf die Getreidestoppel ausgebracht werden, sodass der Kalk mit der Stoppelbearbeitung in der Krume verteilt wird. Zur Erhaltungskalkung (alle 3-4 Jahre) reichen 1,5 t/ha bei leichten Böden bis hin zu 3,0 t/ha bei schweren Böden aus (Empfehlung der letzten Bodenprobe beachten). Um eine zügige Kalkwirkung zu erhalten, sollten kohlensaure Kalke einen Vermahlungsgrad von mind. 0,2 mm und feiner aufweisen.

Dr. D. Laufer und Dr. W.G. Gebauer, AGLW, 06623-933207

 

 

Beitrag vom 26. Juni 2017

Landwirtschaftliche Hinweise zur Pflege von Feldrändern

Bis in die 60er Jahre hinein war die Pflege von Feldrändern durch Beweidung und Mahd als Grünfutter eine Notwendigkeit für ldw. Betriebe. Mit dem Verschwinden von Kleinstbetrieben mit einigen Ziegen, Schafen, Schweinen o. Kühen, wurden Feldraine u. Wegränder, sofern maschinell möglich, mit Balken- o. Kreiselmähwerken gemäht, das Mähgut bleibt seit dem i.d.R. auf der Fläche. Mittlerweile ist der Einsatz von Schlegelmulchern Stand der Technik; abgeschlegeltes Material bleibt ebenfalls an Ort und Stelle. Die Pflegemaßnahmen dienen dazu, das Einwandern von Ungräsern (z.B. Trespen) und Unkräutern (z.B. Ackerwinden) in die Kulturfläche zu vermeiden; die Maßnahmen sind daher zeitig durchzuführen um das Aussamen der nicht erwünschten Pflanzen zu vermeiden. In einigen Gemeinden müssen vorgegebene Zeiträume für diese Arbeiten beachtet werden! Mittlerweile gibt es zu den genannten Maßnahmen aus Teilen der Gesellschaft einige sehr kritische Meinungen: Verlust von Artenvielfalt und Lebensräumen für Kleinlebewesen sind oft genannte Kritikpunkte: die Praxis kann diesen Forderungen nachkommen, wenn Wege- bzw. Feldrandabschnitte ohne kritischen Ungräser bzw. Unkräuter) zunächst vom Mulchen ausgenommen werden, und erst unmittelbar vor oder  nach der Ernte der Kultur bearbeitet werden. Versuchsfeldführungen Eichhof:  Di., 04.07.17 – 18:00 Uhr u. Mi. 05.07.17 – 10:00 Uhr Treffpunkt jeweils vor dem Schloß; Termin Sachkundefortbildung: 5. Juli, 16:30 Uhr Bebra-Solz (Umleitungen beachten: über Hornel o. direkt durch Bebra fahren; Anmeldung: 0561/7299-333.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

 

Beitrag vom 20. Juni 2017

Landwirtschaftliche Hinweise zum Vorratsschutz und Leguminosen

Vorratsschädlinge wie Kornkäfer, Motten o. Milben verursachen in lagerndem Getreide erhebliche Schäden u. Qualitätsverluste. Um dem Vorzubeugen, vor der Einlagerung der neuen Ernte besonders Ritzen, Ecken u. Fugen der Läger mit Besen u. Industriestaubsauger gründlich reinigen. Vorhandenes Altgetreide nicht mit der neuen Ernte vermischen, sondern so lagern, dass es als erstes verfüttert, bzw. auslagert werden kann. Eine zusätzliche chem. Behandlung der leeren Läger schafft letzte Sicherheit vor Schädlingen: Bei Behandlung der Lagerräume sind alle Flächen, Ritzen und Winkel sowie die benutzten Maschinen u. Geräte gründlich zu benetzen. Zugelassen für die Bekämpfung von Vorratsschädlingen in leeren Räumen ist K-Obiol EC 25. Befallenes Getreide beim Umlagern mit K-Obiol EC 25 o. Actellic 50 (Aufbrauchfristen beachten) behandeln. Anwendungshinweise beachten!

Situation Leguminosen: in der Blüte reagieren Leguminosen auf Schädlinge mit hohen Ertragsausfällen; der Befall mit Blattläusen in Erbsen u. Ackerbohnen ist z. Zt. verhalten! In Erbsen fliegt z. Zt. aber der Erbsenwickler (Larven sind später in den Schoten zu finden!) in blühende Bestände – bei Befall Bekämpfung in der Hauptblüte (z.B. Pyrethroide wie Karate Zeon, Kaiso Sorbie, Trafo WG / Lambda WG oder Pirimor einsetzen; Spritzung nach Ende des täglichen Bienenfluges durchführen (gilt auch für B4 -Produkte)! Bevorzugt Pirimor einsetzen – Wirkungsvorteile bei wärmerer Witterung u. versteckt sitzenden Läusen; keine Mischungen aus Insektiziden! Terminhinweis Sachkundefortbildung: 05. Juli, 16:30 Uhr, Bebra-Solz; Anmeldungen unter 0561 7299-333.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

 

Beitrag vom 14. Juni 2017

ACHTUNG: Bormangel bei Mais

Aktuelle Blattanalysen im AGLW-Gebiet zeigen bei Mais deutlichen Bormangel. Besonders unter trockenen Bedingungen liegt eine geringere Bodenverfügbarkeit vor. Als Folge werden Kolben oft kleiner, Kolbenspitzen nicht gefüllt und Körner ungleich angelegt. Gegebenfalls ist eine Blattdüngung mit 450 g/ha Bor (3 l/ha) durchzuführen.

Dr. D. Laufer und Dr. W.G. Gebauer, AGLW, 06623-933207

 

 

Beitrag vom 09. Juni 2017

Hinweise zur aktuellen Situation:

Bei Problemen bei der Ungrasbekämpfung (AFU, Windhalm etc.) bitte melden! Weizen: bei derzeitiger Witterung (Schauern u. feucht-warm) erhöhtes Fusariumrisiko, wird verstärkt wenn WW pfluglos nach Mais, Erbsen o. Weizen steht u./o. es sich um anfällige Sorten z.B. Tobak, Smaragd, handelt. Treffen ein oder mehrere Kriterien zu, ist eine Behandlung in der Blüte (BBCH 61-65) anzuraten. Neben der Fusariumwirkung auch auf ausreichende Wirkung gegen Roste achten. Befall mit Läusen im Getreide bisher gering; Schadschwelle bis Ende Ährenschieben (BBCH 59): 20-30% befallener Ähren oder Fahnenblätter. Larven des Getreidehähnchens zwar in vielen Beständen vorhanden, Behandlungen aber nur in Ausnahmen bei sehr hohem Befall (Schadschwelle > 10 % Fahnenblattverlust) sinnvoll.

So-Gerste: Bei abschließender Behandlung auf Schutz gegen Ramularia achten, Mischungen mit Amistar Opti o. Credo einsetzen.

Leguminosen: Erbsen in den eingerollten Blättern und Blütenknospen auf Blattläuse kontrollieren! Schadschwelle: ab Knospenbildung 5-10 Läuse/Trieb; z.B . Pirimor. Gegen Erbsenwickler stehen Karate Zeon, Trafo, etc. z.V. Genannte Präparate u. Pirimor getrennt ausbringen. Bohnen: 1. Kolonien von schwarzer Bohnenlaus zu finden; ab Knospenbildung regelmässig kontrollieren! Schadschwelle bei ca. 10% befallener Pflanzen. Ab Beginn Blüte Pirimor, Karate Zeon, Trafo u.a. möglich.

Sachkundefortbildung: Mi. 5. Juli 16:30 Uhr in Bebra-Solz; Treffpunkt Wasserbehälter „Solzer Höhe“: B 27 Abfahrt Cornberg Richtung Solz fahren; Anmeldungen: 0561/7299-333.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

 

Beitrag vom 06. Juni 2017

Aktuelle Situation bei Weizen und Leguminosen

Weizen: bei derzeitiger Witterung (Regen, schwül-warm) erhöhtes Fusariumrisiko, und wenn WW pfluglos nach Mais, Erbsen o. Weizen steht  u./o. es sich um anfällige Sorten z.B. Tobak, Smaragd, Primus handelt. Treffen ein oder mehrere Kriterien zu, ist eine Behandlung in der Blüte (BBCH 61-65) anzuraten. Leguminosen: Erbsen in den eingerollten Blättern und Blütenknospen auf Blattläuse kontrollieren! Schadschwelle liegt ab Knospenbildung bei 5-10 Läusen/Trieb; z.B. Pirimor. Gegen Erbsenwickler stehen Karate Zeon, Trafo, etc. z.V.  Genannte Präparate u. Pirimor getrennt ausbringen. A-Bohnen: 1. Kolonien von schwarzer Bohnenlaus zu finden; ab Knospenbildung regelmässig kontrollieren! Schadschwelle bei ca. 10% befallener Pflanzen. Ab Beginn Blüte Pirimor, Karate Zeon, Trafo  u.a. möglich. Sachkundefortbildung: Mi. 5. Juli 16:30 Uhr Bebra-Solz Wasserbehälter „Solzer Höhe“; Anmeldungen: 0561/7299-333.

Karl-Heinrich Claus; LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

Beitrag vom 02. Juni 2017

Greening im Silomaisanbau

Grasuntersaaten im Silomais bieten eine gute Möglichkeit Greeningverpflichtungen zu erfüllen. Sie können mit dem Faktor 0,3 als ÖVF angerechnet werden, wenn Sie bis zum 15.2. des Folgejahres nicht umgebrochen werden. Danach kann das Gras genutzt oder eine neue Sommerkultur angebaut werden. Vorteile bestehen u.a. im Humusaufbau sowie in der Begrünung und Nährstoffspeicherung nach der Ernte. Zudem kann in nassen Jahren die Befahrbarkeit bei der Maisernte verbessert werden. Um die Entwicklung des Mais nicht zu behindern, ist eine späte Einsaat ab ca. 50 bis 70 cm Bestan-deshöhe möglich. Hier eignet sich die Aussaat einer Mischung aus 7,5 kg/ha Deutsches Weidelgras und 7,5 kg/ha Welsches Weidelgras (s.a. DSV) mit einem Grünlandstriegel mit Nachsaattechnik oder einem pneumatischen Düngerstreuer. Der Herbizideinsatz ist auf die Untersaat abzustimmen.

Dr. D. Laufer und Dr. W.G. Gebauer, AGLW, 06623-933207

 

Beitrag vom 29. Mai 2017

Hinweise zum Fungizideinsatz im Winterweizen

Winterweizen hat mit dem Ährenschieben begonnen, oder steht kurz davor. Bestände präsentieren sich weiterhin sehr gesund (vereinzelt Gelbrost in anfälligen Sorten). Wurde bisher noch kein Fungizid eingesetzt, kann jetzt eine Behandlung erfolgen: z.B. Adexar; Amistar Opti + Gladio; Aviator Xpro; Champion + Diamant; Elatus Era Sympara; Skyway Xpro; Opus Top + Credo. Beim Einsatz voller Aufwandmengen sind keine weiteren Maßnahmen notwendig. Wurde bereits ein Fungizid vorgelegt, kann die klassische Ährenbehandlung gefahren werden (ca. 80% der Ähren sind sichtbar): Taspa + Folicur; Ampera; Skyway Xpro; Matador 1,0 l/ha u.a. Bei Weizen nach Mais u. Stoppelweizen das Augenmerk dieser Behandlung auf die Fusariumwirkung richten; Fungizid dann in die Blüte des Weizens applizieren: z.B.: Prosaro; Osiris; Ampera; Ceralo; Soleil; Proline.

Karl-Heinrich Claus; LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

Beitrag vom 18. Mai 2017

Bor fördert die Ausbildung der Maiskolben

Durchgeführte Blattanalysen im AGLW-Beratungsgebiet zeigten in den vergangenen Jahren bei rund 60 % der untersuchten Maisflächen starken Bormangel. Besonders unter Trockenheit ist mit Mangel zu rechnen. Als Folge sind Kolben oft kleiner, Kolbenspitzen nicht gefüllt und Körner ungleich angelegt. Da die Anlage der Kolben ab dem 4- bis 6-Blattstadium beginnt, sollte bis dahin ausreichend Bor zur Verfügung stehen. Deswegen kann die Blattdüngung von 450 g/ha Bor bereits mit der Herbizidmaßnahme im 3- bis 4-Blattstadium erfolgen.

Dr. D. Laufer und Dr. W.G. Gebauer, AGLW, 06623-933207

 

Beitrag vom 17. Mai 2017

Spätdüngung zu Winterweizen

Mit steigenden Temperaturen konnte man deutlich grüner werdende Bestände feststellen. Bei einer Vorlage von 100 kg N/ha und einer anzustrebenden N-Düngung von 1,7 kg N/dt Ertrag müsste die derzeitige N-Nachlieferung für eine Ertragserwartung von 60-70 dt/ha ausreichen. Bei einer Ertragserwartung von 70-80 dt/ha sollten ca. 1 dt/ha KAS, bei über 80 dt/ha ca. 1,5 dt/ha KAS in EC39 nachgedüngt werden. Falls noch nicht geschehen, 50 g/ha Bor in EC 37/39 über das Blatt zur Ertragsabsicherung düngen. Zur Förderung der Eiweißbildung kann eine zusätzliche Blattdüngung mit Mangan, Kupfer und Zink sinnvoll sein.

Dr. D. Laufer und Dr. W.G. Gebauer, AGLW, 06623-933207

 

Beitrag vom 16. Mai 2017

Frühbezug von Zwischenfruchtmischungen

Mischungen mit mehreren Partnern sind im Anbau risikoärmer und haben eine größere Biomasseentwicklung als Senf bzw. Senf/Ölrettichmischungen. Einige Anbieter gewähren im Frühbezug bis zum 31.05. attraktive Rabatte. Informieren Sie sich bei Ihrem Landhändler.

Dr. D. Laufer und Dr. W.G. Gebauer, AGLW, 06623-933207

 

Beitrag vom 15. Mai 2017

Aktuelle Situation im Getreide

Falls noch nicht geschehen, Abschlussbehandlung in der Wintergerste durchführen. Die preislich teureren carboxamid- u. strobilurinhaltigen Produkte besitzen sehr gute Dauerleistungen; in Versuchen keine Unterschiede von Produkten mit diesen Wirkstoffen untereinander festzustellen. Gegen Ramularia sind Credo o. Amistar Opti als Mischpartner gesetzt. Netzflecken werden durch Strobilurine effektiv erfasst; in TM mit Carboxamiden u. Azolen wird die Ertragsabsicherung auf ein breites Fundament gestellt; der Einsatzschwerpunkt liegt im späten Blattbereich (BBCH 39/49-51). Wird die Behandlung zum Beginn des Grannenspitzens (letzter Termin für Cerone o. Camposan) durchgeführt, wird Ramularia sicher bekämpft. In weniger gut entwickelten Beständen o. auf schwächeren Standorten reicht u.U. der Einsatz eines Azols aus, um dortiges Ertragsniveau abzusichern.
Wi-Weizen z. Zt. Mitte bis Ende der Schossphase. Bedingungen für Infektionen in den vergangenen Tagen günstig, deshalb Bestände in den nächsten Tagen genau  kontrollieren; witterungsbedingte Symptome (Blattsprenkelungen u. –aufhellungen) nicht mit Krankheiten verwechseln! Meist sind die Bestände noch gesund, so dass Fungizide noch bis BBCH 37 – 39 hinausgeschoben werden können. Wirkung von Wachstumsreglern prüfen: ist Wirkung witterungsbedingt o. durch niedrige Aufwandmengen unzureichend, kann jetzt noch reagiert werden. Abschlussbehandlungen in Triticale mit Fungiziden planen, die sowohl eine gute Rost-, als auch eine gute Septoriawirkung aufweisen; im Wi-Roggen muss bei der Auswahl der Präparate der Braunrost im Vordergrund stehen.

Karl-Heinrich Claus; LLH HEF/FD; 0160 90725736 

 

Beitrag vom 02. Mai 2017

Hinweise zum Infektionsgeschehen im Getreide

Derzeit treten verstärkt braune Spitzen bei Winterweizen und Wintergerste auf. Oft ist auf diesen Flächen vor Ostern eine Herbizid oder ein Wachstumsregler eingesetzt worden; ansonsten sind die Symptome meist auf die kalte und trockene Witterung zurückzuführen. Fungizide sind nicht notwendig. In Wintergerste geringer Besatz mit Netzflecken u. Stängelmehltau; Fungizid nach Schieben des Fahnenblattes (EC 39) vorsehen. In Triticale, Sorte SU Agendus, tritt erster Gelbrost auf, vereinzelt sind auch erste Gelbrostnester zu finden. Kontrollieren Sie ihre Bestände regelmäßig auf Befall, damit eine Ausbreitung gestoppt werden kann. Auch im Weizen ist mittlerweile Gelbrost zu finden: eine Kontrolle vor allem anfälliger Winterweizensorten (JB Asano, Kerubino, Rumor u.a.) ist wichtig, bei Befall zügig ein Azolfungizid einsetzen; Maßnahme kann ggf. mit einem Wachstumsregler kombiniert werden. Infektionsgeschehen ansonsten gering; daher z.Zt. auch keine Fungizide notwendig. Bei Anwendung von Wachstumsreglern die aktuelle Witterung und die geringe Bodenfeuchtigkeit berücksichtigen.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD, 0160-90725736

 

 

Beitrag vom 27. April 2017

Düngung von Wintergetreide bei Trockenheit

P1030928Düngerkörner an der Bodenoberfläche sorgen häufig für Verunsicherung über deren N-Wirkung. Bei KAS bestehen die sichtbaren Rückstände im Wesentlichen aus dem Kalkgerüst. Dass trotz der kühl-trockenen Witterung schon nach wenigen Tagen eine N-Wirkung besteht, zeigen aktuelle Nitracheck-Messungen der AGLW. Muss die Schossdüngung noch erfolgen, sollte daher mit KAS je nach Ertragsziel auf 100-120 kg N/ha aufgedüngt werden. Bei einer Schossdüngung mit Harnstoff ist die Wirkung über den Nitratgehalt im Pflanzensaft sogar nach 20 Tagen noch nicht messbar. Hier sind wärmere Temperaturen und Bodenfeuchtigkeit abzuwarten. Ggf. könnte eine Blattdüngung mit gelöstem Harnstoff förderlich sein (10-12 kg N/ha). Darüber hinaus zeigen aktuelle Blattanalysen der AGLW, dass in Weizen und Gerste bis EC32 eine Blattdüngung mit 75 g/ha Bor sowie 235 g/ha Mangan-Nitrat sinnvoll ist.

Dr. D. Laufer und Dr. W.G. Gebauer, AGLW, 06623-933207

 

 

Beitrag vom 24. April 2017

Hinweise zur Blütenbehandlung im Raps

Die anhaltende Kälteperiode und fehlende Niederschläge bremsen weiterhin die Entwicklung vom Raps. Dennoch dürfte für die ersten Bestände zum Monatswechsel die Blütenbehandlung anstehen. Das Auftreten der Weißstängeligkeit (Sclerotinia) ist witterungsabhängig, kann aber nicht prognostiziert werden; gefährdet ist Raps während der Blüte. Die Vollblüte, 50 % der Blüten sind geöffnet, ist der optimale Termin für eine Behandlung mit Fungiziden. In 3-4 jährigen Rapsfruchtfolgen mit wiederkehrendem Krankheitsbefall ist ein, im Bezug auf den Bienenschutz, geeignetes Fungizid, z.B. Acanto + Folicur, Cantus Gold, Custodia, Efilor, Proline, Propulse, einzusetzen. Insektizide sind nicht notwendig bei TM aber unbedingt die B-Klasse beachten! Applikationstechnik: Grundsätzlich abends behandeln, 4-5 km/h, mind. 300 l/ha Wasser aufwenden. Beachten Sie den Bienenschutz und sprechen Sie zuvor mit ortsansässigen Imkern! Termine: Ldw. und Imker im Dialog: Germerode-WMK 25.4. 17°° u. Burghaun-Steinbach LK FD 27.4. 18°°. Alle Landwirte, Imker und andere interessierten Personen sind eingeladen!

Karl-Heinrich Claus; LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

 

Beitrag vom 13. April 2017

Effiziente Schossdüngung von Winterweizen

Pflanzensaftanalysen der vergangenen Woche haben in N-Steigerungsversuchen sogar bei einer niedrigen 1. N-Gabe noch keinen N-Mangel gezeigt. Um den N-Bedarf der Schossphase sicherzustellen sollte dennoch eine dem Ertragsziel angepasste Schossergabe erfolgen. Bei einem Ertragsziel von 80 dt/ha liegt der gesamte N-Bedarf bei 136 kg N/ha (80 dt/ha x 1,7 kg N/dt). Soll zur Spätdüngung noch etwa 30% des zu düngenden N ausgebracht werden, ist jetzt mit der Schossergabe auf etwa 100 kg N/ha aufzudüngen. Hierbei sind die mineralische Startgabe, bereits erfolgte Gülledüngungen sowie nach Leguminosen und Raps nicht verlagerter Nmin (etwa 20 kg N/ha) zu berücksichtigen. Wurde noch kein Schwefel gedüngt sollte dies unbedingt mit der Schossergabe erfolgen (10-20 kg S/ha). Außerdem zeigen Blattanalysen akuten Mikronährstoffmangel, vermutlich gefördert durch die Trockenheit. Bei anstehenden Pflanzenschutzmaßnahmen kann eine Blattdüngung mit 75 g/ha Bor sowie 235 g/ha Mangan-Nitrat in Weizen und Gerste bis EC32 sinnvoll sein.

Dr. D. Laufer und Dr. W.G. Gebauer, AGLW, 06623-933207

 

 

Beitrag vom 07. April 2017

Landwirtschaftliche Hinweise zum Wachstumsregler (WR)-einsatz im Wintergetreide

Beim CCC-Einsatz in Weizen (EC 21-31), Roggen u. Triticale (jeweils EC 30-37) die trockenen Bedingungen berücksichtigen; in Mischungen mit Herbiziden Aufwandmengen um ca. 10-20 % reduzieren. Den WR-einsatz in Wintergerste ab Stadium BBCH 31/32 planen. Die frühe Behandlung mit Moddus, Calma, Countdown o. Medax Top +Turbo in BBCH 31/32 erhöht die Halmstabilität; Ethephon bis EC 49 reduziert das Ährenknicken. Tankmischungen mit Fungiziden sind möglich, derzeit besteht aber keine Notwendigkeit! Bei hoher Sonneneinstrahlung und anhaltender Trockenheit die Aufwandmenge des WR´s um 20-30 % reduzieren. Um Praxiserfahrungen zu sammeln, den neuen WR Prodax (in allen Winterungen zugelassen) zunächst nur zur Probe auf Teilflächen einsetzen.

Karl-Heinrich Claus; LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

 

Beitrag vom 06. April 2017

Silomais nach Zwischenfrucht braucht keine Gülle

Die N-Düngung bei Mais errechnet sich folgendermaßen: Ertragsziel (dt TM/ha) x 0,75 kg N/dt TM. Bei dem mittleren Ertrag der hiesigen Region von 160 dt TM/ha müssen demzufolge 120 kg N/ha gedüngt werden. Von dieser Menge muss, wie Untersuchungen der AGLW zeigen, die N-Aufnahme der Zwischenfrucht vollständig abgezogen werden. Diese lag im Herbst 2016 durchschnittlich bei 70 kg N/ha (Spanne: 40-150 kg N/ha). Den restlichen Bedarf von 50 kg N/ha zur Förderung der Jugendentwicklung Unterfuß düngen. Ohne Zwischenfrucht: 20-25 m³/ha Gülle vor der Saat einarbeiten und 50-40 kg N/ha als Unterfußdünger. Um Schwefelmangel vorzubeugen, bei ausreichender Phosphorversorgung ASS (ggf. NPK+S) Unterfuß düngen.

Dr. D. Laufer und Dr. W.G. Gebauer, AGLW, 06623-933207

 

 

Beitrag vom 05. April 2017

Landwirtschaftliche Hinweise zur Unkrautbekämpfung im Sommergetreide

Zu üblichen Behandlungsterminen, ab 3. Blatt des Getreides, sind Temperatur- und Lichtverhältnisse i.d.R. für eine sichere Unkrautbekämpfung günstig. Unter diesen Bedingungen können bevorzugt Wuchsstoffe zum Einsatz kommen. In Tankmischung mit Kontaktmitteln auf Sulfonylharnstoffe verzichten. Ariane C eignet sich für Anwendungen zum Ende der Bestockung hin (Zusatzwirkung gegen Disteln). Auch zu späten EC-Terminen verträglich ist Basagran DP (Sonne ist wichtig!). U 46 M-Fluid speziell bei Disteln einsetzen. Kamille, Klette und Stiefmütterchen werden nicht ausreichend bekämpft. Der Zusatz von Pointer SX o. Dirigent SX sichert die Wirkung gegen Disteln, besonders bei nicht optimal wüchsigem Wetter ab. Gegen Ungräser sind in Gerste u. Weizen Axial, Concert u. Husar Plus, sowie Lexus im Hafer möglich.

Karl-Heinrich Claus; LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

 

Beitrag vom 20. März 2017 

Ungrasbekämpfung im Wintergetreide

Bei Bodenherbiziden (u.a. Attribut, Caliban Duo/Top, (IPU/CTU Produkte hier nur Windhalmwirkung)) neben der Bodenfeuchtigkeit auch auf Größe der Ungräser achten: bei mehr als 3 Blättern ist kein ausreichender Wirkungsgrad zu erwarten! Bodenherbizide sind temperaturunabhängig; blattaktive Produkte wie Atlantis o. Broadway nach Beginn der  Vegetation, bei wüchsigen Bedingungen einsetzen. Trespenwirkung besitzen Attribut, Atlantis u. Broadway. Atlantis WG mit hohen Aufwandmengen (400-500 g/ha + FHS, ggf. + 30 l/ha AHL), nur in WW möglich. Nachbehandlungen in Wi-Gerste vorrangig mit Axial.

Karl-Heinrich Claus; LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

 

Beitrag vom 17. März 2017 

Zur Frühjahrsgülle auf Grünland

Gülle ist auch für das Grünland ein wertvoller Wirtschaftsdünger. Sie enthält alle Nährstoffe, die dem Boden mit dem Futter entzogen wurden, auch die Spurenelemente und Schwefel. Damit diese Nährstoffe wieder zu wertvollem Futter beitragen, ist folgendes zu beachten:

  1. Verbreitet eingesetzte, schlagkräftige Verteiltechnik führt auf noch feuchten, eigentlich nicht tragfähigen Böden zu Sauerstoffmangel in der Hauptwurzelzone der Gräser, in den obersten 10 cm Boden. Das dürfte der Hauptgrund für die rasante Zunahme der Gemeinen Rispe in den zurückliegenden Jahren vor allem auf Auenstandorten sein. Ertragsausfall, geringer Futterwert, Rasenfilz und misslungene Nachsaaten sind die Folge.
  2. Schlitztechnik kann zum beschleunigten Einwandern von Samenunkräutern führen. Hier ist regelmäßige Narbenkontrolle und ggf. rechtzeitige Nachsaat erforderlich.
  3. Einzelgaben größer als 20 m³/ha fördern Tiefwurzler wie Löwenzahn, Stumpfblättrigen Ampfer, Wiesenkerbel, ect. und sollten möglichst unterbleiben.

Weitere Empfehlungen gibt es unter www.llh.hessen.de. Dr. Richard Neff; LLH Eichhof; 06621/9228-14

 

 

Beitrag vom 10. März 2017 

Gülledüngung zu Wintergetreide im Frühjahr 2017

Die Gülledüngung sollte erfolgen sobald die Flächen befahrbar sind. Spätere Gaben bei Temperaturen über 15°C erhöhen die Ammoniakverluste. Als Startdüngung nicht mehr Gülle/Biogassubstrat als etwa 60 kg Gesamt-N/ha einplanen. Die Nährstoffgehalte organischer Dünger schwanken sehr stark, deswegen sollte eine entsprechende Analyse vorliegen (voraussichtlich Pflicht nach Inkrafttreten der neuen DüV). Bei Gerste, die nicht überwachsen ist, kann Gülle und 40 kg N/ha mineralisch mit Schwefel (150 kg/ha ASS) innerhalb einer Woche gegeben werden. Da überdurchschnittlich hohe Nmin-Werte zu erwarten sind, sollte bei überwachsenen Beständen mit Gülle angefangen werden, um die Bestandesdichte nicht zusätzlich zu fördern und die Mineraldüngergabe erst zum Ende der Bestockung (EC 29) erfolgen. Bei Weizen (insb. nach Raps-VF) kann durch die hohen Nmin-Werte mit S-Gülle/BG-Substrat angedüngt und erst zur 2. Gabe Mineraldünger eingesetzt werden. R-Gülle als 1b-Gabe einsetzen aber mit nicht mehr als 40 kg N/ha (150 kg ASS/ha) andüngen.
Bei der Startdüngung unbedingt auf etwa 30m ein Düngefenster anlegen (mit Stäben markieren), d.h. weniger düngen und die Nachwirkung beobachten!!!

Dr. D. Laufer und Dr. W.G. Gebauer, AGLW, 06623-933207

 

 

Beitrag vom 06. März 2017 

Landwirtschaftliche Hinweise zur Kontrolle von Rapsschädlingen

Sobald die Temperaturen 10° C für mehrere Tage übersteigen, unbedingt Gelbschalen im Winterraps aufstellen, um den Zuflug von Rapsschädlingen verfolgen zu können! Geschützte Waldrandlagen sowie Südhanglagen werden i.d.R. früher angeflogen als offene Lagen. Schadschwellen: Stängelrüssler: 5-10 Käfer, Kohltriebrüssler: 10 Käfer (jeweils/Gelbschale innerhalb von 3 Tagen). Sofern Sie bei Kontrollen in den Gelbschalen nur die genannten Rüsselkäfer finden, kann deren Bekämpfung mit Pyrethroiden der Klasse 2 (Karate Zeon, Bulldock, etc.) erfolgen. Finden Sie zeitgleich Rapsglanzkäfer in nennenswerter Zahl, ist das Pyrethroid Trebon (Klasse 1) einzusetzen – Präparate der Klasse 2 besitzen keine Wirkung!

Karl-Heinrich Claus; LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

 

 Beitrag vom 03. März 2017 

Vorsicht bei der Andüngung im Frühjahr 2017

Die unterdurchschnittlichen Niederschläge der vergangenen Wintermonate haben zu einer geringen Nitratverlagerung geführt. Zudem begünstigte die längere Forstperiode die Bodenstruktur, wodurch bei zunehmenden Bodentemperaturen gute Mineralisationsbedingungen vorliegen. Daher kann die diesjährige N-Düngemenge tendenziell um 10-20 kg N/ha reduziert werden. Ist zu Wintergetreide eine Gülledüngung vorgesehen, sollte diese für eine effiziente N-Ausnutzung möglichst früh erfolgen, d.h. sobald die Flächen befahrbar sind. Bei mineralischer Startdüngung kann bis zum 15.3. gewartet werden und es sollte nicht mehr als 40 kg N/ha gedüngt werden, wobei auch die Schwefelversorgung von 20 kg S/ha sicherzustellen ist (Bsp. 150 kg/ha ASS). Zur genauen Beurteilung der Nachwirkung ist in diesem Jahr unbedingt die Anlage eines Düngefensters erforderlich, bei dem auf etwa 30 Metern rund 20 kg N/ha weniger zu düngen ist (mit Stäben markieren). Erst wenn der Bestand im Düngefenster aufhellt sollte nachgedüngt werden.

Dr. D. Laufer und Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623 933207

 

 

Beitrag vom 24. Februar 2017 

Vorsicht bei der Gülledüngung im Frühjahr 2017

Pflanzenbaulich optimal ist eine Gülledüngung, die möglichst früh zu Beginn der Wachstumsperiode erfolgt. In dieser kühleren und strahlungsärmeren Zeit sind die N-Verluste gering, was zu einer höheren N-Ausnutzung führt als in einer späteren Zeit der Wachstumsperiode. Im Frühjahr 2017 ergibt sich jedoch die Problematik, dass nach einem zunächst trockenen und später kalten Winter die Nmin-Gehalte, v.a. im Getreide, in diesem Frühjahr ähnlich hoch oder gar höher als im Herbst sind. Im Mittel können hiervon etwa 25-30 kg N/ha bei der Düngung berücksichtigt werden. Bei Raps sind die Nmin-Gehalte jedoch gering, da 70 % der Rapsflächen schon überdurchschnittlich viel N aufgenommen haben. Diese müssen deshalb deutlich niedriger als normal gedüngt werden. Rapsflächen die bereits organisch gedüngt wurden bzw. die in der nächsten Zeit gedüngt werden können (mit ca. 60 kg Gesamt-N/ha), sollten den noch zu ergänzenden Mineraldünger-N entweder in eine erste möglichst niedrige Gabe (1/3. der Menge) und eine 2. Restgabe splitten bzw. bei nur einer Einzelgabe diese zeitlich verzögern.

Dr. W.G. Gebauer und Dr. D. Laufer, AGLW, Tel.: 06623 933207

 

 

Beitrag vom 20. Februar 2017

Anbau von Sommerhafer und Sommergerste

Sommergetreideanbau kann wirtschaftlich durchaus interessant sein, denn der Pflanzenschutz- und Düngeraufwand ist gering. Die Nährstoffbilanzen werden entlastet, betriebliche Arbeitsspitzen entzerrt und die Maschinen besser ausgelastet. Trotz der kurzen verfügbaren Wachstumszeit von nur 120-150 Tagen leisten die Arten erstaunliches, wie die Landessortenversuche zeigen. Sommerhafer brachte mehrjährig 75 dt/ha, Spitzensorten erreichen über 90 dt/ha. Sommer-Braugerste (reduzierte N-Düngung) erreichte mehrjährig 61 dt/ha, Spitzensorten kommen auf über 85 dt/ha. Leider werden diese Arten oft an abtragender Stelle in der Fruchtfolge und auf Standorten mit geringerer Bonität angebaut, wo sie ihr Ertragsvermögen nicht ausschöpfen können.

Hafer bevorzugt Standorte mit guter Wasserversorgung, flachgründige Flächen scheiden aus, frühzeitige Saat (280-320Kö/m2) ist wichtig. Sortenempfehlung: Max, Poseidon, Scorpion, Yukon.

Sommergerste kommt mit trockeneren Verhältnissen besser zurecht, auf gute Saatbedingungen und ausreichende pH-Werte achten. Sorten: RGT Planet, Avalon, Grace, Quench.

Gabriele Käufler, LLH Eichhof, Tel.: 06621/922815

 

 

Beitrag vom 10. Februar 2017

Anbau von Ackerbohnen und Körnererbsen Frühjahr 2017

Ackerbohnen und Erbsen werden als ökologische Vorrangfläche im Greening (Faktor 0,7) angerechnet. Sie können relativ kostensparend ohne N-Düngung angebaut werden und lockern getreidelastige Fruchtfolgen auf. Auf bessere Böden mit guter Wasserversorgung passt die Ackerbohne. Sie liefert in den Sortenversuchen mehrjährig Erträge von über 50 dt/ha. Ihr Eiweißgehalt liegt bei rund 25%. Der Einsatz in der Rinderfütterung ist unproblematisch. Für die Fütterung von Schweinen bieten sich tanninarme Spezialsorten (z.B. Taifun) an. Voraussetzung für hohe Erträge ist eine möglichst frühe Aussaat ab Ende Februar / Anfang März, falls die Bodenverhältnisse es zulassen. Das Saatgut (45-50 Körner/m2) auf 7-8 cm Tiefe ablegen, um Herbizidschäden und Vogelfraß zu reduzieren. Aussaaten im April sind riskant, wenn Trockenheit folgt. Körnererbsen sind trockentoleranter. Aussaat ebenfalls im März, Saatstärke 70-80 Körner/m2 Saattiefe 4-5cm.

Empfehlenswerte Sorten Ackerbohne: Fuego, Fanfare, Tiffany (vicinarm)

Erbse: Astronaute, Respect, Salamanca, Alvesta

Auf gute Standfestigkeit achten. Saatgut umgehend ordern. Unkrautbekämpfung im Vorauflauf.

Gabriele Käufler, LLH Eichhof, Tel.: 06621/922815.

 

 

Praktikum

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  • Praktikant Pflanzenproduktion und Stickstoffmanagement
  • Praktikant Kommunikation und Onlinepräsentation

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