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Pflanzenbau

Beiträge aus dem Jahr 2018

 

März 2019

Februar 2019

 Januar 2019

 

 

Beitrag vom 15. März 2019

Nährstoffbilanz und Düngebedarfsermittlung erstellen

Auch nach der neuen Düngeverordnung ist die Erstellung eines betrieblichen Nährstoffvergleiches für Stickstoff und Phosphor wie bisher vorzunehmen. Dieser muss bis spätestens 31. März 2019 für das letzte abgeschlossene Düngejahr (2017/18) vorliegen. Neben den Nährstoffvergleichen ist eine Düngebedarfsermittlung für Stickstoff und Phosphat durchzuführen. Bodenproben sind wie bisher auf allen Flächen ab einem Hektar, alle sechs Jahre zu ziehen. Beim Stickstoff müssen die Aufzeichnungen der N-min Referenzflächen gesammelt und beachtet werden. Aktuelle N-min Bodengehalte und neue Rechenanwendungen für Düngebedarfsermittlung und Nährstoffvergleich sind unter www.llh.hessen.de zu finden.

R. Jacob, FD LäRa, Tel.: 06621-87-2233

 

 

Beitrag vom 11. März 2019

Landwirtschaftliche Hinweise zur Anbaudiversifizierung im Rahmen des Greenings und zu Herbizidmaßnahmen im Getreide

Im vergangenen Herbst wurde, bedingt durch die Trockenheit, in einigen Betrieben die Fruchtfolge deutlich verändert. Deshalb vor der Aussaat von Sommerungen noch einmal die Anbaudiversifizierung für´s Greening kontrollieren! Noch nicht erfolgte Herbizidmaßnahmen im Wintergetreide bei Befahrbarkeit der Böden zeitnah durchführen: Ungräser sind bei frühen Aussaaten z.T. bereits bestockt! Bei erfolgtem Herbizideinsatz im Herbst die Wirkungsgrade überprüfen; nicht erfasste Gräser sind in ihrer Entwicklung i.d.R. weit fortgeschritten. Um die Wirkungssicherheit gegen Ungräser abzusichern, auf Mischpartner mit dikotyler Wirkung verzichten. Mit mindestens 250 besser 300 l Wasser/ha, möglichst feintropfig (ggf. mit Doppelflachstrahldüse), spritzen.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

 

Beitrag vom 08. März 2019

Hohe Nmin-Werte, gelbe Gerste

Von Anfang Dez. bis Ende Feb. fielen im Schnitt 211 mm Regen. Der meiste Niederschlag ist von den Böden aufgenommen wurden, ohne dass groß Sickerwasser angefallen ist (nutzbare Feldkapazität im Schnitt bei 150 mm/m). Daher ist noch ein Großteil des Herbst-Nmin Wertes im Oberboden vorhanden (Nmin Herbst 100 kg N/ha). Die Werte schwankten sehr stark in Abhängigkeit der Bodenqualität (Ertrag).

Gelbe Gerstenbestände sind kein Grund zur Sorge. Durch den Frost im Januar verlagerte die Gerste Chlorophyll und andere Stoffe (N in Form von Aminosäuren u. Amiden) aus den älteren Blättern , um sich vor Frost zu schützen. In den üppigen Beständen ist dies kein Schaden – Startgabe: max. 40 KG N/ha. Es sollte auch auf Mangan geachtet werden – 300 g/ha.

Ph. Pfister, AGLW, 06623-933207

 

 

Beitrag vom 01. März 2019

Startdüngung

Durch die frühlingshaften Temperaturen der letzten Tage, ist vielerorts schon der Anfang gemacht worden. Es ist richtig die organische Düngung unter diesen Bedingungen zu fahren. Auch ammoniumhaltige Dünger wie SSA konnten ausgebracht werden. Nitrathaltige Mineraldünger haben noch Zeit. Bei der Düngung müssen die z. T. recht hohen Nmin-Werte berücksichtigt werden (v.a. nach Mais). Raps sollte je dt Zielertrag 1 kg S und 3,6 kg N/ha bekommen (realistische Ertragseinschätzung!). Die Gerste ist oft sehr gut entwickelt u. benötigt zum Start max. 40 kg N/ha. – Bestandskontrolle zum Schossen – 2. Gabe ggf. verzögern u. Triebreduktion (BBCH 32) abzuwarten (Konkurrenz um Wasser). Im Weizen sollte auch verhalten angedüngt werden (v.a. nach Mais!). Hier empfiehlt sich zunächst eine Startgabe von 50 kg N/ha.

Ph. Pfister, AGLW, 06623-933207

 

Beitrag vom 01. März 2019

Landwirtschaftliche Hinweise zur Bodenbearbeitung zu Sommerungen

Die Temperaturen der vergangenen Wochen haben die Flächen gut abgetrocknet; erste Sommerungen wurden gesät. Zwischenfrüchte konnten sich im Herbst 2018 nur in wenigen Fällen etablieren; oft dominieren Ausfallgetreide u. Ungräser. Gelungene Zwischenfrüchte meist gut abgefroren. Ziel ist es, Aufwüchse wasserschonend zu beseitigen; intensive Bodenbearbeitung: – fördert die N-Mineralisierung, erhöht das Erosionsrisiko und kostet Wasser! Dessen Vorräte in den Böden sind z. Zt. nur unzureichend aufgefüllt – meist nur in den ersten 40 cm des Bodens. Böden daher so wenig wie möglich bearbeiten; wenn machbar auf den Pflug verzichten; dies verhindert aber die sichere Beseitigung von Gräsern u. Ausfallgetreide. Genannte Bestände vor der Bearbeitung ggf. abspritzen.

Karl-Heinrich Claus; LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

Beitrag vom 01. März 2019 

Anbau von Sommergetreide

Durch den geringen PS- und Düngeraufwand kann der Anbau wirtschaftlich interessant sein. Die Nährstoffbilanzen werden entlastet und betriebliche Arbeitsspitzen entzerrt. Im Schnitt der letzten 3 Jahre (LSV) lagen der Sommerhafer und die Sommergerste bei ca. 65 dt/ha, der Sommerweizen bei 75 dt/ha. Der Anbau von Sommergetreide erfolgt oft auf Grenzstandorten, wo sie ihr Ertragsvermögen nicht ausschöpfen können. Hafer bevorzugt Standorte mit guter Wasserversorgung. Sortenempfehlung: Max, Poseidon, Symphony, Yukon. Sommergerste kommt mit trockeneren Verhältnissen besser zurecht, auf gute Saatbedingungen und ausreichende pH-Werte ist zu achten. Sortenempfehlung: RGT Planet, Avalon. Sortenempfehlung für Sommerweizen: Quintus, Licamero, Servus, KWS Mistral. Die Sorten Quintus und Licamero zeichnen sich durch eine geringe Anfälligkeit für Ährenfusarium aus.

Lars Klingebiel, LLH Eichhof, Tel.: 06621/922841

 

 

 Beitrag vom 18. Februar 2019 

Landwirtschaftliche Hinweise zur Kontrolle von Rapsschädlingen

Die frühlingshaften Temperaturen führen bereits zum Zuflug von Rapsschädlingen; um diesen einzuordnen, Gelbschalen im Winterraps aufstellen! Geschützte Waldrandlagen und Südhanglagen werden i.d.R. früher angeflogen als offene Lagen. Schadschwellen: Stängelrüssler: 5-10 Käfer, Kohltriebrüssler: 10 Käfer (jeweils/Gelbschale innerhalb von 3 Tagen). Zählt man bei Kontrollen nur die genannten Rüsselkäfer in den Gelbschalen, wirken Pyrethroide Typ 2 (u.a. Karate Zeon, Bulldock, Decis forte, Fury 10 EW). Findet man zeitgleich Rapsglanzkäfer in nennenswerter Zahl, Trebon EC (Typ 1) einsetzen.

Karl-Heinrich Claus; LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

 

Beitrag vom 11. Februar 2019 

Landwirtschaftliche Hinweise zu Maisbeizen

Mit dem Wirkstoff Thiram gebeiztes Saatgut, zur Saison 2019 vollständig aufbrauchen; den Saatgutbedarf sorgfältig planen. Alternativ steht Maxim XL mit Indikationen gegen Fusarium – und Pythium – Arten zur Verfügung. Neben den Wirkstoffen dieser genannten Beize enthält Maxim Quattro zusätzlich einen Wirkstoff aus Amistar/Ortiva, ist damit aber nur mit wenigen Sorten erhältlich. Bei Saatgut mit Mesurol gilt die gleiche Empfehlung wie bei Thiram: Bedarf planen, zeitig bestellen und vollständig aufbrauchen. Wer den Einsatz von Maissaatgut mit Sonido plant, kann auch nur auf bestimmte Sorten zurückgreifen; eine Minderung von Fraßschäden u. Pflanzenausfällen wird unterstützt, die Bestandsentwicklung wird gefördert.

LLH – Pflanzenbauempfehlungen für`s Frühjahr:

12.Feb., Eiterfeld, Bürgerhaus;

19. Feb., Sontra, Hotel Link;

28. Feb., Bebra, Schrebergarten;

5. März, Niederaula, Altes Forsthaus.

Termine jeweils 20°° Uhr.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

 

 Beitrag vom 28. Januar 2019

Ende Kernsperrfrist am 01.02., Startgabe Wirtschaftsdünger

Eine organische Düngung sollte so früh wie möglich erfolgen, da bei kühlen Temperaturen und strahlungsärmeren Verhältnissen der N-Verlust geringer ist. Die Gerstenbestände konnten sich durch hohe Rest-Nmin-Gehalte im Herbst üppig entwickeln. Es muss auf die Bestandesdichte geachtet werden, um die Konkurrenz um Wasser nicht unnötig zu verschärfen. Bei erfolgter org. Düngung kann hier die min. Startgabe auch unterbleiben. Bei der Andüngung muss auf den Bodenzustand geachtet werden (DüV§5). Es besteht ein Ausbringungsverbot auf überschwemmten, wassergesättigten, schneebedeckten und gefrorenen Böden. Letztere dürfen jedoch mit bis zu 60 kgN/ha gedüngt werden, wenn der Boden tagsüber aufnahmefähig wird, keine Abschwemmgefahr besteht und der Boden eine grüne Pflanzendecke trägt oder es sich um Grünland handelt.

P. Pfister, AGLW, 06623-933207

 

 

Beitrag vom 14. Januar 2019

Landwirtschaftliche Hinweise zur Dokumentation von Pflanzenschutzmaßnahmen

Die Pflanzenschutzmaßnahmen eines jeden Jahres müssen spätestens zum 31.12. vollständig dokumentiert sein und mindestens drei Jahre aufbewahrt werden. Aufzuzeichnen sind: Bezeichnung des Mittels, Datum der Anwendung, verwendete Menge, behandelte Fläche, Kulturpflanze und Name des Anwenders. Aktualisieren Sie zudem jetzt in den Wintermonaten Ihre Bestandsliste im Pflanzenschutzmittellager; achten Sie darauf, dass die Pflanzenschutzmittel frostfrei und unzugänglich für Nichtbefugte gelagert sind. Sachkunde: Die Gültigkeit der Fortbildungsbescheinigung beträgt 3 Jahre: prüfen Sie daher, ob eine Anschlussschulung notwendig ist. Fortbildungstermine finden Sie auf der Homepage des LLH sowie im Hessenbauer.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

 

Beitrag vom 14. Januar 2019

Ende der Kernsperrfristen

Das Aufbringungsverbot von Festmist, festen Gärrückständen und Komposten endet am 15.01.2019. Für alle anderen Düngemittel mit wesentlichen N-Gehalten, wie Gülle endet die Sperrfrist am 31.01.2019. Auch darüber hinaus gilt: Die Aufbringung auf überschwemmten, wassergesättigtem, schneebedecktem oder gefrorenem Boden ist verboten. Eine Aufbringung ist dann zulässig, wenn der Boden durch Auftauen aufnahmefähig wird, keine Abschwemmgefahr besteht, eine Pflanzendecke existiert und Bodenverdichtungen vermieden werden. Maximal dürfen dann 60 kg Ges.-N/ ha ausgebracht werden, diese Grenze gilt aber nicht für Festmist, feste Gärrückstände und Komposte.

R. Jacob, FD LäRa, 066621-87-2233

 

 

Beitrag vom 07. Januar 2019

Witterung Anbaujahr 2017/2018

Das Anbaujahr 2017/2018 war gezeichnet von Wetterextremen. Die Aussaat 2017 erfolgte unter sehr nassen Bedingungen, was besonders die Wurzelbildung des Rapses hemmte. Der Wintereinbruch kam im Februar/März 2018 mit einer Durchschnittstemperatur von -2,0°C. Dies tat dem wassergesättigten Boden gut. Den anschließenden rasanten Temperaturanstieg Ende März / Anfang April (Durchschnittstemperatur April: 12,5°C, Max. Temperatur: 29°C) brachte dann einen schlagartigen Vegetationsbeginn. Dieser Temperaturumschwung belastete die gestressten Rapsbestände oft zusätzlich (Knospenwelke, Käferzuflug). Zunächst gute Startbedingungen für die Maisaussaat, da ab der zweiten Aprilwoche die Bodentemperatur in 5cm Tiefe schon mehr als 9°C betrug, der Frost die Bodengare förderte und der Boden noch Wasser enthielt. Anschließend begann dann die Trockenheit. Der Juli, im Durchschnitt der letzten 25 Jahre der niederschlagreichste Monat mit rund 90 mm Regen, brachte lediglich 15 mm Niederschlag (in 2017 waren es 160 mm). Mancherorts waren es weniger, da vereinzelte Gewitter stark lokal begrenzt waren und zum Teil unwetterartig ausfielen. Die Trockenheit zog sich bis Oktober/November hin, sodass wir auf eine Jahresniederschlagssumme von 382 mm kommen (durchschnittlicher Jahresniederschlag (1990-2016) 726 mm). Zwischenfrüchte und Raps liefen nur zögerlich auf. In den letzten Wochen konnten sich jedoch einige Bestände nach den erfolgten Niederschlägen deutlich erholen. Die hohen Herbst-Nmin-Werte kann man v. a. in den Gerstenbeständen sehen. Die Wetterdaten beziehen sich auf die Wetterstation der AGLW in Niedergude.

Ph. Pfister, AGLW, 06623-933207

 

 

Beitrag vom 07. Januar 2019

Hohe Nmin-Werte Herbst/Winter 2018

Die Trockenheit in diesem Jahr hat dazu geführt, dass das Bodenleben (Edaphon) auf ein Minimum reduziert war. Folglich konnte keine oder nur zögerlich eine Umsetzung der organischen Substanz erfolgen. Der „Mineralisationsstau“ und der leicht verfügbare Stickstoff (Düngung) führten so nach Befeuchtung des Bodens zu einer explosionsartigen Vermehrung und Wachstum des Bodenlebens und so zu einer raschen Um- und Freisetzung von Stickstoff („Priming-Effekt“). Da der Regen relativ spät kam, konnte dieser N nicht mehr umfänglich von der Nachfolgekultur aufgenommen werden. Dennoch zeigen diese Werte, welches Potenzial in den Böden steckt und was während der Vegetation in „normalen“ Jahren mineralisiert und aufgenommen wird.

Ph. Pfister, AGLW, 06623-933207

 

 

Beitrag vom 07. Januar 2019

Landwirtschaftliche Hinweise zur Sortenwahl beim Silomais

Ertrags- und Qualitätsunterschiede machen in der Fütterung schnell ein Vielfaches von Frühbezugsrabatten aus. Der Wuchstyp z.B., entscheidet über die optimale Bestandsdichte u. die Saatgutkosten: massenwüchsige Sorten benötigen für eine optimale Ertragsbildung i. d. R. eine 15 -20% geringere Bestandsdichte im Vgl. zu kleinwüchsigen Sorten. In der Milchviehfütterung ist neben Gesamtertrag die Energiekonzentration u. der Anteil enzym-löslicher organischer Substanz (ELOS) von großer Bedeutung. In stärkereiche Rationen passen eher Sorten mit überdurchschnittl. Energiekonzentration u. unterdurchschnittlichen Stärkeanteil. Zur Biogaserzeugung sind alle guten Silomaissorten geeignet; der GTM-Ertrag/ha steht im Vordergrund; bei gleicher GTM-Leistung sind Sorten mit hoher Energie-konzentration gefragt. Es lohnt daher, die neutralen Ergebnisse der Landessortenversuche (llh.hessen.de) zu berücksichtigen.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

 

 

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