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Mai 2026


April 2026


März 2026


Januar 2026



Beitrag vom 11. Mai 2026

Maisherbizide

Der ideale Einsatzzeitraum für eine einmalige Anwendung blatt- und bodenwirksamer Herbizidkombinationen ist das 2-4-Blattstadium des Maises. Für eine gute Dauerwirkung ist es wichtig, auf eine gute Blatt- und Bodenwirkung der Präparate zu achten; anderenfalls müssen Nachbehandlungen einkalkuliert werden. Auf Hirsestandorten (Mais in enger Fruchtfolge) haben sich Kombinationen bewährt, die eine gute Blattwirkung auf bereits aufgelaufene Hirsen haben und gleichzeitig nachfolgende Hirsewellen mit einer dauerhaften Bodenwirkung sicher bekämpfen. Vor allem bei gleichzeitigem Auftreten schwer bekämpfbarer Hirsen (Borsten- und Fingerhirsearten) haben sich unter anderem Adengo als Vorlage bis zum 1.-Blattstadium des Maises (breite Unkraut- und Hirsewirkung, Nebenwirkung Erdmandelgras) und Nachbehandlungen, zum Beispiel Laudis, Elumis, Zingis, Diniro/Spandis bis zum 6.-Blattstadium Mais, bewährt. Sind Ungräser und Ausfallgetreide zu bekämpfen, benötigt man SHS wie zum Beispiel Nicosulfuron, Rimsulfuron und Foramsulfuron. Folgende Packs (Blatt- und Bodenwirkung) bieten sich unter anderem an: Principal S Pack, MaisTerPower + Merlin Flexx, Elumis Triumph Pack. Für die Bodenwirkung stehen unter anderem Spectrum, Spectrum Plus, Sucessor, Sucessor T, Adengo, Merlin Flexx, Merlin Duo zur Verfügung. Aufbrauchsfrist Arrat: 11/25.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 04. Mail 2026

Abschlussbehandlung in der Wintergerste

Mit Erscheinen des Fahnenblattes beginnt die Abschlussbehandlung in der Winter-Gerste. In den vergangenen Jahren hat Ramularia die größte Bedeutung gehabt; der Pilz tritt verstärkt in Phasen mit intensiver Strahlung auf. Wenn es arbeitswirtschaftlich passt, Fungizidmassnahme splitten: ca. 50 – 60 % der Aufwandmenge des Fungizides ab EC 39 einsetzen (ggf. in TM mit Etephon - den Wirkstoff spätestens bis BBCH 49 applizieren; nicht mit Herbiziden mischen!) Die restliche Fungizidmenge dann in 2. Überfahrt in Mischung mit 1,5 l/ha Folpan 500 SC bei gerade geschobenen Grannen einsetzen.

Sachkundefortbildung: 15. Juni, 16:00 Uhr; Bebra-Solz; Anmeldung: 0561/7299-333

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 27. April 2026

Mikronährstoffe Mais

Durch die aktuelle Marktsituation wird die optimale Ausnutzung des Düngers umso entscheidender. Eine rasche Jugendentwicklung und eine geförderte Wurzelbildung legen die Grundlage für eine optimale Nährstoffausnutzung. Versuche der AGLW zeigen sehr gute Effekte beim Einsatz von Mikrogranulat direkt bei der Aussaat. Mikronährstoffe werden direkt an das Korn abgelegt und stehen dem Keimling sofort zur Verfügung, was sich im Wurzelsystem bemerkbar macht und so die Erschließung von Wasser und Nährstoffen verbessert. Auch eine Blattapplikation in Verbindung mit der Herbizidmaßnahme ist angeraten: Zink 400 g/ha; Bor 450 g/ha; Mangan 200 g/ha; Magnesium 200 g/ha - v.a. Zink, Magnesium und Bor unterstützen die Pflanze bei Hitze- und Trockenstress sowie der Bildung von Antioxidantien.

Philipp Pfister, AGLW 00623 933207, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.


Beitrag vom 20. April 2026

Aktuelle Situation

Wintergetreide befindet sich in der Schoßphase bzw. erreicht das Stadium in diesen Tagen. Ausstehende Wachstumsreglermaßnahmen zeitnah durchführen; Gleiches gilt für die 2. N-Gabe. Nach dem Regen vom vergangenen Sonntag wird die Entwicklung der Bestände zügig vorangehen. Krankheiten spielen bisher meist keine Rolle; Gerste wächst möglichen Infektionen auf den älteren Blättern nach den Niederschlägen jetzt davon, sodass Fungizide Richtung Fahnenblatt bzw. Ähre geschoben werden können. Auch Weizen, Roggen und Triticale sind in der Regel befallsfrei. Bestände kontrollieren!

Terminhinweis: Imker, Landwirte und interessierte Bürger im Dialog - Mo., 27. April, 18:00 Uhr in Schenklengsfeld-Wippershain am Sportplatz

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 13. April 2026

Blütenbehandlung im Raps

Die Blütenbehandlung im Raps dient der Bekämpfung des Rapskrebses (Sclerotinia). Die Krankheit führt in manchen Jahren zu erheblichen Ertragsausfällen. Ihr Auftreten hängt von der Witterung ab. Prognosesysteme geben Hinweise auf eine Infektionsgefahr, als Entscheidungsgrundlage für oder gegen eine Behandlung arbeiten sie aber nicht exakt genug. In angelegten Sklerotiendepots haben sich bereits erste Apothecien gebildet; sie schleudern bei feucht-warmer Witterung ihre Ascosporen aus. Die Sporen der Fruchtkörper benötigen für Infektionen in den Blattachseln Temperaturen von 20 °C und eine Luftfeuchte von 85 %. Gut wirksame Produkte sind z. B.: Propulse (1 l/ha), Cantus Ultra (0,8 l/ha), Efilor (1,0 l/ha), Zenby + Patel 300 EC (0,4 + 0,4 l/ha). Je nach Witterung erreichen die Fungizide ca. 14 Tage Wirkungsdauer. Bestände mit geringerer Ertragserwartung können alternativ mit halben Aufwandmengen von Azolen (Tebu-/Prothioconazol) + Strobilurinen oder Carboxamiden (Azoxystrobin/Isofetamid) behandelt werden. Wegen der geringen Kurativleistung gegen Sclerotinia das Fungizid möglichst nah am Infektionszeitpunkt der Krankheit, optimal zur Vollblüte, einsetzen. Möglichst abends fahren – Pflanzen sind dann elastischer; empfehlenswert sind mind. 300 l Wasser/ha bei 5 km/h Fahrgeschwindigkeit – so werden Blattachseln und Verzweigungen gut benetzt. Schadschwellen der Schotenschädlinge (v. a. Kohlschotenrüssler) ermitteln – die Zumischung eines Insektizides ist in der Regel nicht notwendig! Spritze sorgfältig reinigen – vor allem nach vorherigem Einsatz von Sulfonylharnstoffen! Zuvor ortsansässige Imker informieren!

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 02. April 2026

Aktuelle Situation

Sofern Luft- und Bodentemperaturen ansteigen, ist bei der jetzigen Wasserversorgung mit einem kräftigen Wachstumsschub zu rechnen. Winterraps: Zuflug von Rapsglanzkäfern bei steigenden Temperaturen im Blick haben – Gelbschalen neu positionieren und regelmäßig kontrollieren. Zum Feststellen der Schadschwelle, 15-20 Haupttriebe ausklopfen! Bislang unbehandelte Bestände einkürzen; Mittel und Aufwandmenge an die Bestandsentwicklung anpassen. Ggf. noch Bor zumischen. Wintergetreide: In Gunstlagen erreichen Wi-Gerste und frühe Weizenbestände die Schoßphase; der ideale Zeitpunkt für Wachstumsregler in Wi-Gerste ist das Stadium Einknotenstadium BBCH 31; bei warmem und sonnigem Wetter sind Behandlungen mit Moddus, Medax Top, Prodax etc. möglich. Auch früher Weizen, der das Stadium 31 erreicht, kann bei diesen Bedingungen zeitnah eingekürzt werden. Bestände in der Bestockung können vorab mit einer Teilmenge CCC gefahren werden. Sommergetreide: Der Herbizideinsatz erfolgt idealerweise im 3-4-Blattstadium – meist Blattwirkung! Alternativ zu den gängigen Wirkstoffgruppen bieten sich bei warmer Witterung (ca. 15-20 °C) Wuchsstoffe an. Ungräser treten aufgrund ihrer Biologie im Vergleich zu Winterungen in einer wesentlich geringeren Dichte auf. In So-Gerste und So-Weizen können z. B. Axial 50, Axial komplett und Husar Plus (Windhalm) eingesetzt werden; im So-Weizen steht zudem Broadway Plus gegen Windhalm zur Verfügung. Im Hafer steht kein Herbizid mit Gräserwirkung zur Verfügung; dort müssen Ungräser über Fruchtfolge und mechanische Bearbeitung ausgeschaltet werden.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 30. März 2026

2. N-Gabe Getreide

Bei den Düngepreisen und noch nicht vorgekaufter Ware für die 3. Gabe kann sich in der 2. Gabe Einsparpotenzial ergeben. Nmin hat sich durch mangelnde Niederschläge kaum verlagert und ist im Vegetationsverlauf verfügbar. Hinzu kommt eine gewisse N-Freisetzung durch Immobilisierung des bereits gestreuten N. Ab 8-10 °C Bodentemperatur beginnt die N-Freisetzung durch Mineralisierung. Auf humusreicheren Böden (>3,5 %) und Böden mit langjähriger organischer Düngung können circa 10-15 kg N eingespart werden. Auch nach Raps- oder Leguminosen-Vorfrucht kann eine Reduzierung erfolgen (15-20 kg N). Wichtig ist zudem die Versorgung mit Schwefel (15 N:1 S) für die N-Ausnutzung sowie die Versorgung mit Mikronährstoffen (Analysen der AGLW zeigen häufig latenten Mg-Mangel) und Kalium. Wichtig ist auch, die Bestandesdichte bei einer gewissen Reduzierung beziehungsweise Verschiebung der N-Menge zu beachten. Werden Triebe nicht ausreichend reduziert, fehlt ihnen das „Futter“ – Folge: Schmachtkorn, niedrige HL-Gewichte.

Philipp Pfister, AGLW, 06623 933730


Beitrag vom 30. März 2026

Neuerungen bei der Aufzeichnungspflicht im Pflanzenschutz

Pflanzenschutzmittel-Anwendungen müssen zukünftig in einem digitalen, maschinenlesbaren Format aufgezeichnet werden. Verpflichtend wird dies jedoch erst ab 01.01.2027. Ab 01.01.2026 müssen bei den Aufzeichnungen jedoch zusätzlich neue Angaben gemacht werden. Neben den bekannten Angaben wie die Bezeichnung des PSM, Datum, Aufwandmenge, Kulturpflanze, behandelte Fläche und Anwender müssen nun auch noch Zulassungsnummer, Startzeitpunkt (Uhrzeit), EPPO-Code, gegebenenfalls BBCH-Stadien, geodatenbasierte Flächeneinheit und behandelte Flächengröße sowie Art der Anwendung (z. B. Flächenbehandlung) aufgezeichnet werden.

Bei Fragen bitte bei Hr. Hollstein, FD Ländl. Raum, 06621 872201 melden.


Beitrag vom 16. März 2026

Unkrautbekämpfung in Leguminosen

Die chem. Unkrautbekämpfung in Erbsen u. Bohnen ist fast ausnahmslos auf den Vorauflauf beschränkt: z.B.: Stomp Aqua + Centium CS, Bandur + Centium CS, Roxy EC/Confeno + Stomp Aqua, Spectrum Plus, Novitron Dam tec. Mischungen bieten den Vorteil einer eine breiteren Unkrautwirkung. Den Einsatz auf Standort u. Witterung abstimmen. Die Anwendungen sollten 3-5 Tage nach der Saat erfolgen; auf eine genügend tiefe Saatgutablage von 5 -6 cm achten. Spectrum Plus ist die einzige Option gegen Unkräuter für den NA (Notlösung) – dies nur in Erbsen! Ausfallgetreide u. Ungräser können mit blattaktiven Gräsermitteln ausgeschaltet werden. Bei geringem Unkrautdruck u. trockenen Bedingungen, können Leguminosen bis vor dem Durchstoßen auch mit dem Striegel unkrautfrei gehalten werden (Blind striegeln). Ab dem 3. Blatt kann das Striegeln dann vorsichtig fortgesetzt werden.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 16. März 2026

Aussetzung des Vollzugs der AVDüV (Ausführungsverordnung zur Düngeverordnung)

Hessen setzt den Vollzug der zusätzlichen Anforderungen in den mit Nitrat belasteten Gebieten („Rote Gebiete“) und Phosphat belasteten Gebieten („Gelbe Gebiete“) vorerst aus. Die verschärften Vorgaben werden damit bis auf Weiteres nicht kontrolliert. Die AVDüV Hessen gilt unverändert weiter, es ist jedoch aktuell nur der Vollzug von Sanktionen ausgesetzt.

Bei Fragen bitte bei Hr. Hollstein, FD Ländlicher Raum, 06621 87 2201 melden.


Beitrag vom 09. März 2026

Aktuelle Hinweise zur Düngung

Die 1. Gabe ist in den letzten Tagen gefallen oder sollte abgeschlossen werden. Auch der Morgentau reicht oft aus, um den Dünger aus dem Kalkgerüst zu lösen und in den Boden einzudringen. Eine Nitratdüngung hat den Vorteil, dass N rasch aufgenommen werden kann und die Aufnahme anderer Kationen gefördert wird. Eine Andüngung mit 60 N plus S ist im Getreide zu empfehlen (ca. 12 kg S bei WG, 20 kg S bei WW). Durch die geringen Niederschläge über Winter ist mit einer größeren N-Auswaschung nicht zu rechnen. Diese sollten in der 2.Gabe berücksichtigt werden. Dennoch haben wir niedrige S-Mengen in untersuchten Frühjahresproben, sodass hier auf die S-Versorgung zu achten ist. Um die Pflanzenfitness und Stresstoleranz zu erhöhen, sollte bei PS-Maßnahmen an die Versorgung mit Mikronährstoffen gedacht werden: Mg 200 g, Mn 250 g, Zn 150 g.

Philipp Pfister, AGLW, 06623 933730


Beitrag vom 09. März 2026

Ungrasbekämpfung in Wintergetreide

Nach den Frösten gilt es die Ungrasbekämpfung im Wintergetreide anzugehen. Trotz Herbstbehandlung müssen Nachbehandlungen eingeplant werden. Haben die Ungräser (Ackerfuchsschwanz) bereits 3 Blätter im Wi-Weizen, ALS-Hemmer wie z. B. Atlantis Flex, Incelo Komplett, Niantic einsetzen. Behandlung bei hoher Luftfeuchtigkeit (> 60 %) – sehr früh am Tage oder in den späten Abendstunden durchführen. In Winterroggen bietet sich aus Verträglichkeitsgründen der Einsatz von Broadway plus an. In Wintergerste steht zur Ungrasbekämpfung lediglich Axial 50 mit 1,2 l/ha z. V. Grundsätzlich ist der Soloeinsatz der Gräsermittel am wirkungsvollsten – Mittel gegen Unkräuter also später nachlegen.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 02. März 2026

Situation im Raps

Die milden Temperaturen haben zum Zuflug von Rüssel– und Rapsglanzkäfern geführt. Im Vergleich zum Großen Rapsstängelrüssler hat der Gefleckte Kohltriebrüssler rötliche Füße, einen gefleckten Rücken mit einem weißen Punkt hinter dem Kopf. Die Kontrolle des Zufluges mit Gelbschalen kontrollieren: Schalen sowohl in Gebüsch-/Waldrandnähe als auch in Nachbarschaft zu Rapsschlägen des Vorjahres aufstellen. Bei Überschreitung des Bekämpfungsrichtwertes (5 Stängelrüssler oder 15 Kohltriebrüssler innerhalb von 3 Tagen) ist eine Bekämpfung mit den Typ2-Pyrethroiden (Karate Zeon, Nexide, Decis forte), zeitnah anzuraten. Trebon EC 30 nur bei gleichzeitigem, nennenswerten Zuflug des Rapsglanzkäfers einsetzen! Zur Bekämpfung von Kamille, Kornblume, Distel und Leguminosen stehen Lontrel / Vivendi z. V. Effigo wirkt zusätzlich auf Klette. Korvetto erfasst zudem Mohn, Storchschnabel, Taubnessel u. Schierling. Von genannten Herbiziden werden Hundskerbel, Ehrenpreisarten, Stiefmütterchen, Wegrauke, Vogelmiere, Hirtentäschel nicht erfasst! Mittel bei wüchsigen Bedingungen einsetzen; darauf achten, dass die Blütenknospen von den Laubblättern noch abgedeckt werden – zeitnah behandeln - Auflagen beachten! Die Mischung mit Gräserherbiziden ist grundsätzlich möglich – Ausnahme: Korvetto nicht mit Agil S mischen! Mit Beginn der Vegetation können blattaktive Gräserherbizide eingesetzt werden, eine gute Benetzung der Gräser ist Voraussetzung!

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 26. Januar 2026

Hinweise zu Maisbeizen

Der Praxis steht eine immense Vielfalt an Maissorten, oft mit mehreren Beizausstattungen zur Verfügung. Die Beizen können in der Regel individuell zusammengestellt und ausgewählt werden. Als Standard wird ein Fungizid angeboten, das mit Vogelrepellents, Insektiziden und Nährstoffbeizen/Biostimulanzien/Mikroorganismen ergänzt werden kann. Der fungizide Beizschutz sollte weiter Standard sein. Wo es in den letzten Jahren zu stärkerem Vogelfraß kam, ist ein zusätzliches Vogelrepellent sinnvoll. Für Korit 420 FS ist wieder eine Notfallzulassung beantragt – die Situation aber noch unklar. Aufgrund der mehrjährigen Entwicklung des Drahtwurms muss 2026 wieder mit stärkerem Befall gerechnet werden; besonders bei einer hohen Anbaudichte von Sommerungen ist ein insektizider Schutz empfehlenswert. 2026 steht die Beize Lumiposa in verschiedenen Beizausstattungen zur Verfügung. Zur Befallsminderung können Spintor GR (gute Erfahrungen gegen Bodenschädlinge; Auflagen bei Aussaat beachten!) und Ercole/Karate 0.4 GR eingesetzt werden; die Beizen werden als Granulat beim Legen mit Granulatstreueinrichtung eingesetzt. Zudem steht Force 20 CS/Ibriditrin als Beize zur Verfügung. Als Zusatzbeizen werden vermehrt Biostimulanzien angeboten. Effekte in der Regel sehr schwankend und wenn, meist nur bei ungünstigen Bedingungen von Vorteil. Präparate können zurzeit weder Beizen ersetzen, noch ackerbauliche Fehler beheben. Um eigene Erfahrungen zu sammeln: Mittel auf Teilflächen mit vergleichbarer Variante (identische Sorte ohne Zusatzbeize) anlegen.

Terminhinweis: Sachkundefortbildung: 26.02., 16:30 Uhr, Niederaula – Altes Forsthaus; Anmeldung: 0561 7299333

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 19. Januar 2026

Lagerung von Pflanzenschutzmitteln & Saatgut, Rücknahme Verpackungen

Grundsätzlich beachten: Pflanzenschutzmittel (PSM) trocken lagern; die Temperaturen im Lager sollen über +5 °C liegen! Jetzt in den Frostphasen eine regelmäßige Kontrolle des Pflanzenschutzmittellagers durchführen! Angaben zur Lagerfähigkeit von Pflanzenschutzmitteln sind immer den Gebrauchsanweisungen oder den Produktinformationen der Hersteller zu entnehmen. Darauf ist bei der Kontrolle zu achten: Die Struktur des Pflanzenschutzmittels: Auffälligkeiten sind z. B. Verklumpungen, Verkrustungen oder Ausflockungen. Prüfen Sie auch, ob die Mittel noch zugelassen bzw. aufgebraucht werden können. Infos hierzu auf der Internetseite vom BVL.

Auch 2026 werden im Rahmen des Kreislaufwirtschafts- u. Abfallgesetz wieder Verpackungen von (PSM) und Restmengen gesammelt. Dies ist möglich über: Entsorgungsfirmen, Sammelstellen der Landkreise/Kommunen, Schadstoffmobil (kleine Mengen). Leere Verpackungen von PSM u. Flüssigdüngern sammelt bundesweit z. B. der Industrieverband Agrar (IVA) im Rahmen der Sammelaktion PAMIRA (PackMittel-Rücknahme Agrar). Termine: z. B.: Bebra 15 + 16. Juni; Eiterfeld 07. Juli; Eschwege 29 + 30. Juni.

Weitere Infos: https://www.pamira.de/verpackungen-abgeben/sammelstelle-finden/

Das System zur Rücknahme und Entsorgung von Verpackungen aus dem Agrarbereich, die mit nicht-schadstoffhaltigen Füllgütern in Kontakt waren, ist die Verpackungsentsorgung Agrar – kurz: VerenA. Mit VerenA-Logo versehene Big Bags sowie Papier- und Foliensäcke können dort abgeben werden. Infos unter: https://www.verena-recycling.de/

Im Herbst bleiben i. d. Regel Reste an Saatgut übrig; wenn diese nun überlagert werden, sollten u. a. folgende Punkte beachtet werden: Saatgut trocken, kühl und möglichst frostfrei lagern. Nässe und hohe Luftfeuchtigkeit (möglichst <50 %) mindern ggf. die Keimfähigkeit. Das Saatgut nicht unmittelbar auf dem Boden abstellen, sondern z. B. Paletten unterlegen.

Terminhinweis: Sachkundefortbildung

26. Februar, 16:30 Uhr – 21:00 Uhr Niederaula – Altes Forsthaus; Anmeldung: 0561 7299333.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 12. Januar 2026

Schadnagerbekämpfung

Landwirtschaftliche Gebäude bieten Schadnagern wie z. B. Wanderratte und Hausmaus viele Schlupfmöglichkeiten. Wanderratten zählen zu den Hygieneschädlingen; durch Verunreinigungen übertragen sie zwangsläufig eine Vielzahl von Krankheiten und Viren. Bei nachgewiesenem Befall, sind an von Ratten aufgesuchten Stellen (Laufgänge) ca. 200 g Köder in Köderboxen, für Haustiere unzugänglich und vor Nässe geschützt, auszulegen. „Futterstellen“ regelmäßig kontrollieren. Köder so lang auslegen, bis kein Fraß mehr festgestellt wird. Die Hausmaus ist ein Vorratsschädling und hält sich überwiegend in trocknen Räumen auf. Sie frisst neben Lebens- und Futtermitteln Papier, Textilien, Leder und andere Materialien. Bekämpfung ähnelt der der Wanderratte. Den Köder - ca. 20 g Portionen - in Köderboxen, an den Laufgängen der Mäuse auslegen.

Ab Juli 2026 beziehungsweise 2027 wird die Gesetzgebung zur Thematik geändert.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD, 0160 90725736